"Falscher Aktionismus": PA Sports antwortet auf Kritik an seinem Kommentar zu Ikkimel-Post

Vor Kurzem hat Ikkimel einen Post bei Instagram abgesetzt, in welchem sie diverse Hass-Nachrichten teilt, die sie bei Social Media erhält. Wir haben dazu wiederum einen Post auf unserem Kanal gemacht, der für zahlreiche Reaktionen in den Kommentaren gesorgt hat – auch von anderen Artists. So hat unter anderem PA Sports einen Kommentar zu der ganzen Sache abgesetzt, mit welchem er für eine Reihe an negativen Reaktionen in der Kommentarspalte gesorgt hat. In seiner Instagram-Story liefert der Essener ein ausführliches Statement dazu.

PA Sports sieht Hate an Rappern als Kehrseite des Ruhms

Bevor man das Statement von PA richtig verstehen kann, muss man wissen, was konkret passiert ist. In dem Post, den Ikkimel zuvor geteilt und auch wir thematisiert hatten, zeigt die Rapperin DMs, in denen Menschen ihr unter anderem mit Gewaltfantasien begegnen. Dort wird ihr unter anderem gewünscht, dass sie in der "Hölle schmoren" solle und dass sie Opfer einer "Gruppenvergewaltigung" werde.

PA Sports hat bei uns unter dem Post derweil kommentiert, dass solche Kommentare Teil des Jobs seien:

"Bekomme solche Nachrichten auch. Als Person des öffentlichen Lebens ist man dem ausgesetzt. Ist kein Frauenproblem."

Dabei scheinen sich User vor allem an PAs letztem Satz zu stören. So werfen ihm einige Kommentierende vor, er würde den Hass, der Ikkimel entgegenschlägt, relativieren.

Hier noch mal der Post, damit ihr euch ein Bild von der ganzen Sache machen könnt:

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema dieses Artikels. PA Sports' Statement.

Der Rapper hat einige Stunden nach einer Diskussion in der Kommentarspalte ein ausführliches Statement in seiner Instagram-Story geteilt. In besagter Stellungnahme - die aus diversen Stories besteht - geht PA unter anderem auf die Relativierungsvorwürfe ein. Er stellt klar, dass er die Nachrichten, die Ikkimel erhält, absolut verachtenswert findet. Menschen, die solche Dinge schreiben, sollten sich von PAs Seite "verpissen":

"Keine Frau hat es verdient, vergewaltigt zu werden, weil sie X oder Y sagt."

Jeder, der zu diesem Thema was anderes zu sagen hat, solle sich von PA fernhalten. Auch sei es völlig "geisteskrank", dass man PA mit derartigen Vorwürfen begegne, obwohl er sich in der Vergangenheit stets gegen Sexismus und ein toxisches Männlichkeitsbild positioniert hätte.

Der LiP-Chef störe sich übrigens auch absolut nicht an Ikkimels Kunst oder den Dingen, mit denen sie polarisiert. Er sei lediglich kein Fan ihrer Rap-Skills. Aber sei's drum.

Sodann geht PA Sports konkret darauf ein, was er ursprünglich überhaupt mit seinem Kommentar gemeint hat. So störe er sich daran, dass Rap-Medien des Öfteren über Hass-Nachrichten in Ikkimels DMs berichten – und dabei andere Rapper außen vor lassen: "Als ob nur sie dieses Problem hätte." Er empfinde das als "selektiv".

Auch er erhalte teilweise sehr aggressive Nachrichten: "Von Krankheitswünschen gegenüber meinen Kindern, bis hin zu Vergewaltigungswünschen gegenüber den Frauen, die ich liebe." Auch Gewaltandrohungen seien mittlerweile Alltag in seinen DMs. Und auch wenn ihn das nicht kalt lasse – das sei laut ihm die Kehrseite der Medaille. Der Hass sei im Grunde das einzig Negative, womit sich erfolgreiche Rapper rumschlagen müssten. Abgesehen davon seien Leute wie er reich und privilegiert.

In dem Kontext stellt er die Vermutung in den Raum, dass Ikkimel vom Teilen solcher Nachrichten profitieren würde: "Wenn ich ihr Manager wäre, würde ich ihr auch empfehlen, so was immer wieder zu posten." Die Menschen, die sie mögen, würde es triggern und ihre Hater würde es weiter anstacheln, meint PA.

"Wokies": PA Sports kritisiert die "Hiphop-Polizei"

PA Sports wolle damit absolut nicht relativieren, was Ikkimel für Nachrichten erhält. Auch müsse sie solche Kommentare nicht über sich ergehen lassen. Nur sei sie eben auch nicht die Einzige, die diese erhalte – es liege also nicht an ihrem Geschlecht, dass sie Hass-Nachrichten bekommt.

Zum Abschluss des Statements regt sich der Label-Chef noch über eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen auf: "Wokies". Damit meint er konkret Leute, die "Hiphop-Polizei" spielen würden und einen akademischen Ansatz in das Genre reinbringen. Diese Leute würden Hiphop eigentlich nicht lieben und seien nicht Teil der Kultur.

Auch diesen Menschen wirft PA im Grunde Selektivität vor. Sie würden bei gewissen Themen besonders pedantisch vorgehen, Dinge wie Rassismus allerdings ignorieren.

"Ich ficke euren Aktionismus. Und ich ficke euer Links-Sein."

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