B-Tight arbeitet an neuer Musik und war passend dazu kürzlich bei Deutschrap Ideal für ein Interview zu Gast. In dem Gespräch mit Host Simon kommen die beiden natürlich auch auf Aggro Berlin und das Aus des Labels zu sprechen. In dem Kontext fragt Simon seinen Interviewpartner nach Details und dessen Sicht auf den damaligen Zustand von Aggro Berlin.
B-Tight über das Ende von Aggro Berlin: "Ich hab's einfach gespürt"
Konkret bezieht sich Simon dabei auf ein anderes Interview von B-Tight, in dem er gesagt hat, dass Aggro Berlin schon deutlich vor dem offiziellen Ende vorbei gewesen sein soll. Dazu erklärt B-Tight im Grunde, dass die Luft bei dem legendären Label einfach raus gewesen sei.
So erinnert er sich an die Zeit zur "Ansage 8" zurück. Damals soll die familiäre Atmosphäre zwischen den Label-Kollegen "weg" gewesen sein. Laut B-Tight gab es allerdings keine konkrete Situation, an der er diesen Umstan festmachen könne – er hätte es einfach "gespürt". Das distanzierte Verhältnis soll sich - so der Rapper - besonders bei der Aufnahme von "Ansage 8" bemerkbar gemacht haben:
"Ansage 8, wie die entstanden ist, war [...] voll strange. Irgendwie so zusammengewürfelt."
Was "strange" in dem Kontext heißt, erklärt B-Tight dann auch noch. So seien er, Sido, Kitty Kat, Fler und Tony D nur zusammengekommen, um das Ganze hinter sich zu bringen. "Eigentlich hatte keiner so wirklich Bock drauf", mein B-Tight dazu.
Das Ergebnis des Ganzen wäre dann auch nicht "mehr so geil" gewesen. Gleichzeitig findet der 45-Jährige, dass das ganz normal sei. Immerhin entwickle sich jeder weiter. Und diese Veränderung hätte man auch nicht aufhalten können:
"Der Erfolg wächst, [...] irgendwann geht's um Geld. [...] Natürlich sagen sich die Chefs auch: 'Ja, wir können das jetzt weitermachen und vielleicht ist es dann nicht mehr so erfolgreich. Und dann geht das Schiff unter und wir mit. Und dann haben wir nicht mehr so richtig was davon.'"
Der Verkauf an Universal und das damit verbundene Aus von Aggro Berlin seien deshalb ganz "logisch" gewesen, findet er.
Übrigens meint er auch, dass die Zeit nach Aggro für ihn erstmal schwierig gewesen sei. Durch eine positive Einstellung und viel Arbeit hätte er aber wieder die Kurve bekommen.
Hier könnt ihr euch das Interview anschauen:
Dass man älter wird und sich verändert, ist Teil des Lebens. Für B-Tight bedeutet das nicht nur große Neuerungen in der Karriere, sondern auch Veränderungen in seinem Alltag. Besonders eine Sache mache der Rapper gar nicht mehr: Kiffen. Wieso er dem Gras abgeschworen hat, hat er kürzlich ebenfalls im Gespräch mit Simon erklärt.
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