Hiphop.de Awards präsentiert von Teufel und Thomann

Hiphop.de Awards 2019: Neue Kategorien, die Jury & die Regeln im Überblick

This time of the year again! Während Rapper im November noch Kandidaten für den Titel Album des Jahres ins Rennen schickten, liefen bei uns die Vorbereitungen für die Hiphop.de Awards 2019 auf Hochtouren. Gemeinsam mit unseren Sponsoren Teufel und Thomann haben wir den großen Jahresrückblick vorbereitet, den wir am Samstag und Sonntag live auf Twitch streamen werden. Für alle, die am Wochenende keine Zeit haben, erscheinen die Videos im Laufe des Dezembers auf unserem YouTube-Kanal. Die weiteren Infos zu den Hiphop.de Awards 2019 haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Jury der Hiphop.de Awards 2019

Wie in den Jahren zuvor, haben wir auch 2019 wieder die geschätzten Kollegen von 16bars, Rap.de, MZEE und der Backspin an Bord – namentlich findet ihr die Juroren in der Liste weiter unten. Für ein möglichst ausgewogenes Bild bei den Nominierungen und dem Jury-Vote haben wir die Runde dieses Jahr um einige Neuzugänge erweitert.

Neu dabei sind unter anderem die Radiomoderatoren Reece (BigFM), Tobi Lee (Jam FM), Claudia Kamieth (Radio Fritz) und Salwa Houmsi (same), die als freie Journalistin auch für andere Medien tätig ist. Außerdem gehören Autoren, Podcaster und Journalisten dazu, die die Szene schon seit Jahren auf unterschiedlichen Wegen begleiten. Durch prominente Gesichter wie Tierstar, JollyJay, Felix Lobrecht und MC Bogy bekommen wir zudem Unterstützung aus der Comedy-, der YouTube- und der Battlerap-Welt. Insgesamt ist die Jury größer und bunter als je zuvor.

Zudem haben wir alle Jury-Mitglieder darauf hingewiesen, sich auch über die Menschen hinter der Musik Gedanken zu machen. Wir haben keinen Rapper prinzipiell von den Awards ausgeschlossen, aber darauf hingewiesen, dass man selbst wissen muss, ob man Leute mit sexistischen, rassistischen oder antisemitischen Tendenzen wirklich seine Stimme geben möchte.

Neue Kategorien

Die meisten Kategorien bleiben wie im Vorjahr erhalten. Wir verabschieden uns allerdings vom Upcoming-Award und aufgrund der Abkehr von klassischen Labelstrukturen auch von der nationalen und der internationalen Label-Kategorie. An diese Stelle tritt die neue Kategorie Macher des Jahres, in der Akteure zur Wahl stehen werden, die dem Jahr durch progressive Ideen und harte Arbeit hinter den Kulissen ihren Stempel aufgedrückt haben.

Ebenfalls neu ist der Award in der Kategorie Bester Lyricist (nur national). Als Gegengewicht zum inhaltlich nicht immer allzu stimulierenden Mainstream wollen wir dort das Spotlight auf diejenigen richten, die auch 2019 noch außerordentlich viel Zeit und Liebe in ihre Texte investieren. Außerdem vergeben wir ab sofort den nationalen Lebenswerk-Award direkt auf Basis der Jury-Nominierungen und interner Diskussionen. Die Kategorie Lebenswerk international gibt es ab diesem Jahr nicht mehr.

Die Kategorie Bester Produzent national ist 2019 powered by Thomann.

So kommen die Nominierungen zustande

Die Nominierungen in den 20 Kategorien wurden von der Jury vorgenommen. In den Wochen vor dem Voting-Start sind alle unten aufgeführten Jurymitglieder dazu aufgefordert, sämtliche Vorschläge für das Jahr einzureichen, von denen der prägendste Teil die endgültigen Nominierungen ergibt.

Ausgezählt und finalisiert werden die Nominierungen durch ein Gremium, bestehend aus der Hiphop.de-Chefredaktion: Aria Nejati, Jonas Lindemann, Clark Senger und Saskia Meister. Einen Einblick in die Diskussionen und Gedanken der Jury bieten die Jahresrückblicke. Dort werden wir dieses Jahr erstmals auch ergänzende Voicemails einiger Jury-Mitglieder zu bestimmten Themen abspielen.

So werden die Gewinner bestimmt

Für die Nominierten werden im nächsten Schritt von dir, Zehntausenden weiteren Rapfans und der Jury Stimmen eingesammelt. Publikums- und Jury-Voting fließen zu je 50 % ins Endergebnis ein und bestimmen so die Gewinner der Awards.

Wenn du es genau wissen willst: Wir erstellen intern je eine Auszählung für die beiden Votings. Der Erstplatzierte erhält je 5-15 Punkte (je nach Kategorie), der Zweite einen weniger und so weiter. Anschließend addieren wir intern die Punkte, so ergibt sich der Gewinner in der jeweiligen Kategorie. Liegen zwei Artists gleichauf, entscheidet das Voting der Fans. Im Januar werden dann die Gewinner bekanntgegeben.

Beim Jury-Voting führen wir dieses Jahr eine Neuerung ein. Anstatt eine Stimme pro Kategorie abzugeben, werden die Jury-Mitglieder ihre Top 3 wählen. Platz 1 bekommt fünf Punkte, Platz 2 zwei Punkte und Platz 3 einen Punkt. Diese Punkte werden in jeder Kategorie für die jeweiligen Nominierten addiert, um die eine Rangfolge für die Punktevergabe (wie oben erklärt) zu erstellen. Was wir uns davon versprechen: Ein aussagekräftigeres Ergebnis. Es kam in der Vergangenheit vor, dass ein Kritikerliebling einen Großteil der Stimmen auf sich vereinte, sodass Nominierte mit ein oder zwei Stimmen schon auf Platz 3 liegen konnten. Durch unsere Änderung und die größere Jury können wir nun auch sehen, wer neben dem klaren Gewinner zu den Favoriten der Jury zählt und diesen Zuspruch ins Ergebnis einfließen lassen.

Für diese Mischung aus Experten-Jury und Voting haben wir uns entschieden, weil wir glauben, so das beste Gleichgewicht zwischen Popularität und Qualität zu finden. Weder sollen die feinen Damen und Herren aus der Jury (also wir und unsere Kollegen) an eurem Geschmack vorbei entscheiden, noch wollen wir, dass immer der mit den meisten Fans gewinnt - dafür gibt es ja die Charts.

Das Voting startet Samstagmittag!

Wonach wir und ihr entscheiden sollten: Wie gut etwas ist, entscheidet. Aber auch, wie viel ein Song, ein Video oder ein Rapper erreicht hat, kannst du bei deinem Voting einfließen lassen. Ein sehr gutes Video, das niemanden interessiert, hat genauso ein Manko wie eins mit 30 Millionen Views, das schlecht ist.

Die Jury

  • Alex Barbian (rap.de / Yo! MTV Raps / nicetry)
  • Aria Nejati (GQ, Zeit, Gruner+Jahr, Hiphop.de)
  • Clark Senger (Hiphop.de)
  • Claudia Kamieth (Radio Fritz)
  • Davide Bortot (Autor)
  • David Molke (Hiphop.de)
  • DJ Ron (Uptown's Finest Podcast)
  • Falk Schacht (Moderator / freier Journalist)
  • Felix Lobrecht (Comedian / Autor)
  • Florence "Lupa" Bader (MZEE)
  • Haci Altinpinar (16bars)
  • Jakob Paur (JUICE)
  • Jan Kawelke (Cosmo / Machiavelli Podcast)
  • Jan Wehn (Autor)
  • Johann Voigt (Freier Journalist)
  • JollyJay (DLTLLY)
  • Jonas Lindemann (Hiphop.de)
  • Jule Wasabi (Podcast-Produzentin)
  • Kevin Rühländer (Backspin)
  • Marcus Staiger (Journalist / Autor)
  • Marvin Schulze (Backspin)
  • MC Bogy (Rapper / Moderator)
  • Michael Rubach (Hiphop.de)
  • Miriam Davoudvandi (Journalistin / DJ)
  • Mr. Rap (YouTuber "Rap Schau")
  • Oliver Marquart (rap.de)
  • Reece (BigFM)
  • Salwa Houmsi (freie Journalistin)
  • Saskia Meister (Hiphop.de)
  • Skinny (rap.de / NICETRY / JUICE)
  • Tierstar (Toptier Takeover)
  • Tobias Willinksi (ThemaTakt Podcast)
  • Tobi Lee (JamFM)
  • Tom Thaler (16bars)
  • Toxik (Hiphop.de)
  • Zino (Backspin)

Die Kategorien

  • Bestes Album National
  • Bestes Album International 
  • Bester Newcomer National
  • Bester Newcomer International
  • Bester Song National
  • Bester Song International
  • Bestes Video National
  • Bestes Video International
  • Bester Live-Act National
  • Bester Live-Act International
  • Beste Gruppe National
  • Beste Gruppe International
  • Bester Produzent National
  • Bester Produzent International 
  • Bester Lyricist
  • Macher des Jahres
  • Lebenswerk (national, ohne Publikumsvoting)
  • Beste Line
  • Bester Rap-Solo-Act National
  • Bester Rap-Solo-Act International

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Das sind die 10 besten Deutschrap-Musikvideos des Jahres

Das sind die 10 besten Deutschrap-Musikvideos des Jahres

Von David Molke am 17.12.2020 - 17:49

Das Jahr 2020 geht zu Ende und damit bricht die Zeit der Jahresrückblicke und Bestenlisten an. Und natürlich vergeben wir auch wieder die Hiphop.de Awards. Unter anderem könnt ihr dabei für das beste Musikvideo des Jahrs abstimmen. Hier stellen wir euch die 10 nominierten Kandidaten vor, die es ins Voting geschafft haben.

