Nach George Floyds Tod: Rap-Stars engagieren sich in den Protesten

Videoaufnahmen von einem weißen Polizisten, der den später verstorbenen George Floyd mit roher Gewalt quälend lange auf den Asphalt presst, schockieren die ganze Welt. Seit seinem Tod sind Proteste in mehreren US-Städten entfacht und die Forderung ist eindeutig: Gerechtigkeit für George Floyd und die Opfer von Polizeigewalt.

Nachdem sich viele Rapper und US-Stars schon online zu dem Fall geäußert haben, nehmen nun Größen wie Chance The RapperJ. Cole und Killer Mike auch direkt teil. Sie setzen sich an der Front im Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt ein. 

Ausgangssperre & Nationalgarde: Proteste in Minneapolis erreichen einen Höhepunkt

Aktuell haben die Proteste in Minneapolis und anderen Orten der USA einen Höhepunkt erreicht: Nach Gewaltvorfällen und Plünderungen wurde laut der Neuen Zürcher Zeitung bereits in 25 Städten eine Ausgangssperre angeordnet – die Demonstrationen dauern dennoch weiter an. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass "Auf weitere Ausschreitungen ein Einsatz von unbegrenzter Macht des Militärs folgt". Später hat er noch getwittert, dass geschossen wird, wenn Plünderung beginnen sollte.

Die Demonstranten fordern derweil Gerechtigkeit für George Floyd. Es werden Plakate mit Aufschriften wie "Hört auf uns zu töten" und "Ich kann nicht atmen" hochgehalten.  

George Floyd stirbt durch Polizeigewalt: Reaktionen von 50 Cent, Cardi B, Manuellsen & mehr

Ein Video erschüttert die Welt: Der Afroamerikaner George Floyd wird von einem weißen Polizisten regelrecht hingerichtet. Wenn irgendjemand noch ein Zeitdokument gebraucht hat, um zu checken, wie verwurzelt Rassismus 2020 in unserer Gesellschaft ist - hier ist es. Der Fall macht fassungslos. US-Stars schwanken in den sozialen Medien zwischen Trauer und Wut.

Die bisherige Entwicklung der Polizeiermittlungen in dem Fall ist ernüchternd. Der verantwortliche Polizist ist inzwischen zwar festgenommen worden, die drei weiteren beteiligten Beamten sind noch auf freiem Fuß. Die Gerichtsmedizin erklärt in einem Statement, dass der gewalttätige Polizeieinsatz nicht allein ausschlaggebend für den Tod gewesen sei. Floyd wäre nicht erstickt, sondern habe unter einer Vorerkrankung gelitten sowie Rauschmittel im Blut gehabt.

Die Familie des Opfers vermutet bei dem Befund eine Falschdarstellung und will laut der Zeitung Sun eine erneute, unabhängige Obduktion bei einem bekannten Gerichtsmediziner in Auftrag geben. 

Chance The Rapper, J.Cole und Killer Mike: Die Hiphop-Szene setzt sich ein

Auch Mitglieder der Hiphop-Szene setzen sich für Gerechtigkeit an George Floyd ein und nehmen an Protesten teil. J.Cole ist in seiner Heimatstadt auf die Straße gegangen, Chance The Rapper ist in Chicago aktiv.

Auf Twitter hat er sich zu der Kritik an den Protesten geäußert und erklärt: 

"Verteufelt nicht die Leute, die auf der Straße geschlagen und zugerichtet werden. Die Beeinträchtigung von Eigentum ist keine Gewalt, die Taten des Staates [Minnesota] aber schon. Sie müssen aufgearbeitet werden." 

("Do not demonize the people that are being beat and battered in the streets. Damaging property is not violent. But the actions of the state have been. It must be documented justly")

Nachdem in Atlanta ein Gebäude angezündet wurde, hat Killer Mike sich an die Demonstranten gerichtet und auf der Pressekonferenz des dortigen Bürgermeisters ein emotionales Statement abgegeben:

"Ich bin sauer. Ich bin gestern aufgestanden und wollte die Welt brennen sehen, weil ich es leid bin, zu sehen, wie schwarze Männer sterben. Deshalb brennen sie es nieder, sie wissen nicht, was sie sonst noch tun können. Es liegt in meiner Verantwortung zu sagen: Ihr solltet nicht euer eigenes Haus aus Wut dem Feind gegenüber niederbrennen. Es ist an der Zeit, die Behörden in der Wahlkabine zu schlagen und die Bürgermeister, die Chefs und Abgeordneten zur Verantwortung zu ziehen." 

