J. Cole gibt zu, dass ihn die Entschuldigung an Kendrick Lamar aus den "Top 3" gekickt hat
Foto von J. Cole

J. Cole meldet sich zurück: Da am 6. Februar sein neues Album "The Fall-Off" erscheint, befindet sich der "Middle Child"-Rapper seit Anfang des Monats mitten in der Promophase. Heute, an seinem 41. Geburtstag, veröffentlicht der Dreamville-Chef eine vierteilige Freestyle-EP unter dem Titel "Birthday Blizzard '26" auf seiner Website. Auf dem Track "Bronx Zoo Freestyle" äußert sich Cole erstmals ausführlicher zu seinem Disstrack und der anschließenden Entschuldigung an Kendrick Lamar.

J. Cole sieht sich nicht mehr als einer der Top Drei-Rapper der Hiphop-Szene

J. Cole kommt in dem Song zum Schluss, dass seine Entschuldigung für die Disses an Kendrick ihn für einen Platz in den aktuellen "Top 3" des Rap-Games disqualifiziert habe. Er selbst sieht das aber nicht kritisch, sondern als Herausforderung und Chance. J. Cole halte sich selbst immer dann für am besten, wenn er eine Underdog-Position einnehme.

"I used to be top, see, the apology dropped me way out of the top 3 / No problem, I'm probably my best when they doubt me"

Kurz davor rappt J. Cole aber auch, dass sein Aufenthalt an der Spitze des Rap-Games nicht so abgelaufen sei, wie er sich das vorgestellt habe. Nach dem Abstieg wolle er jetzt wieder von unten angreifen und seine Konkurrenz erneut überholen:

"The top ain't really what I thought it would be / And so I jumped off and landed back at the bottom / And restarted at a level where I wasn't regarded as much / Just to climb past them again and tell 'em all to keep up"

Hier könnt ihr euch den "Bronx Zoo Freestyle" selbst anhören:

Das Ende von J. Cole vs. Kendrick Lamar

Zur Erinnerung: Die Fehde zwischen J. Cole und Kendrick Lamar geht bis ins Jahr 2023 zurück, als Cole und Drake sich auf "First Person Shooter" nebst K.Dot selbst zu den "Big Three" kürten. Kendrick wies dies Behauptung um das geteilte Treppchen daraufhin auf dem Future-Track "Like That" zurück – und setzte sich selbst an die alleinige Spitze.

Eine Antwort und ein Zurückrudern seitens J. Cole ließen nicht lange auf sich warten. Seinen "7 Minute Drill", auf dem er Kendricks Musik unter anderem als langweilig bezeichnete, nahm er nur zwei Tage nach Release wieder offline. Während eines Auftritts bei seinem Dreamville-Festival entschuldigte er sich daraufhin sogar öffentlich und erklärte, den Diss eigentlich gar nicht gefühlt zu haben. Vielmehr hätte er sich von Erwartungshaltungen der Rap-Szene leiten lassen. Dieser Move sorgte selbst in der internationalen Hiphop-Szene für Aufsehen – jedoch größtenteils negativer Art. Rap-Kollege The Game gab sogar an, der Rückzug von Cole hätte Hiphop-Beefs im allgemeinen ruiniert.

Andere wiederum, wie beispielsweise Charlamagne Tha God und Kool Savas, bewunderten den "KOD"-Rapper sogar für seinen Rückzug aus dem Beef. Laut KKS könne "jeder einen Song schreiben, wo er jemanden beleidigt", aber nicht alle Menschen hätten die nötige Selbstreflexion, ihre eigenen Entscheidungen zu kritisieren und Konsequenzen aus ihnen zu ziehen.

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