Votet hier für die Hiphop.de Awards 2020, wenn ihr schon entschieden habt. Alle Infos zu Jury, Regeln und Kategorien findet ihr in unserer großen Übersicht.

Hiphop.de Awards 2020: Die "Bestes Video National"-Nominierungen

  • Apache 207 – Fame
    (dir. Bertinaxe, prod. Feder Filmproduktion)
  • Bonez MC – Tilidin weg
    (dir. Shaho Casado, prod. alldifferent)
  • Capital Bra – Einsam an der Spitze
    (dir. LEONELRUBEN, prod. Omen & Goodhouse)
  • Cro ft. badchieff – Fall auf
    (dir. & prod. Moonkey)
  • Dardan ft. Gunboi – WHO THE FUCK IS THIS ?
    (dir. Maximilian Buck, prod. oh, boy! films)
  • Farid Bang ft. Kollegah & Fler - Public Enemies
    (dir. Daniel Zlotin, prod. Fati Media Group)
  • Katja Krasavice ft. Fler – Million Dollar A$$
    (dir. Specter Berlin, prod. DRKNSD)
  • Kontra K – Puste sie weg
    (dir. & prod. Shaho Casado)
  • SSIO – TBC
    (dir. Leeroy & Michael Jackson)
  • Ufo361 – Rich Rich
    (dir. 100BLACKDOLPHINS, prod. INMOTION)

Schaut euch die besten Deutschrap-Videos 2020 an:

Apache 207 – Fame (dir. Bertinaxe, prod. Feder Filmproduktion)

Apache 207 hat 2020 Welle gemacht wie sonst kaum jemand. Der Rapper hat aber nicht nur einen Hit nach dem anderen geliefert, sondern auch jede Menge ganz besondere Videos releast, die in Erinnerung bleiben. Selbstverständlich fällt da die Auswahl nicht leicht, aber zum Glück steckt in "Fame" sowieso fast jedes andere Musikvideo, das Apache 207 bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht hat. Apache 207 lässt hier nicht einfach nur seine Karriere Revue passieren, sondern auch seine bisherigen Musikvideos. Das Gesamtbild stammt erneut von Bertinaxe und Feder Filmproduktion.

Bonez MC – Tilidin weg (dir. Shaho Casado, prod. alldifferent)

Die Hiphop.de Awards wären ohne ein nominiertes Shaho Casado-Musikvideo wohl wieder einmal nicht vollständig. In "Tilidin weg" setzen das Dreamteam aus 187 Strassenbande und Shaho Casado ihre Musikvideo-Erfolgsserie fort. Dieses Mal gibt es eine Hommage an Michael Jacksons legendäres "Thriller"-Video samt haufenweise Zombies und einem Bonez MC, der zur Abwechslung mal einigermaßen nachdenklich über Drogen rappt.

Capital Bra – Einsam an der Spitze (dir. LEONELRUBEN, prod. Omen & Goodhouse)

Capital Bra releast gern und oft – manchmal auch einfach nur auf die Schnelle ein Musikvideo aus dem Hotelzimmer, das wie selbst gemacht aussieht. Bei "Einsam an der Spitze" ist das aber anders. Ganz anders: Capi wird gefoltert, muss leiden und flieht im Video vor bewaffneten Verfolgern, läuft im Endeffekt aber vor allem vor sich selbst weg. Die Visuals von LeonelRuben, Omen und Goodhouse bewegen sich auf Kinofilm-Level und Capital Bra serviert dazu entwaffnend ehrliche Inhalte.

Cro ft. badchieff – Fall auf (dir. & prod. Moonkey)

Cro meldet sich gemeinsam mit badchieff und dem Video zu "Fall auf" zurück. Nicht nur die neue Maske zeigt, dass hier wieder mal die nächste Schaffensphase in der Kunst von Cro eingeläutet wird. Der Comeback-Track sieht aber nicht nur bunt und ungewohnt aus, sondern schlägt überraschend andere Töne an, als wir sie bisher von Cro gewöhnt waren. Das Video von Moonkey setzt auf 1990er Jahre-Ästhetik und auffällige Farbakzente.

