Haftbefehl enthüllt, wie es nach der Netflix-Doku für ihn weiterging

In der jüngsten Folge ihres gemeinsamen Podcasts "Nina & Aykut" sprechen Haftbefehl und seine Frau über die vielen Therapieversuche und Rückfälle des Rappers, die sich noch bis weit ins letzte Jahr gezogen haben. De facto sogar noch bis nach den Dreharbeiten seiner Netflix-Doku. Dabei geht es auch um Xatar und welchen Einfluss dessen Tod auf den Besserungsprozess von Haft hatte.

Haftbefehl nach Dreharbeiten der Netflix-Doku rückfällig geworden

Die erste Therapie, die Haftbefehl im Zuge seiner Drogensucht anfing, führte ihn zum Starnberger See nahe München. Neffi Temur hatte ihn nach seinem berüchtigten Auftritt in Mannheim dorthin gebracht. Haftbefehl habe laut eigener Aussage erstmal eine Woche durchgeschlafen, die Behandlung danach aber abgebrochen.

Die darauffolgende Therapie in Istanbul, in die ihn sein jüngerer Bruder Capo gelockt hatte, habe zunächst vielversprechend gewirkt. Nach dem gut zweimonatigen Aufenthalt habe er sich besser gefühlt, auch habe er in der Zeit "extrem zugenommen". An diesem vermeintlich hoffnungsvollen Punkt endete auch die

In dem Podcast enthüllt Haftbefehl nun, dass er danach wieder rückfällig geworden ist. Allerdings erst, nachdem seine Nase erstmals operiert worden war. Er habe einen "Ultraf*ck" gegeben und wieder angefangen, zu konsumieren. Im Ergebnis sei seine Nase "direkt eingekracht". Eine weitere Therapie in Villingen-Schwenningen habe zunächst ebenfalls keine Abhilfe schaffen können. Nach zwei Tagen sei er dort wieder "abgehauen".

"Klick gemacht" habe es bei Haftbefehl erst nach seinem gut zweimonatigen Koma im letzten Jahr. Er sei danach noch sechs Wochen in einem Frankfurter Krankenhaus und anschließend weitere sechs Wochen in Therapie gewesen, die bis dato auch erfolgreich sei. Er erklärt, dass unter anderem eine Suchtverlagerung zu dem Erfolg beigetragen habe: Marihuana statt Kokain. Wer kifft, habe keine Lust mehr aufs Koksen, so Hafti. Mittlerweile ist Kokain für ihn "der letzte Dreck".

Allein hätte er diesen Weg jedoch auf keinen Fall gemeistert, sagt Haftbefehl. Besonders der Tod von Xatar hat ihn wohl sehr getroffen. Denn der sei "im Musikgeschäft eigentlich [sein] bester Freund gewesen". Im Mai vergangenen Jahres ist der Alles oder Nix-Gründer verstorben – nicht an Drogen, stellt Haftbefehl ausdrücklich klar. Offenbar hat dieser Verlust aber zumindest ein Stück weit für einen Wendepunkt gesorgt.

"Als ich ihn verloren hab', bin ich ja ins Koma gefallen. Und da hab' ich gesagt: [...] Das wars'. Ich möchte mit dem Sche*ß nichts mehr zu tun haben."

Auch Nina betont, dass ihn das zurück in die Realität geholt habe. Mittlerweile gehe es Haftbefehl laut eigener Einschätzung gut. "Man hat wieder Lebensfreude" und könne auch die kleinen Dinge im Leben genießen, etwa die Kinder von der Schule heimkommen zu sehen oder auch einfach etwas zu essen. Gegen Ende der Folge bedankt er sich namentlich bei einigen Ärzten, die ihn durch seine schwersten Zeiten begleitet haben.

Eine weitere Therapie sei laut Haftbefehl vorerst nicht geplant. Dafür sehe er zurzeit keinen Bedarf. Er würde weder Kokain noch Alkohol konsumieren. Seinen Fokus habe er stattdessen auf Boxsport und gesunde Ernährung verlagert. Allen, die mit Suchtproblemen zu kämpfen haben, rät er aber immer noch dringend zu einer Therapie.

Die gesamte Podcast-Folge kannst du dir hier anhören:

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