Graffiti in Kairo: eL Seed-Mural erstreckt sich über 50 Häuser

In Kairo gibt es jetzt ein ganz besonderes und einzigartiges Mural: Der Graffiti-Künstler eL Seed hat gemeinsam mit vielen Helfern ein Kunstwerk geschaffen, das sich über 50 Gebäude erstreckt.

Das Bilds hört auf den Namen Perception und soll einen kritischen Kommentar zur vorherrschenden gesellschaftlichen Ungerechtigkeit darstellen. Übersetzt bedeuten die arabischen Schriftzeichen in etwa:

"Jeder, der das Sonnenlicht sehen will, muss sich zuerst die Augen reiben."

Auf der Website von eL Seed und auf seinem Instagram-Account findest du noch mehr Bilder und Informationen zu Perception.

In my new project ‘Perception’ I am questioning the level of judgment and misconception society can unconsciously have upon a community based on their differences. In the neighborhood of Manshiyat Nasr in Cairo, the Coptic community of Zaraeeb collects the trash of the city for decades and developed the most efficient and highly profitable recycling system on a global level. Still, the place is perceived as dirty, marginalized and segregated. To bring light on this community, with my team and the help of the local community, I created an anamorphic piece that covers almost 50 buildings only visible from a certain point of the Moqattam Mountain. The piece of art uses the words of Saint Athanasius of Alexandria, a Coptic Bishop from the 3rd century, that said: ‘Anyone who wants to see the sunlight clearly needs to wipe his eye first.' 'إن أراد أحد أن يبصر نور الشمس، فإن عليه أن يمسح عينيه' The Zaraeeb community welcomed my team and I as we were family. It was one of the most amazing human experience I have ever had. They are generous, honest and strong people. They have been given the name of Zabaleen (the garbage people), but this is not how they call themselves. They don’t live in the garbage but from the garbage; and not their garbage, but the garbage of the whole city. They are the one who clean the city of Cairo. #perception #athanasius #zaraeeb #cairo

Ein von eL Seed (@elseed) gepostetes Foto am

Your point of view affects what you see #perception #athanasius #zaraeeb #selffunded

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"Schockiert und wütend": Graffiti-Artist verklagt New Yorker Polizei

"Schockiert und wütend": Graffiti-Artist verklagt New Yorker Polizei

Von Michael Rubach am 03.06.2021 - 13:08

Der Graffiti-Künstler Michael McLeer nimmt es nicht hin, dass die New Yorker Polizei eines seiner Murals übermalt hat. Wie New York Daily News berichtet, hat der Artist, der in der Szene als Kaves unterwegs ist, nun Klage eingereicht. Das Engagement der Polizei "Hunderte von wertvollen, anerkannten und erlaubten Kunstwerken" in der ganzen Stadt.

New Yorker Polizei startet Initiative zur Graffiti-Entfernung

Seit dem 10. April 2021 ist die New Yorker Polizei auf spezieller Reinigungsmission. Unter einer eigens eingerichteten E-Mail-Adresse können Bürger*innen sich melden und auf Bereiche in der Stadt hinweisen, die "dringender Aufmerksamkeit" bedürfen. Allein letztes Jahr sollen bei der Polizei 6.000 Beschwerden wegen Graffiti eingegangen sein. Bei der Vorstellung der Initiative sagte ein Vertreter der Polizei gemäß New York Post:

"Wir werden eine Menge von diesem Graffiti entfernen, das wirklich überall in der Nachbarschaft zu finden ist und diese schlecht aussehen lässt."

Bei diesem Vorgehen ist offenkundig ein Mural von Kaves, das gemeinsam mit dem New Yorker Graffiti-Artist Revs entstanden ist, ins Visier geraten. Das Werk mit dem Titel "Death From Above" war seit 2008 in Brooklyn zu sehen. Die Polizei hat auf Twitter ein paar Eindrücke ihrer Putzaktion geteilt.

Graffti-Artist reagiert geschockt – und klagt

"Death From Above" hatte für Kaves offenbar auch einen besonderen emotionalen Wert. Es sei eines seiner ältesten öffentlichen Werke gewesen.

"Als ich herausfand, dass dieses Stück zerstört wurde, war ich am Boden zerstört. Als ich diese Arbeit machte, war ich voller Stolz. Ich hatte das Gefühl, dass es eine epische Qualität hatte. Es war ein meiner Mutter gewidmetes Piece und wurde zu einem meiner ältesten öffentlichen Pieces, das 13 Jahre lang unberührt geblieben ist."

Der Einschätzung des Künstlers nach haben "ungeschulte Polizisten und unbezahlte sogenannte Freiwillige" seine Arbeit beseitigt. Außerdem gibt er an, vor 13 Jahren eine Erlaubnis für das Mural eingeholt zu haben. Das Vorgehen der Polizei habe ihn "schockiert und wütend" zurückgelassen. Das gelte übrigens auch für den Eigentümer des Grundstücks, den Mieter des Grundstücks und die Anwohner*innen. Es sei nichts anderes, als würde man ein Museum oder eine Galerie besuchen und über die Arbeiten an der Wand rübermalen.

Für seine Klage hat er sich einen Anwalt ins Boot geholt, der vor ein paar Jahren bereits eine Millionenentschädigung für die Künstler*innen der berühmten 5 Pointz-Graffiti herausholte. Kaves fordert die New Yorker Polizei auf, das beseitigte Werke als Kunst anzuerkennen und ebenfalls von der Kampagne betroffene Artists zu entschädigen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters war die New Yorker Polizei zu keiner Stellungnahme bereit.


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