Exklusiv: Sun Diego über seinen Beef mit Selfmade-Boss

SpongeBozz-Interviews gibt es nicht? Falsch. Rooz hat eines geklärt, das er morgen in einer #waslos-Spezialfolge vorliest. Einen kleinen Vorgeschmack darauf können wir dir jetzt schon präsentieren: Sun Diego erklärt ausführlich, wie es zum Streit mit dem Selfmade Records-Chef Elvir Omerbegovic kam.

Im Grunde genommen habe das Ganze als Streit um Geld für die Sun Diego-Gastparts auf Kollegahs Album Bossaura angefangen, was mittlerweile auch mehr oder weniger bekannt sein dürfte.

"Elvir hatte mir gedroht, mich mit Anwälten und allem Drum und Dran so zu f**ken, dass ich nie wieder etwas im Musik-Business erreichen würde."

Die Bossaura-Analyse von JuliensblogTV sei seinerzeit sogar von Selfmade Records abgesegnet worden, erklärt Sun Diego:

"Die negative Analyse zu Bossaura hat Selfmade abgesegnet und den Audio- und Video-Content freigegeben, um meinem Ruf zu schaden. Bezahlt wurde Julien zwar nicht dafür, aber die hatten schon vorher Kontakt. Weil Jules und ich inzwischen gute Freunde sind, hat er mir das irgendwann verraten."

Elvir Omerbegovic soll Sun Diego als schlechten Einfluss auf Kollegah wahrgenommen haben. Im Interview gibt SpongeBozz dem Umfeld der zwei Rapper Mitschuld an ihrem Beef. Zum Zwist mit dem Selfmade Records-Boss sei es in erster Linie gekommen, weil der ihn offenbar nicht bezahlen wollte:

"Er hat die ganzen Verträge mit mir gemacht, er wollte nicht bezahlen. Es ging am Ende darum, das Master abzugeben, aber ich wollte vorher etwas von meinem Geld sehen. Ich meinte zu ihm, er sollte mal auf die Verträge klarkommen, sonst würde ich ihm das Master nicht geben. Da hat er fast geheult am Telefon. Widerwillig hat er dann trotzdem die Veträge aufgesetzt und, nachdem er dann das Master hatte, hat er alles getan, um mich zu f**ken."

Das komplette Interview mit Rooz und Sun Diego gibt es morgen in der neuen Sonderausgabe von #waslos und später dann auch auf Hiphop.de.

Die Welt erklärt Sun Diego zum "besten Rapper, den Deutschland derzeit hat"

SpongeBozz aka Sun Diego sei " derzeit Deutschlands versiertester Rapper", schreibt Welt.de . Sein Release Started from the Bottom/KrabbenKoke Tape könnte sich laut Dennis Sand besser verkaufen als Bushidos gleichzeitig veröffentlichtes Album Black Friday , was " eine kleine Sensation" wäre.

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Kaaris unterschreibt: MMA-Kampf gegen Booba noch 2019!
MMA

Kaaris unterschreibt: MMA-Kampf gegen Booba noch 2019!

Von Clark Senger am 13.04.2019 - 15:38

Der verrückte Beef von Booba und Kaaris, zwei der erfolgreichsten französischen Rapper, erreicht nach der Schlägerei am Paris Flughafen Orly im letzten Sommer einen weiteren Höhepunkt. Kaaris hat seine bis kürzlich fehlende Unterschrift unter den Vertrag des Schweizer MMA-Verbands SHC (Strength & Honor Championship) gesetzt. Boobas Zusage stand schon länger fest.

Kaaris vs. Booba im MMA-Oktagon

Gestern zeigte der 39-jährige Kaaris sich in einem Video auf Instagram, in dem er sich ein saftiges Hähnchen gönnt und locker nebenher seine Signatur unter den Vertrag setzt. Auf seiner Seite ärgert der knapp drei Jahre ältere Booba sich zwar ein wenig darüber, dass der Kampf nicht wie von ihm vorgeschlagen im September, sondern deutlich später im Dezember stattfinden soll. Er zeigt sich dennoch sehr froh darüber, dass es überhaupt geklappt hat.

Sollte sich sonst nichts mehr am vertraglichen Rahmen geändert haben, dürfte der Kampf in Genf stattfinden. Als Preisgeld sollen dem Gewinner 1,5 Millionen Euro und dem Verlierer 500.000 Euro winken.

Vorgeschichte des Beefs von Booba & Kaaris

Sollte der Kampf – sofern im Laufe des Jahres nichts dazwischen kommt – wirklich stattfinden, wäre es die größte und vielleicht sogar letzte Station im Beef der beiden Rapper, aber lange nicht die erste. Schon seit 2014 kriselt es mächtig zwischen den beiden, die zuvor auch gemeinsame Musik veröffentlicht hatten. Angeblich wollte Kaaris den Wünschen seines damaligen Kollegen Booba, ebenfalls dessen Feinde zu dissen, nicht nachgekommen sein. Booba betonte daraufhin immer wieder, Kaaris wäre erst durch ihn zu einem Rapstar geworden.

Danach tauschten die beiden immer wieder auf Songs und im Internet Beleidigungen aus – das volle Programm, das wir auch aus heimischen Gefilden kennen. Im letzten Jahr knallte es dann zwischen Kaaris und Booba am Paris Flughafen Orly, wo sich zufällig die Wege kreuzten. Die beiden Rapper gingen samt Entourage aufeinander los und sorgten durch ihre Schlägerei dafür, dass Halle 1 des Flughafens zeitweise geschlossen wurde. Flüge wurden gecancelt, es entstanden laut des französischen Magazins Generations.fr circa 54.000 Euro Schaden und die Beteiligten wanderten für ein paar Wochen hinter Gitter. Booba wurde beim Prozess am 6. September zu einer 18-monatigen Bewährung und 50.000 Euro Strafe verurteilt.

Dass die beiden ihre Streitigkeiten nun im Oktagon nach sportlichen Regeln austragen wollen, ist eine wohl beispiellose Story der Rapgeschichte. Wenn der Kampf Ende des Jahres stattfindet, werden nicht nur die Augen der französischen Rap- und Medienwelt auf Genf gerichtet sein.


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