Haftbefehl & PA Sports ziehen Schlussstrich unter Beef-Historie

In aller Deutlichkeit haben PA Sports und Haftbefehl klargemacht, dass es zwischen ihnen keinen Streit mehr gibt. Schon Ende 2015 hatte sich die Lage merklich beruhigt. Dennoch scheint es PA ein inneres Bedürfnis gewesen zu sein, einen weiteren eindeutigen Haken hinter die bewegte Vergangenheit zu setzen. Haftbefehl hat sich ebenfalls in der Angelegenheit bereits zu Wort gemeldet.

Haftbefehl reagiert auf PA Sports Entschuldigung

Für seinen "Seelenfrieden", "Aykut" und "Allah" wählt PA in seiner Insta-Story den Weg der öffentlichen Entschuldigung. Dabei gibt er sich reflektiert und erklärt, dass er in seinem jetzigen Alter die Reife besitze, um sich einzugestehen, "dass das, was früher passiert ist, falsch gewesen ist." Jugendlicher Übermut und die Suche nach Competition hätten ihn damals angetrieben. Heute distanziert sich PA nun von dem Beef mit Haftbefehl und allen dazugehörenden Begleitumständen.

"Am Ende des Tages hab ich Aykut ohne triftigen Grund angegriffen und hab' die Negativität angezogen. Natürlich wurden mir daraufhin auch Sachen an den Kopf geworfen und ein riesiger Streit ist entstanden, der sich über Jahre hinweg gezogen hat. Aber ich will das nicht mehr."

2012 verteilte PA auf "100 Bars Reloaded" einen Seitenhieb an seinen Kollegen. Drei Jahre später rappte PA auf dem Disstrack "250 Bars Payback" dann vor allem über seine damaligen Probleme mit Haftbefehl und dessen jüngeren Bruder Capo ein. Der Streit zwischen den Parteien ging wohl soweit, dass ein Auftritt von PA in Frankfurt nicht wie angedacht stattfinden konnte. Im gleichen Jahr folgte schließlich eine beidseitige Friedensbekundung.

Deutschrap-Beef hat keine Gewinner mehr (Meinung)

Wisst ihr noch, 2016? Fler gegen Kollegah, ein episches Interview, ein epischer Berlin-Tourblog, Live-Performance von "Fanpost" im Tempodrom. Auch wenn Kolle für viele als der Sieger des Social-Media-Beefs dastand, kann man aus heutiger Perspektive sagen, dass beide Seiten mit einem positiven Ergebnis aus der Sache gehen konnten.

2016 erzählte PA bei uns im Interview, dass er die gesamte Situation mit ein wenig Abstand anders angegangen wäre. 

"Ich bereue nicht in dem Sinne, dass ich was getan hab'. Ich stehe hinter dem, was ich tue. Aber jetzt, wo ich vier Jahre älter bin, würde ich das vielleicht nicht nochmal so machen."

Von jener angespannten Atmosphäre ist nichts mehr übrig. Stattdessen gibt der Essener Rapper eine Hörempfehlung für das "Das weisse Album" von Baba Haft ab und bekräftigt seine entschuldigenden Worte. Zusätzlich richtet er noch Grüße nach Frankfurt aus. Bei Haftbefehl ist die Botschaft des Life Is Pain-Bosses angekommen. Er bestellt ebenfalls via Instagram Grüße und fügt kurz und knapp hinzu, dass alles gut sei. Damit ist die Sache wohl endgültig aus der Welt.


Foto:

Screenshot via instagram.com/haftbefehl

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Young Thug tobt wegen Pusha Ts neuem Drake-Diss

Young Thug tobt wegen Pusha Ts neuem Drake-Diss

Von Michael Rubach am 08.07.2020 - 11:36

Ein offiziell nicht releaster Pop Smoke-Song erhitzt die Gemüter. Auf dem geleakten Track, der wohl "Paranoia" heißt und vorerst nicht auf dem posthumen Album "Shoot For The Stars Aim For The Moon" zu finden ist, sind neben Pop Smoke noch Young Thug, Gunna und Pusha T zu hören. Letzterer hat seinen Beitrag mutmaßlich dafür genutzt, erneut in Richtung von Intim-Feind Drake zu feuern. Das schmeckt Young Thug wiederum überhaupt nicht.

