Finch reagiert auf Kritik zum kommenden Podcast mit Sahra Wagenknecht

Gestern hat Finch angekündigt, dass am kommenden Sonntag ein Talk zwischen ihm und der BSW-Politikerin Sahra Wagenknecht online kommen soll. In den Kommentaren unter dem Talk findet sich zunehmend Kritik für die Entscheidung Finchs, ein Gespräch mit Wagenknecht zu führen. Daraufhin äußert sich der "Kein Bock auf Krieg"-Rapper in seiner Instagram-Story zu dem Thema.

Finch über Wagenknecht-Podcast: "Guckt es oder guckt es nicht"

Finch stellt klar, dass er die Kritik unter dem Ankündigungspost zwar wahrnimmt, aber nicht direkt darauf eingehen möchte. Er finde es zwar "schön, wie sich alle die Fresse zerreißen", ein Hin und Her zwischen ihm und den Kritikern im Internet würde aber kein Ende finden, so Finch in seiner Story. Stattdessen verweist er auf den am kommenden Sonntag auf dem YouTube-Kanal von Sahra Wagenknecht erscheinenden Talk mit der BSW-Politikerin. Wer sich den Podcast nicht ansehen wolle, sei sowieso schon voreingenommen, was die angebliche politische Einstellung von ihm und Wagenknecht angehe.

"Entweder guckt man sich das Gespräch an und bildet sich dann seine Meinung, oder man hält einfach die Fresse."

In dem Video-Statement erklärt Finch auch, warum er einem gemeinsamen Auftritt mit Sahra Wagenknecht zugesagt hat. Es sei nicht seine Intention, nur mit einer Partei zu reden. Sie sei schlichtweg die einzige Politikerin, die ihn aufgrund seines Songs "Kein Bock auf Krieg" zu einem Gespräch eingeladen hätte. Von anderen Parteien sei nichts in der Richtung gekommen, so Finch in seiner Instagram-Story.

Finchs "Kein Bock auf Krieg" & Sahra Wagenknechts BSW

In seinem im Dezember erschienenen Track "Kein Bock auf Krieg" kritisiert Finch satirisch die deutsche Aufrüstungspolitik und das neue Wehrdienstmodell der Bundeswehr. Bei dem neuen Wehrdienst wird ab diesem Jahr Menschen, die volljährig geworden sind, ein Fragebogen geschickt, um mehr Menschen für die Bundeswehr zu finden. Das Ausfüllen des Fragebogens ist für Frauen freiwillig, für Männer jedoch verpflichtend. Das Ignorieren kann als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden.

Sahra Wagenknecht und das BSW sind dafür bekannt, sich für Abrüstung einzusetzen. Außerdem nehmen sie eine andere Position zum laufenden Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine ein als andere Parteien. Laut dem Wahlprogramm aus der Bundestagswahl 2025 erkennt das BSW Russlands Rolle als Angreifer zwar an. Gleichzeitig fordern sie aber, dass es statt einer stetigen Aufrüstung der Ukraine "ehrliche Bemühungen um einen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen" bräuchte. Der Ukraine-Krieg sei ein Stellvertreterkrieg zwischen Russland und den USA; das BSW will nicht, dass weiterhin deutsches Steuergeld in die Verlängerung dieses Krieges gesteckt werde.

Kritiker werfen Wagenknecht und der BSW deswegen vor, pro-russische Positionen einzunehmen. Diese Kritik erreicht jetzt auch Finch unter dem Ankündigungspost zum Talk mit Wagenknecht. Andere Fans finden auch die Position Wagenknechts zur deutschen Asyl- und Integrationspolitik schwierig. Finchs Positionen zu diesen Themen wird man, wenn überhaupt, spätestens im Talk mit Wagenknecht am Sonntag erfahren.

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