Gratis "Gold Card"-Visum? Das Weiße Haus widerspricht Nicki Minaj

Nicki Minaj tritt aktuell vermehrt im Umfeld von Donald Trump auf und erklärt sich selbst zum "größten Fan" des US-Präsidenten. Im Zuge eines gemeinsamen Auftritts soll der Rapperin, die einst selbst auf illegalem Wege in die Staaten migriert ist, nun eine sogenannte "Trump Gold Card" überreicht worden sein, die eigentlich eine Art Pendant zu einem Einreisevisum sein soll. Ein Sprecher des Weißen Hauses widerspricht dieser Darstellung jedoch.

Hat Nicki Minaj die "Trump Gold Card" gratis bekommen? Das Weiße Haus verneint

Bei Twitter hatte Nicki Minaj kürzlich das Foto einer solchen "Gold Card" gepostet. Dazu schrieb sie: "Die Staatsbürgerschaftspapiere werden gerade fertiggestellt, wie mein wunderbarer, liebenswürdiger, charmanter Präsident sagt [...] Ohne dich hätte ich das nicht geschafft." Weiter erklärte sie, dass sie angeblich die "Goldene Trump Karte komplett gratis" erhalten habe.

Die "Trump Gold Card" ist ein im letzten Jahr eingeführtes System, über das sich Menschen, die in die USA ziehen wollen, für eine Zahlung von einer Million Dollar eine verschnellerte Einbürgerung sichern können. Um überhaupt die Möglichkeit darauf zu bekommen, muss eingangs bereits eine nichtrückerstattbare Gebühr von 15.000 Dollar gezahlt werden.

Hat Nicki Minaj diese Express-Einbürgerung jetzt einfach so erhalten? Nein, sagt ein Sprecher des Weißen Hauses gegenüber der New York Times unter der Bedingung, anonym bleiben zu wollen. Die Karte, die Nicki Minaj erhalten hat, sei lediglich ein "Erinnerungsstück" und kein "gültiges Visum". Das liege auch daran, dass die Rapperin bereits seit rund zwei Jahrzehnten legal in den USA lebe und somit ohnehin berechtigt wäre, die Staatsbürgerschaft zu beantragen. Eine Anfrage der Times, was Nicki sich von der "Gold Card" erhoffe, wollte ihr Team nicht beantworten.

Nicki Minaj erntet Kritik für Trump-Support

Bereits seit einiger Zeit tut die in Trinidad und Tobago geborene Künstlerin als Trump-Supporterin in Erscheinung. Vonseiten ihrer Fanbase gibt es dafür immer wieder starke Kritik. Zuletzt vor allem auch im Zuge der zum Teil tödlich geendeten Einsätze der US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement, kurz ICE.

Bei den gestrigen Grammys, denen Nicki Minaj fernblieb, gab es dafür einen Seitenhieb von Moderator Trevor Noah:

Bei Twitter folgte unterdessen prompt eine Antwort, dort ließ sich Nicki Minaj zu einem ausufernden Rant hinreißen, in dem sie unter anderem der gesamten Musikindustrie vorwirft, an satanistischen Ritualen teilzunehmen.

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