Young Thug respektiert Pusha Ts Verse nicht

Pusha Ts Verse geht wohl auf ein unschönes Ereignis in Drakes Heimatstadt Toronto ein. 2018 kam es bei einem Gig von Pusha zu einem Zwischenfall, der seinerzeit auch Kanye West auf die Palme brachte. Mehrere Besucher versuchten damals, die Bühne zu stürmen. Sie hatten es dem Vernehmen nach auf Pusha T abgesehen. Drake soll hier angeblich seine Finger im Spiel gehabt haben. Auf diese Angelegenheit spielt Pusha wohl an, wenn er unter anderem rappt:

"Let 'em rush the stage when you made like Sinatra / Only to hide the blade flyin' back through LaGuardia"

Als Young Thug mitbekam, welche Inhalte sein Kollege auf dem Track transportiert, droppte er ein Statement auf Instagram. Er respektiere den Beitrag von Pusha nicht. Er und Gunna haben nichts mit diesem Beef zu tun. Hätte er gewusst, dass Pusha sich so verhält, wären von seiner Seite noch Änderungen vorgenommen worden.


Foto:

Screenshot via instagram.com/thuggerthugger1

Pusha T frontet Drake & Young Thug

Eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In mehreren Insta-Storys machte Pusha T seinen Standpunkt klar. Er erklärte, dass niemand gewusst habe, über was er in seinem Verse rappt. Sogar die Verantwortlichen des Labels hätten keine Ahnung, um was es sich dort genau dreht. Sie würden nur annehmen, dass es um den Beef mit Drake ginge, weil er es ihnen gesagt habe.

Mit er ist offenbar Drake gemeint. Von solchen "Police n***as" distanziere Pusha T sich. Drake habe schon auf gleiche Weise dafür gesorgt, dass ein Gast-Verse von Pusha auf "Maybach Music VI" verschwinde. Der Track ist auf Rick Ross' Album "Port of Miami 2" vertreten und hält Lil Wayne und John Legend als Features bereit. Dort wurde ebenfalls angenommen, dass Pusha in seinem schließlich heruntergenommenen Part unterschwellig gegen Drake austeilt. Der Beef zwischen Drake und Pusha gipfelte 2018 in dem Track "The Story of Adidon". Im Song wurde unter anderem exposed, dass Drake Vater eines Sohnes ist.

Die drei gemeinsten Minuten des Sommers: Wie Pusha T Drake mit seinem neuen Disstrack zersägt

Das Battle zwischen Drake und Pusha-T hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Nachdem Pusha auf "Infrared" Drake erneut mit Ghostwriting-Vorwürfen konfrontierte und der Kanadier mit "Duppy Freestyle" antwortete, kontert der G.O.O.D. Music-Rapper nun mit "The Story of Adidon".

Zusätzlich ist es Pusha T noch wichtig zu betonen, dass er den Respekt von Young Thug nicht benötige. Dem Management von Pop Smoke schlägt Pusha vor, seinen Part einfach vom Track zu nehmen. Er wolle weitere Verwirrung vermeiden.

Young Thug vs. Pusha T: "Mach den Dreck auf deinem eigenen Song!"

Young Thug kann mit diesen Äußerungen nur bedingt etwas anfangen. Er findet den Move von Pusha ausschließlich belastend. Für ihn hat Pusha mit dem Disstrack "The Story of Adidon" bereits alles gesagt, was es zu sagen gibt. Das permanente Anspielen auf Drake empfindet der Thugger als vollkommen unnötig. Mehr noch: Für ihn buhlt Pusha T nun auf dem Nacken eines Verstorbenen um Aufmerksamkeit.

"Du hast nur das Gefühl, dass du nicht genug Views für deinen eigenen Scheiß bekommen würdest, also bist du gekommen und hast ein bisschen Scheiße auf das Album eines Verstorbenen gebracht. Der Versuch einen kompletten Vibe zu zerstören, weil du das Gefühl hast, dass es die perfekte Plattform ist. Thug, Gunna und Pop Smoke. Dies ist die perfekte Plattform, um ihn in den Arsch zu treten [...]. Mach den Dreck auf deinem eigenen Song!"

("You didn't even have to do all that. You just feel like you wouldn't get enough views on your own sh*t, so you came and put some bullsh*t on a whole 'nother n*gga who's resting in peace music. Trying to f*ck up a n*gga whole vibe 'cause you feel like it's the perfect platform. Thug, Gunna, and Pop Smoke. This is the perfect platform to go at this n*gga ass [..] Do that sh*t on your own song!")

Young Thug ist bisher eigentlich nicht dafür bekannt gewesen, sich übermäßig stark in Beefs aufzureiben Dieses Jahr scheint er allerdings Gefallen an der öffentlichen Konfrontation gefunden zu haben. Mit French Montana hatte er auch schon eine Auseinandersetzung.

Mehr Hits als Kendrick Lamar? Young Thug wütet gegen French Montana

French Montana und Young Thug tragen aktuell einen intensiven Social-Media-Beef aus - ein Beef, der vor Beleidigungen jeglicher Art anscheinend nicht zurückscheut. Grund dafür ist French Montanas enorme Selbstsicherheit. Am vergangenen Dienstagabend hat der New-Yorker-Rapper seine Twitter Community nämlich mit dem Statement unterhalten, dass er mehr Hits hätte als Kendrick Lamar.


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