Fler spricht "letzte Warnung" an Bonez MC aus

Fler und die 187 Strassenbande liegen seit geraumer Zeit im Clinch. Besonders zwischen Bonez MC und dem Maskulin-Boss geht es online regelmäßig zur Sache. Boxkampf-Ansagen, unvorteilhafte Fotos, Kommentare, Emojis – kaum etwas, was noch nicht zwischen Bonez MC und Fler ausgetauscht worden wäre.

Im Interview mit TV Strassensound erklärt Flizzy nun, dass er auf solche Filme keinen Bock mehr hat. Um zu verhindern, dass es 2021 dennoch auf diese Weise weitergeht, wählt er die direkte Ansprache an Bonez MC. Seine Ansage sei als "letzte Warnung" zu verstehen.

Fler stellt Realktalk über Bonez MC in Aussicht

Fler macht deutlich, dass er der Karriere des Strassenbande-Oberhaupts "Schaden zufügen" könne. Dies hätte die Dimension eines zweiten epischen Interviews. Damals schoss sich Fler bei den Kollegen der Backspin ziemlich auf Kollegah ein und konnte unter anderem einem Vergleich mir der New Yorker Rap-Legende Rakim überhaupt nichts abgewinnen.

An einem musikalischen Battle mit Bonez ist Fler scheinbar nicht interessiert. Er könne zwar eine Art Fortsetzung seines Bushido-Tracks "No Name" bringen, aber sieht dies vorerst nicht passieren. Das macht er vor allem daran fest, dass er Verständnisschwierigkeiten bei einer möglichen Antwort bekommen würde.

"Ich könnte jetzt 10 Minuten über Bonez' reden und es würde, glaub' mir, ihm Schaden zufügen. Ihr wisst alle, ich kann quatschen. Guck mal Bonez. Letzte Warnung! [...] Ich weiß Sachen – du weißt, wenn ich eklig bin: Niko Backspin, Kollegah-Realtalk Interview Part 2. Ich brauch für den keinen Diss-Song. Ich kann auch ein "No Name 2" machen, aber eigentlich hab keinen Bock auf einen Disstrack, weil wenn die mich dissen, versteh ich auch nicht, was die rappen, wenn ich ehrlich bin. Die nuscheln mir zu viel."

Schließlich stellt Fler noch einmal klar, dass er einfach nur seine Ruhe haben will. Unterdrücken oder erniedrigen lasse er sich jedoch nicht. Er könne im Gegenzug beginnen, "eklig zu reden", wenn es darauf ankäme.

"Bro, lass es. Du kannst mich nicht erniedrigen. Du bist nicht krasser. Wenn deine Fans glauben, du bist krasser, du bist realer, du bist dies, du bist das. Guck mal, lass mich nicht anfangen, wirklich eklig zu reden über Hamburg und Berlin und was da abgeht. Er soll mich in Ruhe lassen, soll sein Ding machen. Soll nicht den Unterdrücker spielen. Gibt viele andere, die sich mit dem prügeln wollen – sollen sie gerne machen. Bro, ich bin 38 Jahre alt, wenn wir uns sehen, sehen wir uns. Aber er soll nicht denken, dass er mich unterdrücken und seine komischen Sprüche machen kann. Um es auf den Punkt zu bringen: Bonez, du kennst mich nicht!"

Da Bonez MC vor dem Jahreswechsel eine Social-Media-Pause eingelegt hat, ließ eine öffentliche Reaktion bisher auf sich warten. Das Interview mit Fler bei TV Strassensound kannst du hier sehen:

FLER INTERVIEW | Psychische Stärke, Unterdrücker, Allein sein, HipHop Film, Mode, Ghostwriter, Knast

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Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Von Renée Diehl am 15.09.2021 - 13:31

Beef, parallele Album-Releases und Streaming-Duell: Zwischen Kanye West und Drake ging es in der letzten Zeit ordentlich rund. Dass die kurz aufeinanderfolgenden Releases von Kanyes "Donda" und Drakes "Certified Lover Boy" kein Zufall waren, war also von Anfang an offensichtlich. Nun aber meldet sich der Producer Todd Rundgren, der an "Donda" mitgearbeitet hatte, zu Wort – laut ihm hatte sich Kanye West durch Drake zum früheren Release seines Albums gezwungen gefühlt. 

Drake ist angeblich schuld an voreiligem "Donda"-Release

In seinem Interview mit "Ultimate Classic Rock" betont Produzent Todd Rundgren, dass das Timing des Donda-Releases kein Zufall war. Er selbst sei an den Aufnahmesessions für Kanyes zehntes Album beteiligt gewesen und behauptet, Drake habe "den ganzen Prozess angeführt". Kanyes Entscheidung, "Donda" zu veröffentlichen, sei so eine direkte Reaktion auf die Bekanntwerdung des Releasedatums von "CLB" gewesen: 

"Mein Engagement dauerte ein Jahr, und am Ende wurde mir klar, warum sie das Ganze so hastig eingetütet haben und offensichtlich rohes, unverarbeitetes Zeug veröffentlicht haben. Das liegt daran, dass Drake den gesamten Prozess anführte. Er [Kanye West, Anm. d. Red.] hatte zu viel Angst, dass Drake ihn übertrumpfen würde, also beeilte er sich und veröffentlichte das Album am Wochenende, bevor Drake sein Album herausbringen konnte. Und am Ende hat Drake trotzdem seinen Teil von Kuchen bekommen."

("My involvement went on for a year, and in the end I realized why they hurriedly wrapped the whole thing up and put out what is obviously really raw, unprocessed stuff. It’s because Drake was running the whole process. He was too afraid that Drake would one-up him, so he hurried up and released the album the weekend before Drake could get his out. And in the end, Drake ate his lunch anyway.") 

Drake hatte am 27. August das Releasedatum für "Certified Lover Boy" für den 3. September bekannt gegeben. Zwei Tage später droppte Kanye West (jetzt auf Apple Music streamen) "Donda" im Anschluss an seine Listening-Party in Chicago.

Rundgren nennt Kanye West einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten"

Insgesamt lässt Rundgren kaum ein gutes Haar an seiner Zusammenarbeit mit Kanye West. Die beiden hätten über ein Jahr an "Donda" zusammengearbeitet und niemals habe er gewusst, wieviel von seinem Input wirklich genutzt werden würde. Am Ende hätte er Material für rund drei Kanye-Alben auf seinem Rechner gehabt und dann aufgrund des geringen Feedbacks die Zusammenarbeit beendet:

"Als es im Juli auf die Zielgeraden [der Albumproduktion, Anm. d. Red] zuging, sagte ich nur: 'Das reicht mir. Ich habe keine Ahnung, ob davon etwas verwendet wird.' Man bekommt nicht viel Feedback von ihm."

("When it got into the homestretch in July, I just said, 'That’s enough for me. I have no idea whether any of this is being used.' You don’t get much feedback from him regarding what it is.")

In seinem Rant nennt er Kanye West außerdem einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten", denn niemand "würde ein solches Album machen, außer er hätte Geld zum aus dem Fenster werfen übrig". Was unsere Redakteurin Alina von "Donda" hielt, lest ihr übrigens hier:

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut, wie alle sagen

"Donda" is here: Nachdem Kanye West seine Fans wochenlang mit immer absurder werdenden Listening-Partys gequält hat, ist das 10. Studioalbum des gebürtigen Chicagoers doch tatsächlich rausgekommen. Wer hätte es gedacht? Ich auf jeden Fall nicht. Denn Ye ( so heißt er doch jetzt, oder nicht?) ist ja seit jeher bekannt für messy Promo-Phasen.


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