Floyd Mayweather Jr. akzeptiert 50 Cents Kampfherausforderung

Es wäre wohl einer der größten Promiboxkämpfe aller Zeiten: 50 Cent gegen Floyd Mayweather Jr. Die Dauerstreithähne scheinen dem Ganzen gegenüber tatsächlich nicht ganz abgeneigt zu sein. Floyd Mayweather Jr. reagierte nun auf eine kürzlich ausgesprochene Herausforderung der New Yorker Raplegende.

50 Cent vs. Floyd Mayweather Jr.: Endet ein Beef im Ring?

50 Cent war in der Radio-Show "The Morning Culture" in Plauderlaune. Als es um Promiboxen (und somit auch um den anstehenden Fight von seinem früheren Buddy Floyd Mayweather gegen Social-Media-Star Logan Paul) ging, erklärte Fiddy, dass er sich einen Kampf gegen den ehemaligen Weltklasseboxer vorstellen könne. Damit sich beide einigermaßen in der gleichen Gewichtsklasse befinden, müsste der Rapstar gut abspecken. Das wäre jedoch nach eigener Aussage kein größeres Problem.

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Das lockere Angebot zum Promixbox-Match bewegte sich wohl mehr auf Joke-Ebene. Doch Floyd Mayweather hat davon Wind bekommen und zeigte sich erst einmal prinzipiell einverstanden. Sogar die unterschiedlichen Gewichtsklassen würden für den sicherlich geübteren Fighter keine Rolle spielen. Hauptsache, die kompletten Einnahmen wandern ausschließlich auf die Gewinnerseite.

"Ich habe auch gehört, dass 50 Cent gegen mich kämpfen würde, aber ich zu klein sei. Wenn er sich Ende des Jahres zusammenfinden will, können wir einen Kampf machen. Die Gewichtsklasse ist mir bei keinem dieser Typen wichtig. Die Paul-Brüder werden mit den Events viel Geld verdienen, aber mit 50 Cent muss es auf 'Der Gewinner kriegt alles' hinauslaufen.

Auf einen solchen Kampf dürfte gesamte Weltöffentlichkeit gespannt schauen. Doch Floyd und Fifty sind Medienprofis. Die untriebige Rapikone hat eigentlich immer etwas zu promoten und auch Floyd Mayweather Jr. wird es nicht ungelegen kommen, dass der Kampf gegen Logan Paul jetzt noch einmal verstärkt in den Fokus rückt. Außerdem hat Fifty inzwischen schon wieder zurückgerudert und belässt es vorerst beim üblichen Troll-Sparring. So verkündete der New Yorker auf Social Media, dass der Fight abgeblasen sei. Der Grund: Floyd Mayweather Jr. könne keine zwei Absätze von Fiftys New York Times Beststeller "Hustle Harder Hustle Smarter" live auf Instagram vorlesen.

Mehr zum Beef zwischen 50 Cent und Floyd Mayweather Jr.

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Steve-Os gescheiterte & beschämende Rap-Karriere

Steve-Os gescheiterte & beschämende Rap-Karriere

Von Till Hesterbrink am 17.03.2021 - 13:23

Throwback in die 00er-Jahre: Eminem, 50 Cent und seine G-Unit führen den Rap-Mainstream an, Kanye West macht sich gerade einen Namen, Weezy ist auf dem Weg zu seinen größten Erfolgen. Parallel dazu haben sich ein paar bescheuerte Skater und semiprofessionelle Stuntmen mit waghalsigen, dummen, aber irgendwie sehr unterhaltsamen Aktionen in die Herzen einer Generation eingebrannt. Johnny Knoxville, Bam Margera, Chris Pontius, Ryan Dunn (†), Wee Man und nicht zuletzt Steve-O sind internationale Stars.

In dieser Zeit verschlägt es die "Jackass"-Mitglieder in die unterschiedlichsten Himmelsrichtungen der Unterhaltungsbranche. Während Bam seine eigene MTV-Serie ("Viva La Bam") hat und Johnny Knoxville in "Men in Black II" oder "Walking Tall" Leinwanderfahrung sammelt, kämpft Steve-O nicht nur als eine Häfte der "Wildboyz" mit wilden Tieren, sondern längst auch mit den Drogen. In einer seiner vermutlich wildesten Phasen schlittert er geradewegs in eine Rapkarriere herein, aus der nie etwas werden wird. 

Steve-O & 50 Cent zusammen auf Eminem-Tour

Wie kam es dazu? 2004 wird Steve-O in das G-Unit-Studio eingeladen und nimmt dort eine Folge des G-Unit-Radios mit auf sowie den Gastauftritt auf einem Mixtape. Der Besuch legt den Grundstein für eine Freundschaft zwischen ihm und den Jungs der Unit, berichtet Steve-O 2019 in einem Video über seine "gescheiterte Rap-Karriere". In der folgenden Zeit trifft man sich immer wieder, um eine gute Zeit miteinander zu haben. Auch für 50 und seine Jungs dürften es wilde Jahre gewesen sein.

