Herr Kuchen erhebt schwere Gewaltvorwürfe gegen AssiH – der reagiert

Seit August haben Herr Kuchen und Aytee ihren gemeinsamen "Babbel doch net"-Podcast. Die neueste, kürzlich abgedrehte Folge werden die beiden aber nicht veröffentlichen. In dieser wäre AssiH zu Gast gewesen. Der Rapper soll im Anschluss an die Podcast-Aufnahme angeblich gewalttätig gegenüber einer Frau geworden sein, wie Herr Kuchen in einem längeren Statement auf Instagram schildert. Beide Hosts distanzieren sich von ihrem Gast. AssiH hat in der Zwischenzeit eine Antwort auf die Vorwürfe veröffentlicht.

Herr Kuchen & Aytee distanzieren sich von AssiH

Herr Kuchen begründet in dem Video zunächst, wieso sie AssiH überhaupt in den Podcast eingeladen hatten. Denn schon zuvor hätten diverse Anschuldigungen gegen den Rapper im Raum gestanden. Demzufolge seien die beiden Podcast-Hosts mit kritischen Fragen in die Aufnahme gegangen, um AssiH die Möglichkeit zu geben, selbst zu Wort zu kommen. Diese Chance habe er aus Sicht von Herr Kuchen allerdings kaum genutzt. Den Fragen sei er eher ausgewichen.

Nach der Aufnahme des Podcasts waren sie in einer anscheinend etwas größeren Gruppe in Frankfurt unterwegs. In einer Kneipe habe zunächst auch ausgelassene Stimmung geherrscht. Dann sei es aber zu einem Vorfall mit einer Frau aus der Gruppe gekommen, der Herr Kuchen offenbar schon misstrauisch gemacht hat.

"Irgendwie scheint die eine weibliche Person gerülpst zu haben und das so in die Richtung von AssiHs Gesicht. Der war wirklich direkt auf 180. Ich hab sofort erkannt: 'Okay, irgendwas stimmt hier nicht.' Ich bin dazwischen, um die Situation zu schlichten."

Die beiden hätten sich anschließend wieder vertragen. Als die Gruppe später gemeinsam nach Hause fahren wollte, sei die Situation dann aber endgültig eskaliert: AssiH und die Frau hätten ein wenig "rumgekabbelt", wobei der Rapper wohl ein wenig nach hinten gestolpert sei, in Richtung einer Altpapiertonne. Herr Kuchens Schilderung zufolge soll er sie danach getreten und ihr ins Gesicht geschlagen haben. Diese sei dann rückwärts zu Boden gefallen, habe eine blutige Nase gehabt und geweint.

Herr Kuchen sei wieder dazwischen gegangen, diesmal habe er den Rapper angeschrien und zur Rede gestellt. Die beiden hätten noch lange über den Vorfall diskutiert, AssiH beharrte laut Herr Kuchen aber darauf, dass die Frau angefangen habe. Am nächsten Morgen wollen die Podcast-Hosts ihm gespiegelt haben, dass er eine Grenze überschritten habe und sie die Folge mit ihm nicht veröffentlichen werden können.

Herr Kuchen betont, dass Kunstfreiheit kein Freifahrtsschein für problematisches Verhalten im echten Leben sei. AssiH ist wegen seiner Songtexte umstritten, da sie in eine frauenverachtende Richtung abdriften. Und, wie zu Beginn erwähnt, hätten ohnehin bereits Vorwürfe von anderen Personen im Raum gestanden. Wer sich jetzt noch mit AssiH solidarisiert, so Herr Kuchen, trage dazu bei, dass dieser weiterhin ein derartiges Verhalten an den Tag legen könne.

Als weitere Konsequenz hat Herr Kuchen "Daily Bizznes", seinen gemeinsamen Song mit AssiH, von allen Streaming-Plattformen runtergenommen. Aytee schließt sich dem Statement in seiner eigenen Instagram-Story an und distanziert sich dabei ebenso klar von dem Podcast-Gast.

In seiner Story hat Herr Kuchen in der Zwischenzeit einen Aufruf gestartet: "Wenn ihr reden möchtet oder selber einen Vorfall mit AssiH hattet, wir geben euch in unserem Format eine Stimme." Sein Zwischenfazit: "Wir bekommen gerade immer mehr Nachrichten von Opfern, die lange geschwiegen haben. Das ist so unglaublich wichtig."

Das Statement von Herr Kuchen kannst du dir hier anschauen:

Die Antwort von AssiH

AssiH streitet die Vorwürfe in seinem eigenen Statement nicht ab, wirft Herr Kuchen aber vor, dass dieser bei seiner Schilderung "sehr viel ausgelassen und aus dem Kontext gerissen" habe. Zunächst stellt er klar, dass es sich hierbei nicht um irgendeine Frau, sondern um die Schwägerin des Podcast-Hosts gehandelt haben soll. Diese sei laut AssiH bereits bei ihrer Ankunft alkoholisiert gewesen und habe ihn von Beginn an provoziert. Unter anderem habe sie ihn in den Schwitzkasten genommen, was er zunächst "als spielerisch abgetan" habe. 

In der Kneipe sei es dann zu der von Herr Kuchen beschriebenen Situation gekommen, die fürs Erste auch geschlichtet werden konnte. Den anschließenden Nachhauseweg beschreibt AssiH aber anders: Er behauptet, dass die Frau ihn absichtlich in Richtung der Mülltonne geschubst habe. Als er sie daraufhin angeschrien habe, sei er erneut von ihr geschubst worden. AssiH räumt ein, dass er die Frau danach in der Tat weggetreten habe. Die Frau sei danach mit erhobenen Händen auf ihn zugelaufen und AssiH habe sie geschlagen, wobei sie zu Boden gefallen sein soll.

"Ich wehre mich", sagt AssiH abschließend, der seiner Ansicht nach aus Notwehr gehandelt habe. In einer vergleichbaren Situation würde er immer wieder so reagieren.

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