Gzuz fliegt offenbar bei eigener Verhandlung aus dem Gerichtssaal

Gzuz von der 187 Strassenbande soll bei seiner eigenen Gerichtsverhandlung einen Platzverweis erteilt bekommen haben. Aufgrund vieler Zwischenfragen und "ungebührlichen Verhaltens" sei er dem Saal verwiesen worden, berichtet unter anderem der Spiegel unter Berufung auf eine dpa-Pressemitteilung.

Richter schließt Gzuz offenbar von seiner eigenen Verhandlung aus

Weil Gzuz seine Gerichtsverhandlung anscheinend immer wieder mit Zwischenfragen gestört hat, wurde er zunächst mehrfach vom Richter gerügt. Der Rapper soll auch den Staatsanwalt geduzt haben, weswegen er wohl eine Strafe zahlen musste. Letztlich wurde er dann offenbar wegen seines ungebührlichen Verhaltens des Saales verwiesen.

Im Anschluss daran soll die Lebensgefährin des Rappers zu Wort gekommen sein. Sie habe Gzuz mit ihren Aussagen ebenfalls entlastet und davon gesprochen, dass sie ihm vertraue und eine positive Entwicklung zu bemerken sei. Die Gerichtsverhandlung gegen Gzuz dauert noch an: Im September gibt es wohl den nächsten Verhandlungstag.

Gzuz vor Gericht: Darum geht's

Schon seit geraumer Zeit sorgt Gzuz immer wieder mit seiner aktuellen, umfangreichen Gerichtsverhandlung für Schlagzeilen. Ursprünglich wurden ihm unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz, versuchter Diebstahl sowie Körperverletzung vorgeworfen.

Zumindest der letzte Part dürfte mittlerweile aber aus der Welt geschafft worden sein. Im Rahmen eines zufälligen Treffens sollen sich Gzuz und sein Anwalt mit der Betroffenen geeinigt haben, die daraufhin wohl ihre Anzeige zurückgezogen hat – und jetzt lebenslang bei Gzuz auf der Gästeliste steht:

Gzuz bietet offenbar 500 Euro & Gästeliste für blutige Nase

Gzuz musste zum wiederholten Mal vor Gericht erscheinen. Dieses Mal ging es um eine Frau, die der Rapper offenbar so ins Gesicht geschlagen hat, dass sie eine blutige Nase davontrug...

In weiteren Punkten soll Gzuz von zwei Zeugen entlastet worden sein. Dabei ging es einerseits um eine Schreckschusswaffe, die Gzuz offenbar abgefeuert hat, wie auf seinem Instagram-Account zu sehen war. Zum anderen meldete sich eine weitere Person zu den Drogen zu Wort. Mehr Details findet ihr hier:

Gzuz wegen Drogen & Waffen vor Gericht: Zeugen entlasten ihn

Dritter Verhandlungstag für Gzuz: Das 187 Strassenbande-Mitglied hatte heute erneut ein Gastspiel vorm Amtsgericht Hamburg. Dabei sorgten zwei ungeladene Zeugen für ordentlich Wirbel...

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Bushido soll angeblich vor Gericht gelogen haben

Bushido soll angeblich vor Gericht gelogen haben

Von David Molke am 14.10.2020 - 19:17

Bushido und Arafat Abou-Chaker streiten sich seit geraumer Zeit vor Gericht. Am 11. Verhandlungstag, der am Montag stattgefunden hat, ging es wohl vor allem um eine Razzia auf dem sagenumwobenen Grundstück in Kleinmachnow – und darum, wer wann und wie genau von dieser Durchsuchung Wind bekommen hat.

Arafat Abou-Chaker vs Bushido vor Gericht: Verteidigung wirft Bushido wohl Falschaussage vor

Darum geht's: Bushido und Arafat Abou-Chaker haben bekanntermaßen lange Zeit gemeinsam auf einem Grundstück in Kleinmachnow gewohnt, bevor sich die beiden Parteien zerstritten haben. Einige Zeit später gab es dort dann eine Razzia, bei der der Anwalt von Bushido wohl recht früh zur Stelle war. Wie es dazu kommen konnte, ist jetzt anscheinend Thema vor Gericht, wie unter anderem Spiegel Online schreibt.

Falschaussage von Bushido? Am Montag ging es um die Frage, wie Bushido eigentlich genau von der Razzia in Kleinmachnow erfahren hat. Beziehungsweise wann das der Fall war: Bushido könnte im Zusammenhang mit dieser Thematik möglicherweise eine Falschaussage vor Gericht getätigt haben. Das wird ihm jedenfalls von der Verteidigung Arafat Abou-Chakers vorgeworfen.

Bushido hat offenbar erklärt, er habe aus der Presse von der Razzia erfahren und dann seinem Anwalt Bescheid gesagt, woraufhin der nach Kleinmachnow gefahren sei. Zeitlich soll das aber nicht ganz hinhauen, weil die ersten Berichte angeblich erst nach Eintreffen des Anwalts von Bushido veröffentlicht wurden.

Die Argumentation der Verteidigung scheint in die Richtung zu gehen, dass Bushido und sein Anwalt durch irgendwelche Interna frühzeitig über die Razzia informiert wurden. Diese könnten sie womöglich von einem Bild-Mitarbeiter zugespielt bekommen haben, der mit Bushido offenbar befreundet ist.

Was wiederum zu der Frage führt, woher der die Informationen hatte und ob sie eventuell von der Polizei stammen. Das würde dann allerdings bedeuten, dass da jemand Dienstgeheimnisse ausgeplaudert hätte, was natürlich nicht erlaubt ist. Mehr zu Bushidos möglicher Bild-Connection gibt es auch von Fler:

Exklusives Statement: Fler über Bushido, das LKA und die Bild

Gestern berichteten wir bereits über den Konflikt zwischen Fler, dem Bild-Reporter Peter Rossberg und den Spiegel-Journalisten Claas Meyer Heuer und Thomas Heise. Wir haben sowohl Fler als auch Peter Rossberg um eine Stellungnahme gebeten. Fler war so freundlich, einige unserer Fragen zu beantworten. Peter Rossberg hat bis jetzt nicht auf unsere Anfrage reagiert.

Wieso ist das wichtig? Sollte es tatsächlich der Fall sein, dass Bushido gelogen hat, könnte das seine Glaubwürdigkeit in Frage stellen. Und die dürfte in den aktuell laufenden Gerichtsverfahren von enormer Wichtigkeit für den Rapper sein. Vor allem, weil er der Einzige zu sein scheint, der über bestimmte Dinge aussagen will, die wohl hinter verschlossenen Türen stattgefunden haben.

Aktuell befindet Bushido sich gleich doppelt im Rechtsstreit mit Arafat Abou-Chaker. Mehr dazu findet ihr hier:

Bushido & Arafat Abou-Chaker führen weiteren Gerichtsprozess in Frankfurt (Oder)

Bushido und Arafat Abou-Chaker vor Gericht: Das inzwischen fast gewohnte Setting ist nicht nur Berlin vorbehalten. Auch in Frankfurt (Oder) in Brandenburg trafen nun die beiden ehemaligen Geschäftspartner in einem Gerichtssaal aufeinander.

Das Ganze bleibt also vorerst höchst kompliziert, juristisch einigermaßen undurchdringlich und mystisch. Wie es weitergeht, erfahren wir wohl frühestens am 26. Oktober, dann soll die Verhandlung laut dem Tagesspiegel fortgeführt werden.


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