Nach Festival-Absage: Beslik nimmt an Diskussion mit CDU-Politikerin teil

Eigentlich sollte Beslik am vergangenen Wochenende als Co-Headliner auf dem Kosmos Chemnitz auftreten. Die Veranstalter des von öffentlichen Geldern finanzierten Festivals haben sich allerdings recht spontan gegen den Auftritt des Düsseldorfers entschieden – unter anderem wegen seiner jüngsten politischen Positionierungen. Wie unter anderem auch wir schon berichtet haben, spricht sich Beslik öffentlich für einen bewussteren Klassenkampf aus und äußert sich im Zuge dessen auch mal kritisch bezüglich der aktuellen Politik und dem politischen System in Deutschland.

Diese Aussagen - und wahrscheinlich auch die Berichterstattung von rechtskonservativen Medien wie der Bild - haben jetzt kürzlich für die Festival-Absage gesorgt. Komplett ferngeblieben ist der Rapper der Veranstaltung aber nicht – statt eines Auftritts lieferte Beslik sich ein Streitgespräch mit der Chemnitzer CDU-Stadträtin Almut Patt.

Beslik diskutiert auf dem Kosmos-Festival mit CDU-Stadträtin Almut Patt

Während am Wochenende auf dem Kosmos Chemnitz musikalische Auftritte liefen, saß Beslik irgendwo am Rande des Festivals und begab sich in eine Diskussion mit der lokalen CDU-Stadträtin Almut Patt. Ausgelöst durch die vermeintlichen Gewaltaufrufe des Rappers. Zuvor hatten sich Medienplattformen wie Bild und Nius auf Besliks TakeMeSpäti-Interview bezogen und dabei berichtet, dass der Musiker zur Gewalt gegen Politiker aufrufe.

Wie Beslik schon im Interview mit uns erklärt hatte, sind derartige Aufrufe lediglich symbolisch gemeint.

Ähnliches hat er am Wochenende auch Almut Patt erklärt. So begann das Gespräch, moderiert durch Jan Kawelke, mit einer Klarstellung durch Beslik: "Ich möchte dich natürlich nicht töten."

Generell ließ er wissen, dass er mit seinen öffentlichen Aussagen polarisieren wollte – es ihm eigentlich aber einfach nur darum ginge, ein Gespräch anzustoßen. Er sei nicht "grundsätzlich ein Demokratiefeind", fühle sich gleichzeitig durch die aktuelle Politik nicht repräsentiert.

Wie unter anderem die Freie Presse berichtet, soll das Gespräch zwar recht friedlich abgelaufen sein. Zu einem Konsens kam es dabei allerdings nicht. Auch, weil die beiden Gesprächspartner aneinander vorbeigeredet haben sollen. So plädierte Almut Patt stets für die Demokratie. Dass es Beslik nicht unbedingt um das System an sich geht, scheint dabei in den Hintergrund gerückt zu sein. Auch der durchaus berechtigte Punkt, dass viele demokratisch gewählte Politiker die jüngeren Generationen nicht vertreten, ist dabei wohl untergegangen.

Insgesamt ging es um Themen wie Krieg zwischen Israel und Palästina, Lobbyismus und Klassenkampf.

Besliks politische Äußerungen sorgen bei Konservativen für Empörung

Während Beslik mit seinen jüngsten politischen Einordnungen vor allem bei jüngeren Menschen und in der linken Bubble gut ankommt, scheinen seine Meinungen Rechtskonservativen ein Dorn im Auge zu sein. Mehrere Wochen nach dem besagten TakeMeSpäti-Interview berichteten Bild und Nius von Besliks Takes.

Mehr zu Besliks Einstellungen erfahrt ihr in unserem Interview mit ihm:

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