Am vergangenen 1. Mai hat Ikkimel auf dem Berliner Mariannenplatz ein Gratiskonzert gespielt, das im Zuge einer Veranstaltung der Partei Die Linke stattfand. Jetzt ist Ikkimel bei Heidi Reichinnek im Podcast zu Gast und erklärt dort, warum sie sich ganz bewusst dazu entschieden hat, politisch Stellung zu beziehen. Im gleichen Atemzug gibt sie Tipps dazu, wie sie mit Hate - gerade aus rechten Kreisen - umgeht.
Ikkimel: "Ich weiß am Ende des Tages, was mein Standpunkt ist"
Für Ikkimel ist klar, dass es in einer Gesellschaft, die augenscheinlich immer weiter nach rechts abdriftet, keinen Platz dafür gibt, unpolitisch zu sein. Sie wolle aktiv daran mitwirken, diesen Rechtsruck zu verhindern. Entsprechend schlage ihr natürlich unter anderem auch "viel Gegenwind von rechts" entgegen. Auf Heidi Reichinneks Frage, ob sie jungen Leuten, die linke Positionen vertreten und sich ebenfalls Anfeindungen ausgesetzt sehen, etwas an die Hand geben könne, verweist Ikkimel auf ihre Überzeugung.
"Ich weiß am Ende des Tages, was mein Standpunkt ist, und das hilft mir, Hate besser zu verarbeiten. Es prallt dann wirklich einfach ab. Wenn man einen guten Standpunkt hat und weiß, wer man ist, und wofür man das macht, dann kommt so was auch nicht so schnell an einen ran."
Gleichzeitig wisse sie natürlich, dass es leichter gesagt als getan ist, gerade im Hinblick auf Jugendliche, einfach überzeugt von dem zu sein, wofür man einsteht. Wichtig sei hier, das Ganze als Prozess zu verstehen. Gerade zu Beginn habe sie aufgrund von Hate ihre eigene Meinung oft hinterfragt und reflektiert, was schlussendlich dazu geführt hätte, dass sie am Ende in ihren Überzeugungen gefestigter als davor gewesen sei.
"Ich weiß, dass ich was Gutes möchte. Deswegen sind Morddrohungen dann am Ende so ein bisschen irrelevanter, sage ich mal."
Sowohl Heidi als auch Ikkimel betonen daraufhin noch einmal, dass es vor allem wichtig sei, sich nicht zu verstecken. Im Gegenteil, wenn man laut und öffentlich für seine Überzeugungen einstehe, erziele man damit einen wichtigen Abstrahleffekt. Die Linken-Politikerin lobt dahingehend Ikkimels Musik, die in ihren Augen "ein richtiger Katalysator" sei, der "Frauen aber auch jungen Männern ein anderes Bild vermittelt" und zeige, dass man "auch mal auf den Tisch hauen" kann.
Das ganze Interview könnt ihr euch hier anschauen:
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