Favorite verkündet sein Karriereende

Wer Favorites Laufbahn in den letzten Jahren verfolgt hat, wird von dieser neuen Entwicklung kaum überrascht sein: Fav hat in einem kurzen Video bekanntgegeben, dass er "fürs Erste" nicht mehr rappen werde.

Favorite: "Ich beende meine Rapkarriere jetzt hier offiziell"

In dem Video zeigt sich Favorite erneut von einer konfusen Seite. Es wirkt so, als könnte er seine Gedanken nicht vollständig sortieren. Einerseits erklärt er, seine Rapkarriere "offiziell" beenden zu wollen. Anderseits stellt er bereits in Aussicht, dass es den Künstler Favorite "irgendwann wieder geben" werde. Plötzliche Änderungen bei den Plänen von Fav kämen kaum überraschend.

"Ich wollt' euch sagen, Favorite gibt es erstmal nicht mehr. Ich hör' auf zu rappen. Ist besser. Ich muss mich um paar Sachen kümmern – so private Sachen. Das Fundament stimmt gerade nicht und das krieg' ich mit Rap nicht gebacken. [...] Favorite wird's irgendwann wieder geben, aber ich hör' auf zu rappen. Ich beende meine Rapkarriere jetzt hier offiziell."

Trotz des vorläufigen Karriereendes blickt Favorite offenbar positiv gestimmt in die Zukunft. Es sei "cool". Er habe "Bock drauf" und freue sich, nicht mehr als Rapper zu agieren. Außerdem wünscht er seinen verbliebenen Fans noch viel Spaß mit den alten Songs. Diese zeigen sich in den Kommentaren auf YouTube fast schon erleichtert über den Entschluss. Es sei "eine gute Entscheidung" und das "Vernünftigste", was in letzter Zeit von Fav zu hören gewesen sei. Auch empfehlen einige User Fav, sich in Therapie zu begeben. Der ehemalige Artist von Selfmade Records kämpft bekanntermaßen seit Jahren mit Drogenproblemen und galt in unregelmäßigen Abständen immer wieder als verschollen.

Eine Karriere am Tiefpunkt: Favorites Absturz in die Versenkung

Es ist keine Ewigkeit her, da befand sich Favorite auf einem Level mit Kollegah. Zusammen galten sie als die Aushängeschilder des Deutschrap-Vorzeigelabels Selfmade Records. 2019 stellen sich die Verhältnisse komplett anders dar: Aus Favorite ist kein Multi-Platin-Artist oder ein umtriebiger Geschäftsmann geworden.

Das Statement, das kaum eine Minute lang dauert, knüpft nahtlos an die öffentlichen Auftritte von Favorite in den letzten Wochen an. Kürzlich versuchte der Essener Rapper noch sichtlich verzweifelt, ein Comeback voranzutreiben. So richtete er einen Aufruf an seinen ehemaligen Label-Kollegen Kollegah und bat mit einer Crowdfunding-Aktion um finanzielle Unterstützung für die Arbeit an einem neuen Album. Auch teilte er auf seinem Song "Ich box Michael Jackson" völlig unmotiviert gegen Kool Savas aus. Dabei droppte er nicht zuletzt die N-Bombe und setzte auf plumpeste Provokationen. Vom einst schelmischen Witz des rappenden Harlekins war nichts mehr zu erkennen.

Dennoch machte es zuletzt den Anschein, dass Favorite ein neues Label gefunden hat, das die Zusammenarbeit mit ihm wagt. In der heutigen Zeit ist es daher nicht vollständig auszuschließen, dass sich Favorites Statement relativ bald als reine Promomaßnahme entpuppt.

Unabhängig von Favorites ganz besondere Laufbahn häufen sich in Deutschrap aktuell die Karriereende-Ankündigungen. Dardan erklärte vor gut zwei Wochen, "keinen Bock" mehr auf das Business zu haben:

Karriere-Ende nach Upload-Patzer? Dardan hat "kein Bock mehr auf die Scheisse"

Dardan ist aktuell einer der spannendsten Rapper der Szene und haut Ohrwurm-Tracks sowie romantische Balladen raus, was das Zeug hält. Für Hype sorgt aber nicht nur seine Musik: Erst kürzlich hat der Stuttgarter mit einem kuriosen Boxinhalt Schlagzeilen gemacht und war in aller Munde - genauso wie heute.

