Hamburger Polizei bringt Schießerei mit 187 Strassenbande in Verbindung: Bonez MC reagiert

Die MOPO berichtet, es sei gestern zu einer Schießerei vor einer Shishabar im Hamburger Stadtteil Barmbek gekommen. Unbekannte hätten Schüsse auf den Wirt abgefeuert. Dieser sei aber zum Glück unverseht geblieben.

In einem Foto des Artikels, das die 187 Strassenbande auf Facebook gepostet hat, kann man lesen, dass die Rapper mit dem Vorfall in Verbindung gebracht werden sollen. Dort heißt es:

"Vor der Bar wurde ein weißer Bentley untersucht und sichergestellt. Das Kennzeichen des Autos soll auf die 187 Strassenbande schließen lassen."

In der Online-Version des Artikels werden die 187ers hingegen nicht mehr erwähnt. Auf Nachfrage konnte Herr Duckert von der Hamburger Polizei Hiphop.de keine weiteren Auskünfte geben, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.

Der 187-Leader Bonez MC befürchtet nun, dass die Polizei seine Wohnung stürmen könnte, während er im Thailandurlaub ist. Bereits vorgestern postete der Rapper das Foto eines Briefs (unten verlinkt), den er Zuhause für einen ähnlichen Fall vorbereitet hatte. Als er und Gzuz nämlich auf Jamaika gewesen seien, hätten Polizisten bei ihm bereits nach einer AK47 gesucht, schrieb er darin und entschuldigte sich provisorisch für die Unordnung.


Foto:

Screenshot: 187 Strassenbande auf Facebook - http://bit.ly/2hD2p3J

Brief an die Polizei: Bonez MC sorgt (mal wieder) für den Post des Tages

Bonez MC hat das erfolgreichste und turbulenteste Jahr seines Lebens hinter sich. Nach etlichen Videodrehs, Auftritten und Charterfolgen sowie insgesamt vier Goldplatten geht es standesgemäß zum Abschluss nach Thailand...

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Prozess gegen Gzuz: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe

Prozess gegen Gzuz: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe

Von Michael Rubach am 09.09.2020 - 14:41

Im Prozess gegen Gzuz plädiert die Staatsanwaltschaft für eine Freiheitsstrafe. Dem Hamburger Rapstar könnten 14 Monate im Gefängnis bevorstehen – eine weitere Bewährungsstrafe ist für den Staatsanwalt keine Option. So berichtet es unter anderem der Spiegel.

Gzuz entschuldigt sich für sein Verhalten

Bevor die Verhandlung am gestrigen Dienstag am Hamburger Amtsgericht fortgesetzt wurde, ließ Gzuz offenkundig über seinen Anwalt mitteilen, dass er sein Benehmen am vergangenen Prozesstag bereue. Gzuz flog Mitte August aus dem Gerichtssaal. Der 187er "bedauert sein Verhalten". Die damalige Befragung seiner Verlobten habe ihn sehr verärgert – das rechtfertige seinen Auftritt jedoch nicht.

Diese Entschuldigung verhindert nicht, dass die Staatsanwaltschaft einen ziemlich eindeutigen Standpunkt einnimmt: Sie hält Gzuz in sämtlichen Anklagepunkten für schuldig. Ihm wird unter anderem Waffenbesitz, Drogenbesitz sowie versuchter Diebstahl vorgeworfen. Eine Strafanzeige wegen Körperverletzung wurde während der Verhandlung zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft könne im Hinblick auf die ständigen Konflikte von Gzuz mit dem Gesetz zudem keine positive Sozialprognose stellen. Selbst bei laufender Bewährung werde der 187er immer wieder straffällig.

Gzuz' Verteidiger argumentiert - ebenfalls in allen Anklagepunkten - für einen Freispruch. Der Anwalt erkennt darüber hinaus eine gewisse Ungleichbehandlung, die auf die Prominenz und auf das Image seines Mandanten zurückzuführen sei: "Bei jedem anderen im Saal wäre ein solches Verfahren eingestellt worden". Diverse Zeugen haben während der Verhandlung zu Gunsten von Gzuz ausgesagt.

Gzuz wegen Drogen & Waffen vor Gericht: Zeugen entlasten ihn

Dritter Verhandlungstag für Gzuz: Das 187 Strassenbande-Mitglied hatte heute erneut ein Gastspiel vorm Amtsgericht Hamburg. Dabei sorgten zwei ungeladene Zeugen für ordentlich Wirbel, wie Tag24 berichtet. Der Richter fühlte sich gar wie "bei RTL2". Was wird Gzuz vorgeworfen? Einiges.

Das verdient Gzuz offenbar im Monat

Wie die Hamburger Morgenpost ausbreitet, soll Gzuz durchschnittlich 100.000 Dollar im Monat allein vom Major Universal erhalten. Seit der Corona-Pandemie seien die Zahlungen des Labels außerdem "exorbitant in die Höhe geschnellt". Des Weiteren hebe der Rapper regelmäßig mehrere tausend Euro Bargeld ab.

In Anbetracht einer möglichen Geldstrafe ist eine solche Offenlegung der Einkommensverhältnisse von Bedeutung. Der Richter habe den Tagesverdienst von Gzuz nach dem Checken der Kontodaten und abzüglich der Steuern sowie Management-Kosten schließlich auf 1.000 Euro geschätzt. Der Anwalt von Gzuz stellt eine abweichende Rechnung auf. Er gehe eher von 700 Euro aus.

Ein Urteil in dem Prozess soll am 29. September fallen.


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