Exklusiv: Jalil widerspricht und kritisiert Fler nach Maskulin-Trennung

Jalils Musik ist aus den Streaming-Diensten verschwunden, seine Videos wurden von YouTube genommen. Sein ehemaliger Freund und Labelchef Fler sagte in einem Statement, Universal würde die Musik offline nehmen, Jalil würde unrealistische Ansprüche stellen und man würde Leute aus dem Milieu schicken, um die Angelegenheit zu klären. Wir haben Jalil nach seinem Blickwinkel gefragt und er widerspricht in den grundlegenden Fragen Flers Erklärung.

Musik offline: Jalil antwortet auf Flers Statement

Konkret geht es um die Alben "Das Leben hat kein Air System" von 2015 und "Black Panther" aus dem letzten Jahr. Auf YouTube fehlen außerdem die Videos zu "Kleinkriminell", "99DMs" mit Fler selbst und Remoe sowie die Doku "This is Jalil". Hier lest ihr Jalils Antworten in voller Länge.

____________________________________________

Jalil zur Behauptung, dass Universal die Musik aus dem Netz nehme:

Selbstverständlich geht das auf Flers Kappe. Universal würde nicht einfach Musik von mir offline nehmen, wenn er das als Label nicht angeben [würde], da Universal der Vertrieb der Musik ist. Die Ansprüche, die ich gestellt habe, waren die vereinbarten Konditionen, die FLER mir vorgeschlagen hat, da er als Label immer noch 2/3 bis 3/4 der Einnahmen gemacht hat. Ich habe keine Beträge verlangt, die über der vereinbarten und von IHM vorgeschlagenen Vergütung lagen. Als ich im Nachgang die Vergütung verlangt habe, die er mir als Vorschlag genannt hat, war es auf einmal ein Problem, mich so zu bezahlen und Rechnungen wurden gestellt mit Abstrichen, damit er Geld einspart. Leider bin ich nicht der Erste, bei dem er das macht, aber der Erste, der sich das anscheinend nicht gefallen lässt.

... dass er Leute aus dem Milieu vorschicken würde:

Dass ich Leute aus dem Milieu für einen FLER schicken muss, ist völliger Quatsch. Bei aller Liebe, sowas muss man bei einem FLER nicht tun. Dass Freunde von mir an die Decke gehen, wenn sie die Geschichte mitkriegen, ist völlig menschlich und natürlich reagieren sie darauf empfindlich, weil hier Dinge passieren, die sehr link sind und die in dieser Form schon von anderen Maskulin-Künstlern berichtet wurden. Jedoch habe und werde ich niemals jemanden schicken, wenn ich etwas regeln will. Das weiß FLER auch gut genug. Ich habe öfter mit ihm kommuniziert und mehrfach verlangt, dass jeder seinen Weg geht und ich einfach das kriege, was mir zusteht. Ich habe versucht, die Sache respektvoll und ruhig zu klären ohne großes Tamtam.

... generell zur Zusammenarbeit mit Fler und dem Nachspiel der Trennung:

Stattdessen hat er jede Chance genutzt, mich in Interviews schlecht zu reden und als faul zu betiteln. Er hat sehr bekannte Leute aus dem Milieu eingemischt, als er gemerkt hat, dass der Druck meinerseits zu groß wurde und er im Unrecht ist. Und selbst die wollten die Angelegenheit friedlich und fair klären, jedoch macht FLER permanente Schritte, die gegen die Vereinbarung gehen, da er einfach völlig im Unrecht ist. Ich habe meine Alben abgeliefert und meine Arbeit bei Maskulin gemacht. Ich habe nicht an den Boxen extra verdient, habe Touren gespielt ohne Gage, habe Festival-Auftritte ohne Gagen gemacht, für Ghetto Sport gemodelt und, und, und, weil ich das immer als Chance gesehen habe und wie ein Freund meine Hand NICHT aufgehalten habe, wenn die Sachen finanziell nicht gut liefen.

Dass ich jetzt undankbar sein soll, weil ich verlange, was mir von einem Freund und Geschäftspartner versprochen wurde, finde ich sehr komisch. Dass Maskulin die Produktion mit Vorschüssen vom Vertrieb Groove Attack getragen hat, stimmt, jedoch wurden diese Vorschüsse alle eingespielt, da FLER die Alben sonst nicht an Universal verkaufen könnte.

Dementsprechend war meine Lizenzvergütung für die Produkte auch weitaus geringer als FLERs Anteile und er hat dementsprechend auch mehr verdient als ich. Auch das war so abgesprochen und ich habe nicht einen Cent über dem vereinbarten Betrag verlangt. Dass er nun die Geschichte dreht, um meine mir versprochenen Einnahmen einzubehalten, finde ich sehr fragwürdig, da er sich öffentlich immer negativ über Unterdrücker äußert und sich offensichtlich wie einer verhält.

____________________________________________

Jalil zeichnet ein komplett anderes Bild der Geschichte als sein Ex-Kollege. Auf Nachfrage sagt er uns, Fler verzichte sogar auf seine Einnahmen, um künftige Abgaben und Abrechnungen zu vermeiden. Darauf, dass "Nino Brown" noch online ist, weiß Jalil keine Antwort, außer dass es wohl vergessen worden sein könnte.

