Explosion an Immobilie von Azet – Ermittler gehen von Anschlag aus
Azet

In der Nacht zu Donnerstag gab es diese Woche eine Explosion an einem Düsseldorfer Mehrfamilienhaus. Die Staatsanwaltschaft bestätigt nun, dass dort ein wohl absichtlich platzierter Sprengsatz explodiert sei. Die Immobilie gehört Berichten zufolge Azet.

Offenbar Anschlag auf Azets Immobilie in Düsseldorf

Die Explosion hatte sowohl am Haus als auch an umstehenden Fahrzeugen Schaden angerichtet. Die Anwohner mussten teilweise von der Feuerwehr mit einem Leiterwagen aus dem Gebäude geholt werden, da der Hauseingang durch Trümmerteile versperrt wurde. Verletzte gibt es keine. Sieben Bewohner mussten in städtischen Notunterkünften untergebracht werden. Inzwischen haben Untersuchungen allerdings ergeben, dass das Haus nicht einsturzgefährdet ist.

Die ermittelnde Staatsanwältin bestätigt zudem, dass das Haus einem bekannten Rapper gehört – mehreren Quellen zufolge handelt es sich dabei um Azet. Der sei auch klurz vor Ort gewesen, wurde jedoch noch nicht als Zeuge vernommen. Ob sich der Anschlag gegen den Besitzer oder einen der Anwohner richtet, könne man hingegen zu diesem Zeitpunkt noch nicht verlässlich sagen. Die Auswertung der Spuren werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, heißt es seitens der Ermittler.

Man prüfe derweil noch, ob die Explosion möglicherweise im Zusammenhang mit der Anschlagsreihe im Rheinland aus dem vergangenen Jahr steht. An insgesamt 22 Orten waren Sprengsätze explodiert. Die meisten davon in Köln, andere in Düsseldorf oder Duisburg. Die Ermittlungen in diesen Fällen haben ergeben, dass es wohl um eine Auseinandersetzung von mit Drogen handelnden Banden geht. Auslöser soll angeblich der Diebstahl von rund 300 Kilogramm Marihuana aus einer Kölner Lagerhalle sein. 

Bereits nach einem Anschlag auf den Kölner "LFDY"-Store erklärte der Kölner Kripo-Chef Michael Esser, dass die Verbindung zur Organisierten Kriminalität offensichtlich sei:

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