Am vergangenen Samstag soll es in der französischen Vorstadt Rillieux-la-Pape nordöstlich von Lyon zu einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen sein. Das Ganze ist in einem Hausbrand geendet. Mittendrin habe sich angeblich der aufstrebende Rapper BFK.16 befunden. Er soll sich mit etwa zwei Dutzend Menschen zu einem Musikvideodreh getroffen haben.
BFK.16s Entourage bewirft Streifenwagen angeblich mit Feuerwerkskörpern
Eine große Gruppe Jugendlicher hatte sich letztes Wochenende an einem Wohnblock getroffen, um ein Musikvideo für den 18-jährigen Musiker zu drehen. So weit, so gut. Der unangemeldeten Dreh soll allerdings der Auslöser eines großen Brandes sein. Den Jugendlichen wird vorgeworfen, im Zuge des Drehs Feuerwerkskörper entzündet zu haben.
Die Feuerwerkskörper sollen Beamte aus einer nahegelegenen Polizeiwache auf den Plan gerufen haben. Mit diesen hätte die große Gruppe einen regelrechten Straßenkampf veranstaltet. Dabei sei ein Streifenwagen mit mehreren Böllern beworfen worden. Einer davon ist wohl auf dem Balkon eines fünfstöckigen Hauses gelandet, was wiederum der Auslöser für den Brand sein soll.
Etwa 70 Feuerwehrleute sind am Samstagabend angerückt, um das Feuer zu löschen. Allerdings sollen auch die mit Böllern angegriffen worden sein. Fünf Wohnungen sind infolge des Unglücks ausgebrannt. Außerdem mussten etwa 40 Menschen in eine Notunterkunft untergebracht werden.
BFK.16 und drei weitere Menschen von der Polizei festgenommen
Berichten zufolge sollen vier Personen, die verdächtigt werden, an dem Ganzen beteiligt zu sein, am Donnerstagmorgen festgenommen worden sein. Unter ihnen befinde sich auch BFK.16. Zudem habe die Polizei fünfzehn Hausdurchsuchungen durchgeführt. Weitere würden noch folgen.
Übrigens hat sich BFK.16 in der Zwischenzeit bei Instagram gemeldet und beteuert, nicht für den Brand verantwortlich zu sein. Er behauptet, der Videodreh sei schon mehrere Stunden vor dem Brand vorbei gewesen. Der Musiker und sein Team hätten erst über Medienberichte von dem Vorfall erfahren:
"Wir haben erst später durch die Medien und durch Kontaktaufnahme mit unseren Angehörigen vor Ort von dem Unglück erfahren. Zu diesem Zeitpunkt waren die Dreharbeiten längst beendet. Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass wir keine Szenen an dem Ort gedreht haben, an dem das Feuer ausgebrochen ist."
Hier ist der Post des Rapper: