George Floyd: Box-Legende Floyd Mayweather übernimmt Beerdigungskosten

George Floyd wurde am 25. Mai bei einer Polizeikontrolle in Minnesota umgebracht. Nach Aussage seines Anwalts soll die Beerdigung am 9. Juni in Houston stattfinden. Für die Bestattung will nun Boxlegende Floyd Mayweather aufkommen.

Mayweather zahlt George Floyds Beerdigung

Nach dem Tod von George Floyd wurde durch dessen Bruder eine Gofundme-Kampagne ins Leben gerufen, um die Familie des Verstorbenen zu unterstützen. Dort kann jeder, der möchte, spenden und den Hinterbliebenen direkt helfen.

Wie TMZ berichtete bot Floyd Mayweather der Familie an, für die gesamten Kosten der Beerdigung aufzukommen. Hintergrund dafür soll wohl sein, dass ein Mitglied von Mayweathers Musiklabels "TMT", Anzel Jennings, zusammen mit George Floyd aufgewachsen ist.

Floyd Familie nimmt Angebot an

Mittlerweile haben Mitglieder von Mayweathers TMT bestätigt, dass die Familie von George Floyd dieses Angebot angenommen hat. Es kursiert auch ein Bild des angeblichen Schecks über 88.500 $ im Internet.

Es ist nicht das erste Mal, das Floyd Mayweather für eine Beerdigung aufkommt. Bereits 2011 zahlte er die Beisetzung seines ehemaligen Boxgegners Genaro Hernandez, welcher im Alter von 45 an Krebs verstarb. Gegen ihn hatte Mayweather mit 21 Jahren seinen ersten Titel gewonnen.

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Trump-Supporter? Ice Cube verteidigt seine politische Arbeit

Trump-Supporter? Ice Cube verteidigt seine politische Arbeit

Von Michael Rubach am 16.10.2020 - 13:13

Ende 2018 forderte Ice Cube mit einem Track "Arrest The President". Er meinte damit Donald Trump. Am vergangenen Dienstag meldete sich plötzlich die republikanische Wahlkampfmanagerin Katrina Pierson auf Twitter und bedankte sich bei dem Rap-Veteran für "seine Bereitschaft sich zu engagieren und mit der Administration von Donald Trump zusammenzuarbeiten, um den Platinum Plan zu entwickeln". Hier passt offensichtlich etwas nicht zusammen. Die Community reagiert auf diese Ungereimtheit mit ungläubiger Empörung. Ice Cube ist um Klarstellung bemüht.

Ice Cube & Donald Trump: Twitter zeigt sich entsetzt

Die Menschen im Twitter-Kosmos waren gelinde gesagt vor den Kopf gestoßen, als sich diese Verbindung von Ice Cube zu Donald Trump aufzutun schien. Der Rapper, der als Mitglied von N.W.A "F*ck Tha Police" rappte, soll gemeinsame Sache mit einem Präsidenten machen, der einen Black-Lives-Matter-Schriftzug als ein "Symbol des Hasses" begreift? Das klingt erst einmal unvereinbar und löst vor allem Verwirrung aus. Viele User*innen betrachten so einen Move als unauflösbaren Widerspruch. So schwirren zurzeit jede Menge Ice Cube-Memes durchs Netz, die versuchen, das scheinbar Unerklärliche zusammenzufassen.

Dass es sich die aufgewühlte Twitter-Gemeinde ein bisschen zu einfach machen würde, erklärt der vermeintliche Trump-Supporter schließlich ebenfalls auf Social Media.

Trump-Supporter? Ice Cube bezieht Stellung

Zunächst: Was soll dieser Platinum Plan eigentlich sein? Dabei handelt es sich um ein Strategie-Papier der Republikaner, das auch Schwarze Amerikaner für Donald Trump begeistern soll. Laut CNN werden darin folgende Punkte angeführt:

"Die Vorschläge beinhalten die Verfolgung des Ku Klux Klan und der Antifa als terroristische Organisationen, den 19. Juni [Befreiung der afroamerikanischen Bevölkerung aus der Sklaverei; Anm. d. Red.] zu einem bundesweiten Feiertag zu machen und die Bemühungen, den wirtschaftlichen Wohlstand der Schwarzen zu stärken."

Ice Cube bestreitet nicht, sich mit den Republikanern ausgetauscht zu haben. Er verkündet auf Twitter, dass er sowohl mit dem Team von Trump als auch mit den Demokraten den Dialog gesucht habe. Dabei ging es vorrangig um den "Contract With Black America" (CWBA), den er vor wenigen Monaten veröffentlicht hatte. Der Vertrag soll dazu dienen, gesellschaftliche Ungleichheit in jeglicher Form zu überwinden.

Die demokratische Seite wollte laut Ice Cube nach der Wahl mit ihm darüber sprechen. Die Republikaner hätten direkt Anpassungen an eigene Pläne vorgenommen. Als der CWBA ausgearbeitet worden sei, habe man bereits einkalkuliert, sich mit beiden politischen Lagern auszutauschen. Dies sei Teil des Prozesses.

Konkret nimmt Ice Cube noch auf einen Artikel der Washington Post Bezug, der ebenfalls auf das scheinbar paradoxe Verhalten des Rappers hinweist. Der 51-Jährige entgegnet, dass er weiterhin jeden beraten werde, der die Macht besitzt, Schwarzen Amerikanern zu helfen.

Auch distanziert er sich davon, Donald Trump zu unterstützen. Die N.W.A-Legende beschreibt das gesamte politische System als Problem. Alle würden "lügen und betrügen." Die Schwarze Community könne es sich schlichtweg nicht leisten, keine Verhandlungen mit denjenigen zu führen, die an der Macht seien.

Für Ice Cube hätte es absehbar sein können, dass die Leute ihm skeptisch gegenüberstehen, sobald herauskommt, dass er sich den Republikanern um Präsidentschaftskandidat Donald Trump nicht verschließt. Der letzte Sh*tstorm ist schließlich keine Ewigkeit her. So war Ice Cube neben seinem Engagement für Black Lives Matter eine Weile damit beschäftigt, Verschwörungserzählungen in die Welt hinaus zu tweeten – inklusive antisemitischer Memes. Der aktuelle Wirbel um seine Person zieht bereits erste Konsequenzen nach sich. Ein Interview auf CNN wurde wohl kurzfristig abgesagt.


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