Flers Version der Geschichte könnt ihr in unserem Artikel von heute Nachmittag lesen:

Wir haben Fler gefragt, wieso Jalils Musik aus dem Netz verschwindet

Jalils Musik und seine Musikvideos verschwinden aktuell anscheinend aus dem Netz. Zumindest ist Jalils Album "Black Panther" derzeit nicht mehr auf Streaming-Plattformen wie Spotify zu finden. Die zugehörigen Musikvideos sind offenbar ebenfalls seit Kurzem offline. Auf Instagram äußert sich Jalil dazu in einem mehr oder weniger kryptischen Statement.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Kollegah löst offenbar Polizei-Einsatz & Schlägerei in Dortmund aus

Kollegah löst offenbar Polizei-Einsatz & Schlägerei in Dortmund aus

Von David Molke am 15.08.2019 - 15:49

Kollegah soll gestern Abend in Dortmund an einer Schlägerei mit rund 30 Leuten beteiligt gewesen sein. Wie Ruhr24 und die Ruhrnachrichten berichten, ist es bei einer Auseinandersetzung zwischen Samarita und Kollegah zu Handgreiflichkeiten gekommen. Die Polizei sei zu einem Großeinsatz angerückt und habe Reizgas eingesetzt, um die Schlägerei zu beenden.

Streitigkeiten zwischen Kollegah & Samarita in Dortmund offenbar eskaliert

Kollegah hat in Dortmund offenbar nach dem Rapper Samarita gesucht. Mit dem hatte Kollegahs Schützling Jigzaw bereits Beef – diesem Umstand verdanken wir das auffallend geschmacklose S*x-Video Jigzaws, für das der sich bereits entschuldigt hat. Samarita soll Kollegah vorgeworfen haben, das Video gut zu heißen, was der wiederum von sich weist. Er habe sich von dem Video bereits mehrfach distanziert.

Was ist Beef? oder: Wer kann am ekelhaftesten sein? (Kommentar)

Es gibt keine zwei Meinungen. Ich will niemanden überzeugen. Der Sachverhalt braucht keine moralische Einordnung und allein dieser Umstand zeigt, mit welcher Vehemenz die Grenze jeglichen Geschmacks überschritten wurde. "Beef ist, wenn ich deine Mutter fick' und du es siehst", rappte Kollegahs damaliger Labelpartner Favorite 2007 auf dem ersten Selfmade-Sampler.

Kollegah sagt sogar selbst, es sei ihm peinlich: In seiner Insta-Story war gestern dann zu sehen, wie er offenbar durch Dortmund-Wickede fährt und nach Samarita sucht. Er erklärt auch, der habe ihn herausgefordert, was er nicht auf sich sitzen lassen könne. Desweiteren gibt es Fotos, vermeintliche Nachrichten und dergleichen mehr.


Foto:

Screenshot: Kollegah auf Instagram https://www.instagram.com/kollegahderboss/

Eigentlich sollte das Ganze wohl – wie immer – eine faire Prügelei zwischen zwei erwachsenen Männern werden. Stattdessen wurde daraus – ebenfalls wie eigentlich immer – ein Gerangel zwischen rund 30 Leuten. Angeblich musste die Polizei Reizgas einsetzen, um die Gruppen voneinander zu trennen. Im Gebüsch sei auch noch eine Hiebwaffe gefunden worden und die Polizei hat wohl die Personalien von acht der Beteiligten aufgenommen.


Foto:

Screenshot: Kollegah auf Instagram https://www.instagram.com/kollegahderboss/

 

Kollegah wirft Samarita vor, nur für Promo Beef zu wollen

Alles wie immer? Ebenfalls in Kollegahs Insta Story erklärt der Rapper, er habe im Vorfeld mehrfach das Gespräch gesucht. Eigentlich habe er alles friedlich klären wollen und auch mit Samaritas Vater gesprochen. Da das alles aber nichts gebracht hätte, habe er sich aber nun selbst auf den Weg gemacht.

Kollegah glaubt genau zu wissen, wieso Samarita die Konfrontation sucht: Es gehe dem noch relativ unbekannten Rapper lediglich um Promo für sein neues Album. Kollegah gibt sich gönnerhaft und erklärt, Samarita den Gefallen tun zu wollen.

Wir können wie jedes Mal nur hoffen, dass niemand verletzt wurde. Außerdem hoffe ich natürlich, dass sich die Beteiligten irgendwann ihrer Vorbildfunktion und Reichweite bewusst werden und dann aufhören, von "Kriegern", "Ehre" und ähnlichem zu fantasieren. Vor allem aber wünsche ich mir, dass Rapper endlich damit aufhören, sich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zu treffen. Schreibt doch lieber sportliche Disstracks!

Undercover-Recherche zu Kollegahs "Alpha Mentoring"-Programm veröffentlicht

Von Anna Siegmund am 04.08.2019 - 15:41 Kollegah steht momentan so oft in der Kritik, dass er in seiner Instagram-Bio nicht nur "Rappen und Sport" als seine Hobbys angibt, sondern dort auch das Bekämpfen von Shitstorms auftaucht. Aktuell wird diesbezüglich wohl am meisten über eine Undercover-Recherche von Vice-Journalisten gesprochen, in der das "Alpha Mentoring"-Programm des Rappers kritisiert wird.

Kollegahs Boss-Status bröckelt: Alles auf Null?!

Kollegah zählt zu den erfolgreichsten Rappern Deutschlands. Er war sogar so erfolgreich, dass er die Musik einfach an den Nagel hängen konnte. Stattdessen wollte Kollegah nur noch einen YouTube-Kanal pflegen und seine Fans als Felix Blume unterhalten. Beziehungsweise weiter als Life-Coach motivieren, sich zu richtigen Alphas zu optimieren.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!