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Khabib Nurmagomedov beendet Karriere: 5 Lines über den UFC-Superstar
UFC

Khabib Nurmagomedov beendet Karriere: 5 Lines über den UFC-Superstar

Von Michael Rubach am 25.10.2020 - 17:17

Khabib Nurmagomedovs Vater ist im Sommer verstorben. Ohne seinen Trainer und seine Bezugsperson will der UFC-Superstar für keine weiteren Kämpfe zur Verfügung stehen. Das verkündete Khabib Nurmagomedov direkt nach dem Sieg gegen den Amerikaner Justin Gaethje. Der 32-jährige Russe habe seiner Mutter versprochen, dass dies sein letzter Fight sein werde. Damit tritt er als ungeschlagener Champion ab. Die makellose Erfolgsgeschichte des Kampfsportlers hat auch im Deutschrap seine Spuren hinterlassen.

Azad, Farid Bang & Co rappen über Khabib Nurmagomedov

Anlässlich eines EP-Battles mit Sportsfreund Fler setzte Farid Bang vollends auf den russischen Fighter. In Anspielung auf die satten Kampfbörsen holt Farid auf der Single "Nurmagomedow" zum Vergleich aus und betont in der Hook mehrfach, dass er ähnlich viel Geld generiert wie der abdankende UFC-Champion.

"Die Kugeln trafen deinen Kopf und deinen Pulli von Kenzo / Ohne Gnade, ich hol' das Dinero wie Nurmagomedow"

Ähnlich wie Farid halten es auch Kalazh44, Gringo, Hasan. K und Capital Bra auf dem Kollabotrack "Khabib". Wiederholungen des Namens stehen hier vorrangig auf dem Programm. Gringo geht noch ein Stück weiter und baut Khabib Nurmagomedov zusammen mit einer kleinen Links-Rechts-Kombo in seinen Part ein.

"Rechts, links, Khabib Nurmagomedov / Brüder knall'n sich ab, oh-oh, du bist schadenfroh"

Azad fügt den UFC-Kämpfer in eine ziemlich aktuelle Single aus seinem kommenden Album "GOAT" ein. Auf "So High" erklärt der Frankfurter, dass er wie Nurmagomedov auf dem Boden eine dominante Position einnimmt. Der UFC-Star gilt als einer der besten Grappler der Geschichte. Die Faszination für Kampfsport kommt bei Azad häufiger zum Vorschein. Dem irischen MMA-Star Conor McGregor, der 2018 mit Khabib im Oktagon stand, widmete Azad einst einen kompletten Song.

"King of Kings, dennoch auf'm Boden wie Nurmagomedow / Camouflage, denn ich jag' Monetos"

Slavik, der jahrelang als Teil des Comedy-Duos Ost Boys für Furore sorgte, ist noch nicht so lange als Rapper unterwegs. Für seine 2020 veröffentlichte Single "Dumm Dumm" bezog er sich auf die Kampftechniken des russischen Ausnahmekönners.

"Bin im Käfig, geb' dir Drehkick, so wie Nurmagomedow / Ja, das hier ist slavisches Facelift, komm, schau mir in die Augen"

In einer der wildesten Kollabos des Rapjahres steckt ebenfalls ein bisschen UFC-Spirit. Kollegah, Farid Bang und Fler kamen für "Public Enemies" zusammen und eine Line von Farid sollte sich bewahrheiten:

"Heute weiß ich, meine Wut kam vom Testo / Ungeschlagen auf Lebenszeit wie Nurmagomedow"

Hier kannst du dir ansehen, wie Khabib Nurmagomedov seinen Rückzug aus dem Oktagon bekanntgibt. Er ging aus allen seinen 29 Kämpfen als Sieger hervor.


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