"Ich wollte nicht sterben": Silla blickt auf seine Wiederbelebung zurück
Silla

2012 verarbeitete Silla auf seinem Album "Wiederbelebt" und dessen titelgebendem Track, einst nach einer Alkoholvergiftung reanimiert werden zu müssen. Jetzt blickt er im neuen Interview mit den Kollegen von Deutschrap ideal auf diese Zeit zurück und erklärt, wie die Reanimation sein Leben von Grund auf veränderte.

Silla begab sich nach Wiederbelebung in Therapie

Mit einem Blutalkoholwert von 4,8 Promille soll Silla im Jahr 2009 ins Koma gefallen sein und musste reanimiert werden. Zwischenzeitlich galt er sogar als klinisch tot. Danach habe er sein komplettes Leben überdenken müssen, erklärt er nun. In der Folge habe er sich Hilfe bei der Caritas in Berlin gesucht und mit dem Sport angefangen. Der Weg zur wirklichen Abstinenz sei trotz allem ein langer gewesen:

"Dann habe ich einen Schritt nach dem anderen gemacht. Und hatte auch dutzende Rückfälle und Aufenthalte [in der Klinik] und alles kam immer wieder."

Aus der Rap-Szene sei dieser Weg jedoch oft kritisch beäugt worden, so Silla. Zwar habe er viel Zuspruch von Betroffenen bekommen. Zum klassischen Bild eines Rappers, der "Party auf der Yacht" macht, hätte sein Struggle mit Alkohol aber nicht gepasst, sodass "nach außen hin viele Leute nichts mit [ihm] zu tun haben" wollten.

Auch er selbst habe in den Jahren nach seiner Nahtoderfahrung noch mit diesem Bild zu kämpfen gehabt. Inzwischen sei er davon jedoch losgekommen und finde es vor allem beeindruckend, wenn Leute kontinuierlich an sich selbst arbeiten. Egal, ob "die zum Fitness gehen" oder "studieren".

Das neue Interview könnt ihr euch hier anschauen:

Sillas Weg in die Alkoholabhängigkeit

Zu Gast im Livestream von Massiv hatte Silla bereits vor über einem Jahr sehr offen über die Anfänge seiner Alkoholsucht gesprochen. So habe er sich bereits im Alter von gerade einmal 15 Jahren nach einer Trennung in den Alkohol geflüchtet und versucht, seine Gefühle "wegzuspülen".

"Mir wurde als Jugendlicher nie gesagt, dass ich gut so bin, wie ich bin [...] Dadurch, dass ich das in meinem Leben nicht bekommen habe, auch nicht im Erwachsenenalter, war da halt der Alkohol, der mir so ein warmes Gefühl gegeben hat."

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