Im Tourbus der Rapper kommt es irgendwann dazu, dass 50 Cent Steve-Os Mailbox-Ansage einspricht (Video ganz unten im Artikel bei 1:02 Minuten) und ihn in dem Kofferwagen eines Hotels eine Treppe runterschmeißt, als die beiden gemeinsam eine Eminem-Show in Las Vegas besuchen. Noch für viele Jahre hören Leute, die Steve-O anrufen, in seiner Abwesenheit die folgenden Worte zu hören:

"Ey, what's up motherf*cker, this ist 50 Cent. Steve-O busy right now, you understand what I'm saying? [...] Matter of fact he don't even wanna talk to you b*tch. You know what? Leave a message anyway!"

Kurz darauf dreht Steve-O eine Parodie des MTV-Klassikers "Crips" und nimmt dafür, vielleicht auch inspiriert durch die regelmäßigen Treffen mit der G-Unit und Co, einen Rap Song auf. Diesen präsentiert er dann Executives bei Comedy Central, als er dort seine "Crips"-Parodie schmackhaft machen möchte. Das Interesse an der Show hält sich in Grenzen, dafür wird der Song umso mehr gefeiert. Für Comedy Central Records darf es gleich ein ganzes Album werden. 

Mit Universal Deal (fast) zum Rapalbum

Also nimmt Steve-O ein Rapalbum auf. Allerdings nicht für Comedy Central. Sein Medienanwalt zu der Zeit vertritt unter anderem Cash Money-Boss Birdman und verwaltetr Nachlass von The Notorious B.I.G. – Connections, die dem "Jackass"-Star einen Major-Deal bei Universal Music verschaffen. Aus Spaß wird Ernst:

"Bis zu dem Punkt war es durchaus eine lustige Idee, die vielleicht sogar Erfolgspotenzial hatte. Aber: Ich war dermaßen unkontrolliert auf Drogen, dass ich – sobald ich den Universal Plattenvertrag hatte – anfing, mich als Rapper zu sehr ernstzunehmen."

("Up to this point it was arguably a kind of a funny idea and maybe had some potential fur success. But: I was so outta control on drugs that – as soon as I had a Universal record deal – I'm like starting taking myself seriously as a rapper.")

Durch seinen Ruhm und seine Connections arbeitet er unter anderem mit M.O.P., B-Real und Kool G Rap zusammen. Die Kollabo mit Kool G landet sogar auf dem Album "The Dumbest A**hole in Hip Hop", wie Steve und sein Team das Projekt taufen.

Da so eine Major-Geschichte einem gewissen Standard gerecht werden muss, kümmert sich D Jukes als Executive Producer um die Platte. 2021 erinnert er sich an "harte Beats" und schreibt in seiner Insta Story: "Wir haben 2 Jahre lang an diesem Album gearbeitet."

Da Steve-O zu der Zeit immer weniger mit seinem unmenschlichen Drogenkonsum klarkommt, liefern ihn seine Freunde von "Jackass" in einer geschlossenen Psychiatrie ein, mit anschließendem Entzug. Irgendwann legt Universal Music sein eigentlich fertiges Album zu den Akten und es erscheint nie offiziell. Banger wie "Crack Cocaine (Feels So Good)" bleiben der Welt aber nicht für immer vorenthalten. Über Umwege landet nämlich doch eine Version von "The Dumbest A**hole In Hip Hop" im Netz. Das elf Tracks lange Werk kann mittlerweile in seiner Gänze auf YouTube genossen werden.

Was macht Steve-O heute?

Mittlerweile hat Steve-O sein Leben in eine komplett andere Richtung gelenkt. Verrückten Stunts hat er zwar nicht den Rücken gekehrt, dafür aber den Drogen. Im März 2021 feiert er das dreizehnte Jubiläum seiner Nüchternheit.

2020 erschien seine DVD "Gnarly" mit natürlich vielen verrückten Stunts wie eh und je. Er verkauft auch ein eigenes Buch und Merch und setzt sich zudem seit einiger Zeit aktiv für artgerechte Tierhaltung und gegen Unternehmen wie Sea World ein. Vor Jahren kletterte er bereits auf einen Kran in Los Angeles, um auf sein Vorhaben aufmerksam zu machen. Seine Rapkarriere nennt er inzwischen "beschämend und gescheitert", wie man auf IG lesen kann – die Nacherzählung in diesem Artikel basiert auf Steve-Os eigener Erzählung:


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