"Ich war voll in meinem Wahn": Wie Ahzumjot die Arbeit als Executive Producer für Trettmann erlebt hat

Ahzumjot wegen seines bald erscheinenden Albums "Francis" im Interview bei Aria Nejati zu Gast. Dort spricht der Rapper und Produzent über seine Tätigkeit als Executive Producer von Trettmanns EP-Reihe "Your Love is King" – und warum Tretti seinetwegen den "schlimmsten Abend seines Lebens" hatte.

Ahzumjot über ambitionierte Pläne zu Trettmanns "Your Love is King"

Die Zusammenarbeit mit Trettmann sei ein wenig holprig gestartet, wie Ahzumjot im Interview beschreibt. Mit dem 50-jährigen Sänger und Rapper an einem Album zu arbeiten, hätte schon länger auf seiner "Bucketlist" gestanden. Dennoch sei der Start der gemeinsamen Zeit eine "Herausforderung" gewesen. Nicht wegen des "DIY"-Künstlers, sondern wegen des Drucks, den Ahzumjot durch die bisherige Diskografie von Trettmann verspürt hätte. Vor allem eine Live-Performance von "Grauer Beton" auf dem Southside Festival, kurz bevor sie sich gemeinsam auf den Weg nach Frankreich machten, um an "Love is King" zu arbeiten, habe ihm gehörigen Respekt vor dem Projekt verschafft.

"Ich steh' so da und hör so 'Grauer Beton' vor 40.000 Menschen. Wir müssen da rankommen? Ich war so 'Oh mein Gott, das ist unmöglich'."

Deswegen sei Ahzumjots Anspruch gewesen, mit der "Love is King"-EP in eine Richtung zu gehen, die "nichts mehr mit dem bisherigen Trettmann zu tun hat". Er sei mit dem Mindset "Wir machen 'Thriller' jetzt" an die gemeinsame Arbeit rangegangen, um Trettis bisherigen Classics zu toppen. Seine ambitionierten Pläne habe der "Winter tat weh"-Rapper seinem Partner in einem langen Gespräch im Studio "bis tief in die Nacht" präsentiert – jedoch ohne Erfolg:

"Er saß da bei mir auf der Couch im Studio, hat ein Red Bull nach dem anderen getrunken, um mitzuhalten [...] Bis heute ist dieses Gespräch ein Insider, weil er sagte so, das war einer der schlimmsten Abende, die er jemals hatte. [...] Ich war voll in meinem Wahn drinnen."

Denn der "Grauer Beton"-Rapper hatte in den Jahren zuvor eine intensive Zeit mit dem Producer-Kollektiv KitschKrieg, das mit ihm die Alben "DIY", "Trettmann" und "Insomnia" herausgebracht hat. Dementsprechend sei er ausgelaugt gewesen und wollte einfach nur unbeschwert arbeiten und "wieder Spaß an Musik" haben. Außerdem würde Tretti den Druck, seine alte Diskografie toppen zu müssen, nicht mögen. Auch Aria äußert, dass er aus seinem letztjährigen Interview mit Trettmann das Gefühl bekommen hatte, dass er sich in den vergangenen Konzepten seiner Werke mit KitschKrieg "gefangen gefühlt" habe. Ahzumjot teasert jedoch an, dass sich Trettmann jetzt wohl langsam wieder "Blut geleckt" hat und sich dazu bereit fühlt, wieder etwas Ambitionierteres zu produzieren.

Das Interview von Ahzumjot und Aria Nejati könnt ihr euch hier ansehen. Ab 40:47 geht es um die Arbeit mit Trettmann:

Für die Zukunft wünscht sich Ahzumjot übrigens, einmal Executive Producer für ein Album von Apsilon zu sein.

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