Mega-Hit "Rubberz" KI-generiert? Treblo-CEO bestätigt Vermutungen

Mit "Rubberz", seinem Ausflug in die 80er-Jahre, konnte Shoreline Mafia-Mitglied Fenix Flexin dieses Jahr einen weltweiten Hit landen. Begleitet wird das Ganze jedoch bereits seit Release von Vorwürfen, der Track sei zumindest in Teilen KI-generiert. Fenix und sein Produzent Purps On The Beat weisen derartige Behauptungen seit jeher von sich – mit begrenztem Erfolg. Zuletzt war der Producer Medasin mit einem Video bei Instagram viral gegangen, das belegen soll, dass "Rubberz" mit dem Tool Treblo erstellt wurde. Der CEO dieses Unternehmens hat sich nun auf Anfrage gegenüber dem Magazin Wired geäußert und teilt diese Annahme. Ein hauseigenes Tool der Firma identifiziert den Song ebenfalls als von Treblo erzeugt.

"Rubberz": Treblo-CEO Ryan Tremblay äußert sich zu KI-Vorwürfen

In seinem Video legt Medasin äußerst überzeugend dar, warum er glaubt, "Rubberz" sei mit Treblo generiert worden. Unter anderem hieß das Tool bis vor Kurzem noch Sonauto und in einer von Fenix Flexin selbst geposteten Story war zu sehen, dass der Name einer der Aufnahmedateien auf "Sonauto.mp3" endete. Zudem lassen sich erstaunlich ähnliche Songs mit Sonauto, beziehungsweise Treblo, generieren, die fast exakt die gleichen Reimmuster verwenden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Auf Nachfrage von Wired bestätigt der CEO von Treblo, Ryan Tremblay, dass auch er davon überzeugt ist, "Rubberz" sei auf diese Art und Weise entstanden:

"Jemand scheint unser Modell genutzt zu haben, um einen Sound zu finden, der bei Millionen von Menschen Anklang gefunden hat – und das ist aufregend."

Dazu sei gesagt, dass Tremblay als Geschäftsführer natürlich ein eindeutiges Interesse daran hat, sein Tool mit einem derartigen Hit zu verknüpfen. 

Treblo hat neuerdings eine Funktion auf der Website, über die jeder testen können soll, ob ein Song oder Sound von ihnen generiert wurde. Lädt man "Rubberz" bei "Was this made with Treblo?" hoch, ist die Antwort: "Sehr wahrscheinlich".

Fenix Flexin ist übrigens nicht der einzige Artist, der sich aktuell mit derartigen Vorwürfen konfrontiert sieht. Auch Tygas Abstecher in die Soundwelt der 80er, für den er sich kurzerhand in $tarface umbenannt hat, soll angeblich KI-generiert sein. Packt man seine Songs in die Treblo-Erkennungssoftware, ist das Ergebnis immerhin ein: "Wahrscheinlich". Treblo selbst gibt an, dass die Fehlerquote der Erkennung bei unter eins in zehntausend liege. Der Quellcode ist unter Open Source Lizenz einsehbar.

Was Fenix Flexin zu der angeblichen Entstehungsgeschichte des Songs sagt, erfahrt ihr hier:

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