Snoop Dogg antwortet auf die Vorwürfe: Nachdem der Death Row Records-Chef bei einem Podcast-Auftritt die Darstellung von Homosexualität in einem Kinderfilm kritisiert hatte, musste sich der Rapper Vorwürfe der Homophobie gefallen lassen. Jetzt äußert sich der Doggfather auf Instagram erstmals selbst zu den Reaktionen auf seine Kommentare – und bittet um Nachsicht.
"Ich war einfach überrumpelt": Snoop Dogg reagiert auf Homophobie-Vorwürfe
In der Kommentarspalte eines Videos, in dem er für seine Aussagen kritisiert wird, berichtet Snoop Dogg, dass er von der Darstellung eines homosexuellen Ehepaars im Film "Lightyear" "überrumpelt" wurde. Der Rapper habe einfach keine Antwort auf die dazugehörigen Fragen seines neugierigen Enkels gehabt. Es sei seine Schuld, dass er "keine Antworten für einen Sechsjährigen" gehabt habe. Er versichert aber, dass alle seine homosexuellen Freunde wüssten, wie er wirklich denke. Snoop Dogg bittet seine Community außerdem, ihm dabei zu helfen, dazuzulernen, da selbst er nicht perfekt sei.
Kurioserweise findet sich auf Snoop Doggs eigenem Social-Media-Account keine Spur von dem Statement. Ein Sprecher des Rappers behauptet gegenüber dem Hollywood Reporter hingegen, dass dieses Statement fake sei und nicht von Snoop Dogg geschrieben wurde. Möglich ist, dass ein Mitarbeiter des Doggfathers Schadensbegrenzung betreiben wollte. Der Kommentar ist, Stand jetzt, trotzdem noch online und führt auch zum verifizierten Instagram-Profil von Snoop Dogg.
Was war passiert? Im "It's Giving"-Podcast hatte Snoop Dogg davon berichtet, von seinem Enkel mit für ihn unangenehmen Fragen konfrontiert worden zu sein, nachdem sie das "Toy Story"-Spin-Off "Lightyear" (2022) geschaut hatten. In dem Film gibt es ein weibliches, gleichgeschlechtliches Ehepaar, das sich auch in einer Szene küsst. Das sorgte vor allem in konservativen Kreisen schon zum Release des Films für Kritik. Snoop dachte wohl auch so: Im Podcast stellte der 53-Jährige klar, dass es für ihn unverständlich ist, dass Kinder schon so früh mit "sowas" konfrontiert werden. Aufgrund des gleichgeschlechtlichen Kusses wurde "Lightyear" sogar in mehreren Ländern verboten.
Der "Lightyear"-Hauptdarsteller Chris Evans sah das 2022 ganz anders: Für ihn seien alle, die die Darstellung homosexueller Beziehungen in Medien kritisieren, "Idioten". Das Ziel sei schließlich, dass die Menschheit irgendwann an einem Punkt ankommt, an dem Mitglieder der LGBTQ-Community als normal gelten. Medienschaffende sollten diesen toxischen Meinungen keine Beachtung schenken, da die Menschen, die daran festhalten, irgendwann "wie Dinosaurier aussterben" würden, so Evans damals gegenüber Reuters.
Snoop Doggs homophobe Aussagen und Lines aus der Vergangenheit haben auch bei der australischen Football-Liga für Aufsehen gesorgt. Dort soll der Rapper eigentlich am 27. September auftreten:
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