("I’m mad as hell. I woke up wanting to see the world burn yesterday, because I’m tired of seeing black men die. [...] So that’s why children are burning it to the ground. They don’t know what else to do. [...] I am duty-bound to be here to simply say: That it is your duty not to burn your own house down for anger with an enemy. It is time to beat up prosecutors you don’t like at the voting booth. It is time to hold mayoral offices accountable, chiefs and deputy chiefs.")

Nach der Rede von Killer Mike hat gab es übrigens direkt Props vom Rap God:

Angesichts der aktuellen Situation wollen Run The Jewels ihr Album übrigens kostenlos für Fans zur Verfügung stellen. El-P hat auf Instagram erklärt, dass Musik der einzige Weg für ihn sei, einen positiven Beitrag zum menschlichen Leid zu leisten und sie beide deshalb mit ihrer Kunst helfen und zu den Menschen sprechen wollen.



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i don’t have shit left to say right now that me and my brother @killermike don’t express on this album so i’m not saying shit anymore til then. on it is all our joy, humor, friendship and rage. we got bangers to help you lose yourself and smile and we got shit that comes from the deepest places in our hearts and when it drops on friday it will not only be for sale but it will be made available for FREE for ANYONE who wants some music. for me this is the only way i really know how to contribute to the human struggle and experience beyond just trying to be kind and aware and grow. it’s the only weapon i’m truly trained in and i’m grateful to have it. so no more talk from me until the music drops . i love y’all be safe don’t fall for the fuck shit and protect each other and your spirits from those that would divide and hurt you. this ain’t an advertisement this is just me saying i love you and i hope this music does something for you in these fucked up times.

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Neben Cole, Chance und Killer Mike rufen auch viele andere Rap-Kollegen weiterhin zur Gerechtigkeit auf:



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Rest in heaven George Floyd

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For the last few days, the magnitude of devastation, anger, sadness I’ve felt has been overwhelming to say the least! Watching my people get murdered and lynched day after day pushed me to a heavy place in my heart! To the point of staying away from socials, just to avoid hearing the blood curdling agony in George Floyd’s voice again, begging over and over for his life!!! The look of enticement, the pure joy and climax on the face of this bigot, murderer, thug, pig, bum, Derek Chauvin, haunts me!! I can’t shake this! I can’t get over an ambulance pulling up to an arrest, a paramedic checking a pulse without removing the very thing that’s hindering it! Is this that fucking normal??? If intentional MURDER is the fit consequence for “drugs” or “resisting arrest”....then what’s the fit consequence for MURDER???! #GeorgeFloyd #AhmaudArbery #BreonnaTaylor

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Cashmo über "1998", "Echte Storys" und seinen Werdegang – Interview mit Toxik

Cashmo über "1998", "Echte Storys" und seinen Werdegang – Interview mit Toxik

Von Marcel Schmitz am 12.10.2020 - 18:04

Cashmo hat sich vom Problemkind zum Familienvater entwickelt. Wie in seinem Youtube-Format "Echte Storys" reflektiert der Rapper/Producer auch auf seinem neuen Album "1998" seinen Werdegang. Dabei verarbeitet er sehr persönliche Momente und Erlebnisse aus seinem Leben. Von seiner Zeit im Knast und 10 Jahre ohne festen Wohnsitz, bis hin zur komplizierten Beziehung zu seinem Vater und seiner Schwester, Cashmo legt großen Wert auf Authentizität.

Im Interview mit Toxik spricht Cashmo ausführlich über "1998", "Echte Storys" und seinen Werdegang vom Problemkind zum Familienvater und erfolgreichen Geschäftsmann.


Cashmo über "1998", "Echte Storys" und seinen Werdegang – Interview mit Toxik

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