Wir dürfen niemand Geringeres als Farid Bang in der neuen Folge unserer "Hiphop.de Talks" zu Gast heißen, der im Zuge seines anstehenden Albums "So muss man gehen Pt. 1" vorbeigekommen ist. Im Laufe des Gesprächs kommen der Banger und unsere Hosts Toxik und Miriam auch auf Kollegah zu sprechen, der sich zuletzt mit Vorwürfen konfrontiert sah, Kontakte ins rechtsextreme Milieu zu pflegen. Die Süddeutsche Zeitung hatte diesbezüglich berichtet. In unserem Interview bricht Farid jetzt eine Lanze für seinen "JBG"-Partner und versichert, dass er die Hand dafür ins Feuer halten würde, dass Kollegah kein rassistisches Gedankengut hegt.
Farid Bang verteidigt Kollegah gegen Vorwürfe
Angesprochen darauf, dass Kollegah sein Alpha Gym gemeinsam mit Heidrich Kopelke betreibt, bei dem es sich angeblich um den Sohn eines "Thor Steinar"-Mitgründers handeln soll, erklärt Farid, dass er jegliche rechten Vorwürfe gegen Kollegah zurückweisen könne. Im Gegenteil, Kolle sei "der Anti-Rechtsextremste" den Farid jemals kennengelernt habe: "Ich habe von ihm nicht einmal einen rassistischen Witz gehört."
Würde Kollegah solche Dinge denken oder gutheißen, dann hätte er dies auch gegenüber Farid eröffnet. Dem sei aber in keinem Falle so.
"Wir haben eine Bruderschaft, keine Freundschaft. Und ich kann das ganz klar dementieren und auch meine Hand ins Feuer legen, dass er [Kollegah] kein Rassist ist und auch gar nicht so rechtes Gedankengut hat."
Darüber hinaus verweist der Banger-Musik-Chef darauf, dass Kollegah mit einer Türkin verheiratet sei. Vorwürfe dieser Art würden also "gar keinen Sinn" ergeben.
Vielmehr glaubt Farid, dass Kollegah über die Jahre einfach zu einem Feindbild für "die Mitte der Gesellschaft" geworden ist. Deswegen werde bei ihm immer wieder versucht, einen Fokus auf potenzielle Fehltritte zu lenken, statt auf die positiven Aktionen, um die Kollegah sich regelmäßig bemühe: "In Deutschland habe ich nie eine berühmte Person gesehen, die mehr Charity als er gemacht hat."
Das Gespräch entwickelt sich daraufhin zu einer Debatte über die sogenannte Cancel Culture, wobei sich alle drei einig sind, dass es so etwas eigentlich gar nicht gebe. Immerhin charte Kollegah trotz allem weiterhin mit seinen Alben. Auch stimmen die drei darin überein, dass es für niemanden zuträglich ist, wenn Leute, nur weil sie vereinzelte Fehler machen, aus der Öffentlichkeit verbannt werden müssen. Es brauche für jeden die Chance, sich zu rehabilitieren, ansonsten hätte niemand den Raum, aus seinen Fehltritten zu lernen.
Den ganzen, sehr interessanten Talk könnt ihr euch hier anschauen:
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