Ice Cube dreht anscheinend durch auf Twitter

Ice Cubes Twitter-Grind sorgt aktuell für einiges an Wirbel und Unverständnis. Einerseits gibt der Rapper und Filmstar richtig Gas und supportet die Black Lives Matter-Bewegung ohne Unterlass. Andererseits mischt er leider aber auch sehr viel seltsame Dinge darunter, die dem Ganzen eher nicht zuträglich sind, wie zum Beispiel antisemitische Memes, krude Symbolik und Verschwörungsmythen.

Ice Cubes Twitter-Grind ist seit Kurzem auf einem anderen Level

Ice Cube zeigt sich wenig überraschend solidarisch mit den Black Lives Matter-Demonstrationen. Auf der ganzen Welt protestieren Hunderttausende Menschen gegen (strukturellen, institutionellen, systemischen und persönlichen) Rassismus sowie Polizeigewalt. Das tun sie mittlerweile schon seit mehreren Wochen und ungefähr genau so lange twittert Ice Cube auch schon deutlich mehr als sonst.

Was Ice Cube twittert, ist zum Großteil als sehr positiv zu bewerten. Er stärkt den Demonstrierenden und der gesamten Black Lives Matter-Bewegung den Rücken. Er bekennt sich offen zu den Anliegen, die auf den Protesten vorgebracht werden. Er teilt Videos, um auf Polizeigewalt aufmerksam zu machen, Artikel zum Thema Rassismus und zur Geschichte der Polizei und postet Petitionen.

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Mit einigen Tweets schadet Ice Cube seinen eigenen Bemühungen

Leider schießt Ice Cube im Eifer des Gefechts stellenweise über das Ziel hinaus. Das bedeutet in dem Fall, dass sich einige Memes, Bilder und Posts in seine Posts verirren, deren Bedeutung er vielleicht nicht zu kennen scheint – oder die er anders interpretiert. Jedenfalls gibt es eine Menge Kritik an manchen Tweets.

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Fans machen aufmerksam: Ein paar Ice Cube-Follower weisen den Rapper auf Twitter daraufhin, dass er gleich mehrere ziemlich bekannte antisemitische Memes postet. Die basieren beispielsweise auf dem antisemitischen sowie rassistischen Verschwörungsmythos, dass Menschen jüdischen Glaubens den weltweiten Finanzmarkt kontrollieren würden.

"Hi Cube. Ich bin mir sicher, dass du das nicht realisiert hast, aber das ist ein berühmtes antisemitisches Meme, das du da gepostet hast. Bitte nimm es runter."

Es sei auch einfach unmöglich, Ice Cube überhaupt noch ernst zu nehmen, egal bei welchem Thema:

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Außerdem verbreitet Ice Cube auf seinem Twitter-Account auch Bilder, die im Zusammenhang mit einer russischen Propaganda-Seite stehen sollen. Die nannte sich "Black Matters" oder abgekürzt BM und wurde offenbar bereits 2018 entlarvt: Sie war extra darauf ausgelegt, Unfrieden und Zwietracht in den USA zu säen, wie zum Beispiel die Washington Post berichtet.

Ice Cube Spreads Russian Propaganda and Anti-Semitic Conspiracy on Twitter

Just when you thought 2020 couldn't get any weirder, rapper Ice Cube has shared a meme from a Russian propaganda website that claims Europeans shot the noses off of Ancient Egyptian statues. The meme was made by "Black Matters," a website and Facebook page that purports to be a non-profit news resource for African-Americans but was outed long ago as a Russian-run propaganda tool to manipulate Americans.

Wurde Ice Cube gehackt? Er sagt nein

Die Tweets auf seinem Account haben eine so hohe Frequenz erreicht und sind zum Teil leider so wirr, dass sich einige Follower bereits fragen, ob Ice Cube vielleicht gehackt worden sein könnte. Aber der Schauspieler verneint das und erklärt offensiv, er werde so weitermachen.

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Er sei nicht gehackt worden, spreche für keine Organisation und wolle weiterhin informieren, motivieren sowie einfache Lösungen anbieten. Da liegt vielleicht der Hund begraben: Für so komplexe Probleme, wie wir sie aktuell erleben, gibt es keine einfachen Lösungen (#defundthepolice wäre aber zumindest mal ein Anfang).

