Doku erzählt die Geschichte von Hiphop in der DDR

Hiphop kennt keine Grenzen (oder Mauern) – das zeigt eine Doku über den Einfluss der Jugendkultur auf die Kids der DDR. In "Hiphop und die DDR" sprechen Zeitzeugen über ihre Faszination für das, was in den Achtzigern aus den Staaten den Weg nach Europa gefunden hat. Der Film lief erstmals 2019 im MDR.

Alltag in der DDR: Hiphop unter staatlicher Aufsicht

Die Protagonisten der Doku berichten von ihren ersten Berührungspunkten mit Hiphop in einer Republik, die allem aus dem Westen per se kritisch gegenüberstand. Ein passendes Outfit zum Breakdancing zu ergattern, wird hier bereits zur Herausforderung. Turnschuhe und eine Jogginghose sind nicht so leicht zu bekommen. Tanzen in der Öffentlichkeit zu Musik aus den Staaten steht unter Verbot. Doch das "Stück Westen" und die damit verknüpfte "persönliche Freiheit" lassen sich die Jugendlichen nicht mehr nehmen. Auf kreative Weise wird der Lifestyle aus den USA aufgegriffen: Mit Markierungsspray bringen Sprüher in der DDR beispielsweise Graffiti an die Wände.

Ein einschneidendes Erlebnis stellt für die Teilnehmer der Doku der Film "Beat Street" dar. Der Streifen sei "die Droge" der Zeit gewesen. Zigfach sei man damals ins Kino gegangen, um die Moves nachvollziehen zu können, die sich da auf Leinwand abspielten. Auch Rap-Acts hat die DDR hervorgebracht. Ein Mitglied der Three M-Men erinnert sich an die ersten Gehversuche am Mic. Der Film von Camilo Rodriguez zeichnet das Bild einer vitalen Kultur, die sich selbst von den besonderen politischen Umständen nicht ausbremsen ließ. Bis zum 28. April 2021 ist die Doku noch in der ARD-Mediathek abrufbar.

Hip Hop und die DDR

Eine kurze Umfrage zum Schluss

Wir würden uns riesig freuen, wenn du uns ein paar Fragen beantworten könntest. Die Umfrage kann in 10 Minuten ausgefüllt werden und all deine Angaben werden uns anonym übertragen. Vielen Dank im Voraus!

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

J. Cole hat seinen Frieden mit dem Ruhestand gemacht

J. Cole hat seinen Frieden mit dem Ruhestand gemacht

Von Till Hesterbrink am 11.05.2021 - 12:56

J. Cole veröffentlicht eine Dokumentation zu seinem Freitag erscheinenden Album "The Off-Season" unter dem Namen "Applying Pressure". In der knapp viertelstündigen Doku thematisiert Cole den Entstehungsprozess seines neuen Werkes und die damiteinhergehenden Hürden.

J. Cole droppt "Applying Pressure: The Off-Season"

Zu Beginn der Doku erklärt J. Cole (diesen Artist auf Apple Music streamen) seinem "A Lot"-Featurepartner 21 Savage, warum er sein neues Album "The Off-Season" genannt hat. So habe er sein erstes Mixtape "The Warm-Up" genannt, da er, nachdem er die Uni abgeschlossen hatte, auf der Suche nach einem Fokus im Leben war. Dabei habe er sich entschlossen, nicht mit seiner Musik scheitern zu wollen und so unglaublich viel Arbeit in seine Projekte gesteckt. Mit der gleichen Mentalität soll auch sein neues Werk nun entstanden sein, darum habe er sich für einen thematisch passenden Namen entschieden.

Zudem kommt Cole auch auf seinen mehrfach angeteasten Ruhestand zu sprechen. So erklärt er, dass es sein Ziel sei, davor noch ein Mal alles zu geben und ein neues Skill-Level zu erreichen. Ob mit dem letzten Mal "The Off-Season" gemeint ist, lässt er dabei offen. Er habe allerdings bereits seinen Frieden damit gemacht, in näherer Zukunft das Rap-Game hinter sich zu lassen.

"Jetzt, wo die Möglichkeit real erscheint, das hier nicht mehr zu machen, habe ich meinen Frieden damit gemacht. Ich bereue es nicht."

"Now that the possibility of not doing this sh*t, this seems real and I’m at peace with that. I don’t have a regret."

Aktuell ebnet J. Cole den Weg zu einer neuen Karriere. Er soll zeitnah bei einem professionellen Basketballspiel in Ruanda als Spieler auflaufen.

J. Cole vor Debüt in der Basketball Africa League?

J. Coles Traum vom professionellen Basketball könnte sich zeitnah erfüllen. Eine Zeitung aus dem ostafrikanischen Land Ruanda berichtet, dass der US-Rapstar für ein Team in der Basketball Africa League auflaufen wird. Dazu liefert The New Times Videomaterial, das J. Cole (diesen Artist auf Apple Music streamen) in Ruanda zeigen soll.


J. Cole - Applying Pressure: The Off-Season Documentary

Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)