Fler bekommt für Bushido-Disstrack "Noname" Anwaltspost

Bushido disst in seiner neuesten Singleauskopplung "Renegade" Fler. Der reagierte darauf mit der Veröffentlichung von "Noname", einem Bushido-Disstrack, den Fler wohl schon länger in petto hatte. Jetzt scheint es wiederum eine neue Reaktion von der Gegenseite in diesem Beef zu geben: Wie Fler auf Instagram postet, sind bei ihm offenbar gleich zwei Anwaltsschreiben eingetrudelt, in denen es in erster Linie um den Text von "Noname", Bushidos Frau und die gemeinsamen Kinder von ihr und Bushido geht.

UPDATE: Mittlerweile gibt es eine ausführliche Reaktion von Bushido.

Bushido reagiert auf Fler: "Dafür wirst du deine Antwort bekommen"

Der Beef zwischen Bushido und Fler nimmt einfach kein Ende. Gestern...

Fler bekommt wegen Bushido-Disstrack "Noname" Anwaltspost

Was steht drin? In dem einen Anwaltsschreiben wird darauf hingewiesen, dass Bushido und seine Frau die Anwaltskanzlei damit beauftragt haben, die Interessen der Kinder wahrzunehmen. Inhaltlich geht es darum, dass Fler den Track offenbar offline nehmen soll, zumindest deutet darauf der Betreff "Unterlassung/Löschung" hin.

Fler soll gelogen haben: Im Detail geht es wohl vor allem darum, dass Fler "unwahre Tatsachenbehauptungen" verbreite.

"Im Rahmen ihres neuen Songs 'Noname' verbreiten sie unwahre Tatsachenbehauptungen in Bezug auf unsere kleinen Mandanten, denn Herr Anis Ferchichi ist der leibliche Vater unserer Mandanten."

"Die Kinder haben mit der Auseinandersetzung zwischen den Erwachsenen nichts zu tun und es verbietet sich sowohl rechtlich als auch moralisch, diese in Rahmen ihres Songs wie geschehen zu 'dissen'.

Bushidos Frau & Kinder gehen gegen Flers Disstrack vor

Bushidos Frau wehrt sich auch: Das zweite Schreiben stammt anscheinend von derselben Anwaltskanzlei und zwar im Auftrag von Anna-Maria Ferchichi. Auch dieser Brief dreht sich um eine Unterlassung beziehungsweise die Löschung von Flers "Noname"-Song.

"Im Rahmen ihres neuen Songs 'Noname' verbreiten sie unwahre und ehrverletzende Äußerungen über unsere Mandantin, die das allgemeine Persönlichkeitsrecht unserer Mandantin schwerwiegend verletzen."

Fler scheint sich nicht allzu viel aus den Schreiben zu machen, teilt sie auf seinem Instagram-Kanal und kommentiert das Ganze nur mit diversen lachenden Emojis. Ob er der Aufforderung nachkommt, den Song zu löschen, bleibt unklar. Aktuell kann er jedenfalls noch online gehört werden. Eigentlich soll er auch auf Flers kommendem Album "Energy" erscheinen.

Fler - Energy

Von HHRedaktion am 23.11.2019 - 15:57 Diesen Freitag gab es nicht nur unfassbar gute Musik, sondern auch wieder einiges an Gossip, der eng mit neuen Songs zusammenhängt. Die Rede ist natürlich von Fler, der mit einem überharten Disstrack auf Bushidos Lines in "Renegade" mit Animus reagiert.

Bushido - CCN 4

Von HHRedaktion am 22.11.2019 - 09:55 Fler hatte schon länger angedeutet, dass er einen Bushido-Disstrack namens "No Name" in der Hinterhand hatte. Diesen wollte er sich aufbewahren für den Fall, dass sein ehemaliger "CCN"-Partner seinerseits mit Lines gegen ihn feuert. Auf dem neuen Song "Renegade" mit Animus klingt nun fast der komplette Bushido-Part, als wäre er an Flizzy adressiert.