Mehr zu den Black Lives Matter-Protesten findet ihr hier:

Black Lives Matter

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Hass-Kommentare gegen Lizzo: Facebook schreitet ein

Hass-Kommentare gegen Lizzo: Facebook schreitet ein

Von Michael Rubach am 18.08.2021 - 13:56

Nach längerer Pause meldete sich kürzlich Lizzo mit ihrer Cardi B-Kollabo "Rumors" zurück. Nach dem Drop des Videos sah sich die Künstlerin zahlreichen negativen Kommentaren ausgesetzt. Dabei ging es nicht etwa um den Song, sondern um Lizzos äußeres Erscheinungsbild. Social-Media-Riese Facebook hat sich den hasserfüllten Posts inzwischen angenommen und diverse Accounts aus dem Verkehr gezogen.

Lizzo bricht in Tränen aus

Allein der Track "Rumors" verdeutlicht, wie Lizzo (jetzt auf Apple Music streamen) die meiste Zeit auf Hate reagiert – mit Humor. Doch die Reaktionen auf ihr neues Video waren dieses Mal offenbar zu viel für die Grammy-Gewinnerin. In einem Instagram-Live-Stream zeigte sie sich in Tränen aufgelöst. All die Negativität ist an ihr nicht spurlos vorbeigegangen:

"Manchmal habe ich das Gefühl, die Welt liebt mich einfach nicht. Es ist so, als ob es egal ist, wie viel positive Energie du in die Welt steckst, du wirst immer noch Leute haben, die etwas Gemeines über dich zu sagen haben. Und zum größten Teil verletzt es meine Gefühle nicht; es ist mir egal. Ich denke nur, wenn ich so hart arbeite, sinkt meine Toleranz. Meine Geduld ist geringer. Ich bin sensibler und es setzt mir zu."

("Sometimes I feel like the world just don’t love me back. It’s like it doesn’t matFanter how much positive energy you put into the world, you’re still going to have people who have something mean to say about you. And for the most part it doesn’t hurt my feelings; I don’t care. I just think when I’m working this hard, my tolerance gets lower. My patience is lower. I’m more sensitive and it gets to me.")

Sie fügte an, dass Dinge über sie in den Raum gestellt würden, die keinen Sinn ergeben. Die Kommentare seien feindlich gegenüber dicken Menschen, rassistisch und verletzend. Wenn man ihre Musik nicht mag, sei das in Ordnung. Auch mit Kritik an "Rumors" sei sie einverstanden, aber viele Personen würden sie einfach nur wegen ihres Äußeren anfeinden. In einem TikTok-Video spekulierte sie zudem über die Gründe für solche Beleidigungen:

"Ich glaube wirklich, dass die Leute einfach nur angepisst sind, eine dicke Schwarze Frau zu sehen, die Popmusik macht und glücklich ist."

("I really think people are just mad to see a fat Black woman that makes pop music and is happy.")

Cardi B steht Lizzo bei – und auch Facebook geift ein

Lizzos Kollabopartnerin Cardi B hat sich via Twitter positioniert. Das Bodyshaming gegenüber Lizzo sowie die Verwendung des Begriffs Mammy seien gemein und extrem rassistisch. Mammy ist eine abwertende Bezeichnung für eine Schwarze Frau, die als Kindermädchen arbeitet. Der Ursprung des Wortes geht auf die Kolonialzeit zurück, in der Sklavinnen in weißen Haushalten die Betreuung der Kinder übernahmen.


Foto:

Screenshots via https://twitter.com/iamcardib

Auch Facebook hat mitbekommen, was rund um Lizzos Song-Release so abläuft. Offenbar wurde entschieden einzugreifen. Wie TMZ berichtet, behält das Unternehmen die Posts von Lizzo auf Facebook und Instagram aktuell besonders im Blick, um auf Hate-Kommentare angemessen reagieren zu können. Einigen User*innen, welche die Community-Richtlinien der Social-Media-Plattform verletzt haben sollen, wurden demnach bereits die Accounts gesperrt.

Lizzo ft. Cardi B - Rumors [Video]


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