"Fyre": Ja Rule liefert Track zum Festival-Desaster

Ja Rule veröffentlicht auf Instagram seinen neuen Track "FYRE". Der Song wird auf seinem kommenden Album "12.Twelve.XII" sein, das am 29. Februar erscheinen soll. Hier spittet der Rapper Bars über das gescheiterte Fyre Festival - die vermutlich größte Festival-Katastrophe des 21. Jahrhunderts. Ja Rule war tief in die Organisation des geplanten Mega-Events verwickelt.

Er und die anderen Verantwortlichen haben das Festival 2017 und damit verbundene Millionensummen von Investoren aber komplett in den Sand gesetzt. Jetzt schildert Ja Rule seine Sicht auf die Dinge.

Ja Rule rappt über das Fyre Festival

Am Anfang seines Verses schreit der Rapper ironischerweise "We on fire tonight" und spielt damit auf den Namen des Festivals an. In seinem Part rappt er darüber, dass die wirklichen Verbrecher die anderen wären.

"For your real entertainment, I'm 'bout to tell you how that shit went down from the horses mouth/ With no D.A. or plaintiffs, but in the people's court, baby, they'll hang you like they ancestors"

Doch das sind nicht seine einzigen Gedanken, die Ja Rule auf dem Track teilt. Weiter spricht er darüber, dass er auf 100 Millionen Dollar verklagt wurde. Er rechtfertigt sich selbst damit, dass er angeblich "übers Ohr gehauen und auf Abwege geführt wurde".

"Hotter than the sun, but it wasn't that/ Show of hands if you got your money back?/ Just playing, I got sued for that/ $100 mil to be exact/ I know you lack empathy for the one that's me/ But I too was bamboozled and led astray"

Die Fyre Festival Katastrophe

Eigentlich sollte das Spektakel ein Luxus-Event mit berühmten Künstler*innen an den Stränden der Bahamas werden. Stattdessen sorgte die missratene Organisation zu einem großen Chaos. Die Menschen prügelten sich fast um die bereitgestellten Zelte und das mickriges Essen, dass angeboten wurde. Statt in Luxus zu schwelgen, lebten die Besucher für einen Tag in Anarchie.

Trevor DeHaas on Twitter

The dinner that @fyrefestival promised us was catered by Steven Starr is literally bread, cheese, and salad with dressing. #fyrefestival

Bevor die ersten Acts die ersten Songs hätten anspielen können, wurde das Festival abgesagt. Daraufhin reisten die Gäste in einem noch größeren Chaos wieder ab. Viele Beschäftigte, die am Festival beteiligt waren, wurden außerdem nicht für ihre Arbeit bezahlt. Die Veranstaltung war also ein riesen Desaster für Organisatore*innen, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen. Eine Dokumentation von Netflix bildet ausführlich das mittlerweile legendäre Fiasko ab.

Ja Rule wurde auf 100 Millionen US-Dollar verklagt

Infolgedessen ermittelte sogar das FBI gegen Ja Rule und die die Organisator*innen des Fyre Festivals. Vor Gericht geht es um eine 100-Millionen-US-Dollar-Klage wegen Betruges. Wie der Anwalt von Ja Rule gegenüber Allhiphop in einem Statement berichtet, steht der Rapper aber seit kurzem nicht mehr unter Anklage. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, er habe gewusst, dass das Festival ein Disaster enden würde. Damit habe er Investoren bewusst betrogen.

Wie ein US-Rapper und ein Festival in den Fokus des FBI geraten sind

Ja Rule und der Unternehmer Billy McFarland wollten das Fyre Festival gemeinsam zu einem der Events 2017 machen. Das ging jedoch völlig daneben. Der versprochene Luxus blieb aus, Glamour gab es nicht, die Bands reisten ab und auch die Besucher und Besucherinnen wurden enttäuscht. Jetzt ermittelt auch noch das FBI.

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Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Von Alina Amin am 23.01.2021 - 15:17

Ja Rule und 50 Cent verbindet eine lange Beef Historie, die einen düsteren Schatten auf die Karriere von Ja legt. Nicht nur wegen des Streits mit Fiddy sondern wohl auch wegen der Staatssicherheit. Im Gespräch mit Talib Kweli in dessen Podcast "The People's Party" nimmt Ja Rule seine Fans mit auf eine Reise in die Vergangenheit und reflektiert den Höhepunkt der Fehde mit 50 Cent. Er erklärt, dass ein Großteil des Schadens, den er erlitt, gar nicht mit 50 Cent zu tun hätte, sondern mit der Polizei. 

Ja Rule über den wahren Grund für seinen Untergang

Ja Rule berichtet von einer Phase in seiner Karriere, auf die er nun mit gemischten Gefühlen zurückblickt. Es geht dabei um seinen 2004er Track "New York", den er nun als "Beef-Song" bezeichnet. Er erklärt sodann, dass er damals unzufrieden mit sich selbst gewesen sei. Eine Zeit lang wäre er der krasseste Künstler gewesen und hätte überall stattgefunden. Dann kam 50 Cent, der damals erfolgreicher Newcomer im Dunstkreis großer Künstler wie Eminem war, und attackierte ihn.

Der Rapper erklärt, dass die Leute ihn zu der Zeit wohl satthatten. Deshalb fanden 50s Angriffe so viel Anklang. Was vielen Fans wohl weiterhin nicht bewusst sei, wäre, dass sich vieles hinter den Kulissen abspielten. Streit zwischen Geschäftsführern beispielsweise. Hinzu käme, dass Murder Inc, das Label auf dem Ja Rule groß wurde, zu der Zeit polizeilichen Untersuchungen unterlag. Das wäre der eigentliche Grund für den damaligen Untergang des Labels.

Ja Rule über 50 Cent "Er spielte auf beiden Seiten mit"

Die Polizei und Sicherheitsbehörden hätten damals alles bei Murder Inc leer geräumt und die Beziehungen zur Szene zerstört. Wenn Leute also 50 Cent den Credit für das Ende des Labels geben, lägen sie falsch. Immerhin hätte es schon Hunderte anderer Beefs gegeben. Ein einzelner Mann könne ein ganzes Label nicht zerstören. 

Sodann erklärt er, dass 50 Cent auf beiden Seiten mitgespielt hätte. Einerseits hätte er vor den Behörden das Opfer gespielt und die Untersuchungen damit begünstigt. Andererseits hätte er in der Szene den Harten gemacht und Ja Rule gemobbt. Er beendet das Gespräch mit der Anmerkung, dass Fans und Außenstehende nie verstehen würden, wie die Situation wirklich ablief. Sie könnten nämlich nie einsehen, dass ihr "Held" (50 Cent) sich auch falsch verhalten hätte.

Das Interview könnt ihr euch hier anschauen:


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