Macklemore hatte Ed Sheeran zuletzt auf dessen "Loop"-Tour als Support Act begleitet. Diese Zusammenarbeit wurde nun allerdings beendet. So lässt der Rapper in einem ausführlichen Statement bei Instagram wissen, dass er von der besagten Tour ausgeschlossen wurde. Grund dafür seien seine "Free Palestine"-Rufe sowie seine generelle Einstellung zum Krieg in Gaza.
Macklemore darf nicht mehr bei Ed Sheerans Tour auftreten
Direkt zu Beginn stellt Macklemore klar, dass er mit seiner Stellungnahme nicht um Mitleid bitten wolle. Er sei, ähnlich wie die Leute, die Kritik an ihm übten, nicht das Opfer in dieser Geschichte. Sie alle seien erfolgreiche und reiche Menschen, die im Luxus leben. Der Fokus müsse weiterhin auf den Menschen in Gaza liegen. Er lässt zudem wissen, dass der Entscheidung zahlreiche - teils auch schwierige - Gespräche mit Ed Sheeran vorausgegangen sind:
"Die Art von Gesprächen, die aus gegenseitigem Respekt und Liebe hervorgehen und trotzdem in grundlegenden Meinungsverschiedenheiten enden."
Ausschlaggebend bei dem Ganzen soll dabei nicht unbedingt Ed Sheeran allein gewesen sein. So berichtet Macklemore, dass der Pop-Sänger wohl einen Anruf von Robert Kraft erhalten hätte, der ihm ein Ultimatum gestellt habe: Entweder Macklemore würde von der Tour ausgeschlossen oder Ed Sheeran dürfe nicht im Gillette Stadium auftreten, welches der Kraft-Gruppe gehört. Und nicht nur das: Robert Kraft soll im Zuge dessen auch andere Stadionbesitzer mobilisiert haben, es ihm gleichzutun.
Davon hat sich Ed Sheeran wiederum ganz offensichtlich beeinflussen lassen. Im Zuge dessen soll er Macklemore gegenüber zudem gesagt haben, dass "Free Palestine"-Rufe und die Palästina-Flagge Menschen verletzen würden:
"Ich sagte ihm, wenn diese Worte beleidigender seien als die Tatsache, dass Zehntausende palästinensische Kinder von Israel getötet würden, dann gäbe es eine grundlegende Kluft zwischen der Haltung dieser Menschen und meiner eigenen. Aber das passte nicht mit seiner öffentlichkeitswirksamen 'Ich ergreife keine Partei'-Haltung zusammen."
Hier könnt ihr euch Macklemores Statement durchlesen:
Nachdem Macklemores Statement an die Öffentlichkeit gegangen war, hatte übrigens auch Robert Kraft eine offizielle Stellungnahme abgegeben. In diesem unterstellt er Macklemore Hassrede und Antisemitismus:
"Aufgrund von Macklemores jüngsten Handlungen [...] sind wir zu dem Schluss gekommen, dass seine Teilnahme an den Konzerten am 25. und 26. September im Gillette Stadium diese Grenze überschreiten würde."
Macklemore ist Robert Kraft da allerdings etwas zuvor gekommen und in seinem Statement bereits auf diesen Punkt eingegangen. Dabei schreibt er, dass Antisemitismus ein echtes Problem sei. Nutze man Vorwürfe diesbezüglich allerdings, um Israel zu schützen, helfe das jüdischen Menschen nicht. Es würde nur Israel aus der Verantwortung ziehen.
Online äußern sich Musik-Fans und Internet-User übrigens kritisch zu Ed Sheeran und weisen dabei darauf hin, dass sich der Musiker häufiger mal ganz klar zum Ukraine-Krieg geäußert hat und in dem Kontext durchaus auch Partei ergriffen hat:
Ed "I don't take sides" Sheeran https://t.co/591mYt8ouU
— Double Down News (@DoubleDownNews) September 14, 2026
Macklemore als Voract bei Ed Sheeran: Petition gegen den Rapper
Unter anderem bei zwei Ed-Sheeran-Shows in New Jersey hatte Macklemore seinen Song "Hind's Hall" gespielt und auf der Bühne "Free Palestine" gerufen. Dies rief unter anderem den Israeli-American Council (IAC) auf den Plan, der mit einer Petition dafür warb, Macklemore von der Tour zu entfernen. Der hatte darauf mit einem Video bei Instagram reagiert und dabei deutlich gemacht, nicht von seiner Position abweichen zu wollen.
In dieser Petition wurde unter anderem die Performance von "Hind's Hall" angeprangert. Auf dem Song solidarisiert sich Macklemore mit den protestierenden Studenten in den USA, die 2024 die Hamilton Hall, ein akademisches Gebäude der Columbia Universität in New York, besetzten. Die Protestierenden hatten das Gebäude zwischenzeitlich in Hind's Hall umbenannt, in Anlehnung an das palästinensische Mädchen Hind Rajab. Die Sechsjährige war zuvor von israelischen Streitkräften in Gaza City umgebracht worden.
Mehr dazu erfahrt ihr hier:
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