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Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 10:58

Fler steht wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik. Gegenüber allen, die ihm in den letzten Tagen Rassismus unterstellt haben, räumt er nun ein, mit seiner "Slave"-Line gegen Jalil übers Ziel hinausgeschossen zu sein. In einem Instagram-Post zeigt er sich geläutert und kündigt an, den Part gegen Jalil neu schreiben zu wollen.

Fler: "Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Nach mehreren rhetorischen Fragen, die allesamt wohl auf die Geschehnisse der letzten Tage und Flers persönliche Lage anspielen sollen, kommt der Berliner zum Punkt. Er gesteht sich ein, dass er auf dem Track "Mood" die Grenzen der bloßen Provokation verlassen hat. Das Wort "Sklave" in einem Diss gegen einen dunkelhäutigen Kollegen zu verwenden, sendet auch an jugendliche Hörer eine fatale Message. Fler spricht in diesem Kontext von einem "bösen Beigeschmack", den er nun erkenne.

"Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte." [sic]



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Wenn eine Gruppe von Leuten Dich als einzelnen unterdrückt bist du ein Opfer. Wenn du danach zur Polizei rennst, weil Du alleine bist und sie in der Mehrzahl, bist auch wieder das Opfer...? Aber wenn du nicht zur Polizei gehst, kein Schutzgeld zahlen willst und deswegen natürlich auch keinen Rücken hast... bist du das aller grösste Opfer!??? Wenn du Streetrap machst und sagst du hast ein schweres Leben ist alles fake und gelogen...? Wenn du das selbe machst und Schutzgeld zahlst bist aufeinmal eine der Realste in der Szene...? Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte. Deswegen hab ich beschlossen die 2.Stophe von MOOD neu zu schreiben. Es gibt 1000 andere Angriffsflächen bei Jalil die ich sportlich als Rapper angreifen kann. Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz! #atlantis

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Dem attackierten Jalil schmeckte die Wortwahl des Tracks auch ganz und gar nicht. Er entgegnete kurz nach Release von "Mood", Fler hätte "gleich N**ga sagen können". Der von Fler in seiner Klarstellung benutzte Begriff des "Farbigen" ist leider ebenfalls nicht unproblematisch. Er geht auf Rassentheorien zurück und findet als Selbstbezeichnung in der Black Community keine Anwendung. An dieser Stelle Fler Absicht zu unterstellen, erscheint jedoch unangebracht. Dafür macht er generell zu deutlich, dass er seinen Diss neu bewertet hat.

Eine bewusste Entscheidung von Fler war hingegen sein Interview bei TV Strassensound. Dort vertiefte er mit seinen Aussagen den Graben zwischen sich und der schwarzen Community. Manuellsen, Künstler der Bantu Nation, Mortel und viele mehr positionierten sich daraufhin gegen Fler. Sugar MMFK droppte gestern noch einen Part, um klarzumachen, dass Flizzy sich keine weitere "Frechheit" erlauben solle.

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Da Fler seine Lyrics inzwischen offenbar für unangebracht hält, möchte er sie nicht unverändert stehen lassen. Er kündigt an, die zweite Strophe des Tracks "Mood" umzutexten. Das hieße jedoch nicht, dass er nicht weiter auf Konfrontationskurs mit Jalil bleiben würde. Es gebe "1000 andere Angriffsflächen bei Jalil". Sein Statement beschließt er mit dem Satz:

"Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Neben diesem Schauplatz im Fler-Universum ist die On-Off-Beziehung mit Sentino aktuell belastet. Letzterer beklagte sich über ausbleibende Zahlungen für die Mitarbeit an "Atlantis" und lieferte einen Disstrack, der vor allem durch seine extreme Homofeindlichkeit auffällt:

Sentino frontet Fler wegen angeblich unbezahlter "Atlantis"-Lyrics

Fler und Sentino dissen sich aktuell wieder mal gegenseitig - und zwar auf sehr unangenehme Art und Weise. Sentino frontet Fler in einer Disstrack-Vorschau, die vor Homofeindlichkeit nur so trieft. Fler postet als Antwort ein Video, das Sentino offenbar auf der Flucht zeigt, worauf der ebenfalls schon wieder reagiert hat.


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