Dardan ft. Gunboi – WHO THE FUCK IS THIS ? (dir. Maximilian Buck, prod. oh, boy! films)

Dardan und Gunboi liefern einen gemeinsamen Track, der ordentlich nach vorne geht und die 808 Mafia die passenden Drums dazu. Die größte Ehre und Aufmerksamkeit gebührt hier aber ganz klar dem Video. Maximilian Buck und oh, boy! Films zimmern dem Song ein wildes, dreckiges Gerüst zusammen, das es in sich hat. Das Ganze sieht aus, als wäre es einem dystopischen SciFi-Film aus den 80ern entsprungen, wirkt irgendwie ziemlich verstörend und bewahrt sich dabei trotzdem seinen Humor.

Farid Bang ft. Kollegah & Fler - Public Enemies (dir. Daniel Zlotin, prod. Fati Media Group)

Farid Bang, Fler und Kollegah machen Filme. Aber ausnahmsweise nicht mehr gegeneinander, sondern jetzt miteinander. Nach jahrelangem Beef und Sticheleien in alle Richtungen gibt es die drei Rapper jetzt also tatsächlich auf einem gemeinsamen Track zu hören und in einem Video zu sehen. Das Schauspieltalent der drei Herren wird in einem Blockbuster-Actionfilm von Daniel Zlotin standesgemäß in Szene gesetzt.

Katja Krasavice ft. Fler – Million Dollar A$$ (dir. Specter Berlin, prod. DRKNSD)

Für den Mix aus Katja Krasavice und Fler greift Ex-Aggro Berlin-Mastermind Specter ganz tief in die Trickkiste. Hier gibt es einfach alles: Einhörner, weiße Tauben, Schlangen, Tiger, Haifische, Cardi B-Hommagen noch und nöcher, eine Prise Moulin Rouge-Optik samt opulentesten Ausstattungen sowie natürlich jede Menge Starpower. Mittendrin lässt Fler mit Katja die Korken knallen und mehr Aufwand lässt sich für ein Deutschrap-Video wohl nur schwer betreiben.

Kontra K – Puste sie weg (dir. & prod. Shaho Casado)

Noch mehr Tiere im Video bietet wohl nur Kontra K. Der hat von Shaho Casado wieder einmal ein Musikvideo der Extraklasse für "Puste sie weg" produziert bekommen. Darin hängt Kontra K mit Schlangen, bewaffneten Reitern und vor beeindruckenden Kulissen. Am Schluss nimmt das Musikvideo völlig utopische Ausmaße an, wenn Kontra K im Auge des Sturms chillt. Besonderer Respekt gebührt dem Typen, der da Klimmzüge an der Brücke macht.

SSIO – TBC (dir. Leeroy & Michael Jackson)

SSIO lässt seinem Spaß an der Sache auch im Video zu "TBC" freien Lauf. Das heißt, dass er selbst fast jede einzelne Rolle darin spielt und haufenweise wilde Dinge veranstaltet. Einen Großteil seiner Faszination zieht diese vor allem witzige Achterbahnfahrt aus dem Face App-Effekt, der SSIO unter anderem in Post Malone, Vin Diesel, Mr. Bean, Jack Sparrow oder auch Xatar verwandelt. Die Stillleben-artigen Szenen setzem dem Leeroy- und Michael Jackson-Kunstwerk dann das Sahnehäubchen auf.

Ufo361 – Rich Rich (dir. 100BLACKDOLPHINS, prod. INMOTION)

Ufo361 stellt ein ganz eigenes Level dar, wenn es um Deutschrap-Erfolgsgeschichten geht. Mit ihm reden wird schwierig wegen Status, aber sein Fahrer werden geht vielleicht. Diesen Status zementiert das 100BlackDolphins-Video. Das Ergebnis macht dem Titel "Rich Rich" alle Ehre: Mehr Drip als das ganze Geld einfach verbrennen geht eigentlich nicht. Diese Ästhetik sucht definitiv ihresgleichen und passt damit natürlich perfekt zu Ufo361 und dem gleichnamigen Album.

Welches Musikvideo hat euch 2020 am besten gefallen? Wofür votet ihr?

Vote hier für die Hiphop.de Awards 2020!

Dieses Jahr war anders, aber die Hiphop.de Awards 2020 lassen sich davon nicht unterkriegen. Zum inzwischen 16. Mal suchen wir zusammen mit euch die Künstler*innen, welche die vergangenen zwölf Monate dominiert haben. Mit eurer Stimmabgabe steht und fällt das Ergebnis.


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