"Schockiert und wütend": Graffiti-Artist verklagt New Yorker Polizei

Der Graffiti-Künstler Michael McLeer nimmt es nicht hin, dass die New Yorker Polizei eines seiner Murals übermalt hat. Wie New York Daily News berichtet, hat der Artist, der in der Szene als Kaves unterwegs ist, nun Klage eingereicht. Das Engagement der Polizei "Hunderte von wertvollen, anerkannten und erlaubten Kunstwerken" in der ganzen Stadt.

New Yorker Polizei startet Initiative zur Graffiti-Entfernung

Seit dem 10. April 2021 ist die New Yorker Polizei auf spezieller Reinigungsmission. Unter einer eigens eingerichteten E-Mail-Adresse können Bürger*innen sich melden und auf Bereiche in der Stadt hinweisen, die "dringender Aufmerksamkeit" bedürfen. Allein letztes Jahr sollen bei der Polizei 6.000 Beschwerden wegen Graffiti eingegangen sein. Bei der Vorstellung der Initiative sagte ein Vertreter der Polizei gemäß New York Post:

"Wir werden eine Menge von diesem Graffiti entfernen, das wirklich überall in der Nachbarschaft zu finden ist und diese schlecht aussehen lässt."

Bei diesem Vorgehen ist offenkundig ein Mural von Kaves, das gemeinsam mit dem New Yorker Graffiti-Artist Revs entstanden ist, ins Visier geraten. Das Werk mit dem Titel "Death From Above" war seit 2008 in Brooklyn zu sehen. Die Polizei hat auf Twitter ein paar Eindrücke ihrer Putzaktion geteilt.

Graffti-Artist reagiert geschockt – und klagt

"Death From Above" hatte für Kaves offenbar auch einen besonderen emotionalen Wert. Es sei eines seiner ältesten öffentlichen Werke gewesen.

"Als ich herausfand, dass dieses Stück zerstört wurde, war ich am Boden zerstört. Als ich diese Arbeit machte, war ich voller Stolz. Ich hatte das Gefühl, dass es eine epische Qualität hatte. Es war ein meiner Mutter gewidmetes Piece und wurde zu einem meiner ältesten öffentlichen Pieces, das 13 Jahre lang unberührt geblieben ist."

Der Einschätzung des Künstlers nach haben "ungeschulte Polizisten und unbezahlte sogenannte Freiwillige" seine Arbeit beseitigt. Außerdem gibt er an, vor 13 Jahren eine Erlaubnis für das Mural eingeholt zu haben. Das Vorgehen der Polizei habe ihn "schockiert und wütend" zurückgelassen. Das gelte übrigens auch für den Eigentümer des Grundstücks, den Mieter des Grundstücks und die Anwohner*innen. Es sei nichts anderes, als würde man ein Museum oder eine Galerie besuchen und über die Arbeiten an der Wand rübermalen.

Für seine Klage hat er sich einen Anwalt ins Boot geholt, der vor ein paar Jahren bereits eine Millionenentschädigung für die Künstler*innen der berühmten 5 Pointz-Graffiti herausholte. Kaves fordert die New Yorker Polizei auf, das beseitigte Werke als Kunst anzuerkennen und ebenfalls von der Kampagne betroffene Artists zu entschädigen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters war die New Yorker Polizei zu keiner Stellungnahme bereit.

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Jay-Z weigert sich, Fan ein Autogramm zu geben

Jay-Z weigert sich, Fan ein Autogramm zu geben

Von Djamila Chastukhina am 11.07.2021 - 11:45

Jay-Z (jetzt auf Apple Music streamen) kommt in der Öffentlichkeit meist nicht drum herum, von Fans erkannt und angesprochen zu werden. Am Freitag wurde er beim Verlassen eines Gebäudes in New York gesehen, wo Fans ihn bereits erwarteten und auf Autogramme hofften. Jay-Z erfüllte ihnen diesen Wunsch, jedoch gab es einen Gegenstand, den er nicht unterschreiben wollte: einen Baseball.

Jay-Z weigert sich, einen Baseball zu unterschreiben

Auf dem Weg zu seinem Wagen hielt der 51-Jährige bei einigen Fans an und gab zahlreiche Autogramme. Er unterschrieb hauptsächlich Schallplatten seiner Alben, wie "The Black Album" oder "The Blueprint". Nachdem er einiges an Merchandise signiert hatte, holte eine Frau einen Baseball raus und hielt ihn Jay-Z hin. Dieser schüttelte nur den Kopf, bevor er sagte:

"Ich spiele kein Baseball."

In dem Video, auf dem die Situation festgehalten wurde, hört man danach Gelächter. Es ist unklar, ob die Frau tatsächlich ein Fan war, oder lediglich ein Autogramm haben wollte, um den Baseball später zu verkaufen. Nichtsdestotrotz sorgte die Aussage des Künstlers auch in den sozialen Medien für einige Reaktionen:


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