Fler unterbreitet Bushido Friedensangebot

Kann der Beef zwischen Fler und Bushido noch begraben werden? In einem Live-Stream von Rooz hat der Maskulin CEO unvermittelt genau das in Aussicht gestellt. Fler betonte dort mehrfach, dass er Frieden schließen wolle.

Frieden? Fler macht Bushido ein Angebot

Flankiert von Rooz und Neu-Maskulin-Signing Bass Sultan Hengzt wendet sich Fler im Verlauf des Streams direkt an seinen Erzfeind Bushido. Das Statement sei nicht als "miese Ansage" zu verstehen. Dementsprechend ruhig trägt er sein Anliegen vor und erklärt, wie der Streit ein Ende finden könnte. Der in die Brüche gegangenen Freundschaft räumt Fler hingegen keine neue Chance ein.

"Bro, Friedensangebot. Frieden. Frieden. Wir wollen Frieden. [...] Seelischen Frieden. Wir werden nie wieder Freunde. Brauchen wir nicht. Das Thema ist durch. Aber es ist wirklich ein Friedensangebot. Ich verspreche dir, mach ein Statement und sag: 'Ich will Frieden.' Bam! Die Sache ist durch. Ich kann bestimmt noch drei, vier, fünf andere Rapper anrufen und denen auch sagen: 'Lass den mal jetzt machen.' Und dann mach deine Musik. Mach deine Musik. Mach Welle. Wenn deine Fans, dir deine Welle abkaufen, was soll ich mich darüber aufregen?"

Auf YouTube stößt Flers unerwarteter Move auf positive Resonanz. In den Kommentaren zollen ihm User*innen für sein Verhalten Respekt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Disses aus dem ersguterjunge-Lager dürfte Flers Vorstoß für die Beobachter*innen des Beefs kaum vorherzusehen gewesen sein. Speziell Animus hatte vor wenigen Tagen noch gegen Fler ausgeteilt – inklusive Mutterbeleidigungen. Dahingehend sagt Fler, dass sowohl Bushido als auch Animus viel Material und eine große Angriffsfläche für eine musikalische Reaktion bieten würden. Eine solche Antwort aus dem Maskulin-Camp könne "das ekligste Ding der Welt" werden.

Außerdem sei Fler in der Lage, direkt einen weiteren Disstrack auszupacken. "Noname 2" liege schon lange herum. Im ersten Teil droppte Fler reichlich Lines, die auf das Privatleben von Bushido abzielten.

Dieser hat für heute Abend eine YouTube-Ansage angekündigt. Bereits Mitte 2020 überraschte Fler mit einer spontanen Versöhnung. Diese entpuppte sich jedoch schnell als Trollerei.

Frieden mit Bushido? Fler trollt auf Instagram

Da haben einige für ein paar Minuten große Augen gemacht. Fler postete in seiner Insta Story einen vermeintlichen Screenshot von einem Videochat mit Bushido und schrieb dazu ganz locker "alles geklärt". Wie? Einfach so? Um das Ganze etwas realistischer wirken zu lassen deutete er an, Farid Bang und Rooz hätten ihm ihren Segen für den Frieden gegeben.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Kommentare

Die Möhre und der 31'er...beides Lappen

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Von Renée Diehl am 15.09.2021 - 13:31

Beef, parallele Album-Releases und Streaming-Duell: Zwischen Kanye West und Drake ging es in der letzten Zeit ordentlich rund. Dass die kurz aufeinanderfolgenden Releases von Kanyes "Donda" und Drakes "Certified Lover Boy" kein Zufall waren, war also von Anfang an offensichtlich. Nun aber meldet sich der Producer Todd Rundgren, der an "Donda" mitgearbeitet hatte, zu Wort – laut ihm hatte sich Kanye West durch Drake zum früheren Release seines Albums gezwungen gefühlt. 

Drake ist angeblich schuld an voreiligem "Donda"-Release

In seinem Interview mit "Ultimate Classic Rock" betont Produzent Todd Rundgren, dass das Timing des Donda-Releases kein Zufall war. Er selbst sei an den Aufnahmesessions für Kanyes zehntes Album beteiligt gewesen und behauptet, Drake habe "den ganzen Prozess angeführt". Kanyes Entscheidung, "Donda" zu veröffentlichen, sei so eine direkte Reaktion auf die Bekanntwerdung des Releasedatums von "CLB" gewesen: 

"Mein Engagement dauerte ein Jahr, und am Ende wurde mir klar, warum sie das Ganze so hastig eingetütet haben und offensichtlich rohes, unverarbeitetes Zeug veröffentlicht haben. Das liegt daran, dass Drake den gesamten Prozess anführte. Er [Kanye West, Anm. d. Red.] hatte zu viel Angst, dass Drake ihn übertrumpfen würde, also beeilte er sich und veröffentlichte das Album am Wochenende, bevor Drake sein Album herausbringen konnte. Und am Ende hat Drake trotzdem seinen Teil von Kuchen bekommen."

("My involvement went on for a year, and in the end I realized why they hurriedly wrapped the whole thing up and put out what is obviously really raw, unprocessed stuff. It’s because Drake was running the whole process. He was too afraid that Drake would one-up him, so he hurried up and released the album the weekend before Drake could get his out. And in the end, Drake ate his lunch anyway.") 

Drake hatte am 27. August das Releasedatum für "Certified Lover Boy" für den 3. September bekannt gegeben. Zwei Tage später droppte Kanye West (jetzt auf Apple Music streamen) "Donda" im Anschluss an seine Listening-Party in Chicago.

Rundgren nennt Kanye West einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten"

Insgesamt lässt Rundgren kaum ein gutes Haar an seiner Zusammenarbeit mit Kanye West. Die beiden hätten über ein Jahr an "Donda" zusammengearbeitet und niemals habe er gewusst, wieviel von seinem Input wirklich genutzt werden würde. Am Ende hätte er Material für rund drei Kanye-Alben auf seinem Rechner gehabt und dann aufgrund des geringen Feedbacks die Zusammenarbeit beendet:

"Als es im Juli auf die Zielgeraden [der Albumproduktion, Anm. d. Red] zuging, sagte ich nur: 'Das reicht mir. Ich habe keine Ahnung, ob davon etwas verwendet wird.' Man bekommt nicht viel Feedback von ihm."

("When it got into the homestretch in July, I just said, 'That’s enough for me. I have no idea whether any of this is being used.' You don’t get much feedback from him regarding what it is.")

In seinem Rant nennt er Kanye West außerdem einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten", denn niemand "würde ein solches Album machen, außer er hätte Geld zum aus dem Fenster werfen übrig". Was unsere Redakteurin Alina von "Donda" hielt, lest ihr übrigens hier:

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut, wie alle sagen

"Donda" is here: Nachdem Kanye West seine Fans wochenlang mit immer absurder werdenden Listening-Partys gequält hat, ist das 10. Studioalbum des gebürtigen Chicagoers doch tatsächlich rausgekommen. Wer hätte es gedacht? Ich auf jeden Fall nicht. Denn Ye ( so heißt er doch jetzt, oder nicht?) ist ja seit jeher bekannt für messy Promo-Phasen.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)