Wie Nu51 für Euniques "Befreiungsschlag" gesorgt hat

Eunique ist back und hat ihre neue Platte "Split" in der Pipeline! Die Hamburger Rapperin hat sich 2021 nach einer scheinbar unfreiwilligen Pause mit ihren neuen Solotracks "Bobby" und "Cut" zurückgemeldet. Bei Apple Musics HYPED Radio mit Aria Nejati spricht sie nun über ihr Comeback sowie ihr neues Album. Doch auch abseits der Musik gibt es in der Show (hier anhören) einiges zu bereden.

Eunique über ihre Rückkehr in die Szene

2018 erschien mit "Gift" das erste und zugleich bisher letzte Studioalbum von Eunique. Der angekündigte Nachfolger "Vision" wurde nach Problemen hinter den Kulissen komplett abgesagt. 2021 ist Eunique wieder in der Lage, Musik herauszubringen. Den Auftakt zu einer neuen Phase in ihrer Karriere bildete bereits letztes Jahr der Kollabosong "Ich will nicht". Kollege Nu51 von der Bantu Nation spielte auch bei den darauffolgenden Moves eine entscheidende Rolle.

"Letztes Jahr haben wir ihn dann mal in Köln besucht, weil mein Freund ist Footballer und sein Bruder ist auch Footballer. Da war schon mal direkt die Connection und wir wollten sowieso mal ins Studio gehen."

Offenbar hat der Vibe für gemeinsame Musik gepasst, denn es sind gleich mehrere Songs entstanden. Eunique erklärt gegenüber Aria, warum es wohl so gut geklappt hat:

"Unsere Energys sind einfach so: Ich glaube, wenn ich ein Junge wär', wäre ich wie Nu. Und er wahrscheinlich, wenn er 'ne Frau wär', wie ich. Das hat auf jeden Fall richtig gepasst."

"Ein sehr schöner Befreiungsschlag"

Für Eunqiue war die Single samt Musikvideo ein "Befreiungsschlag" nach den vielen Monaten, in denen es ihr nicht möglich war, ihren Output zu veröffentlichen:

"Es war auch ein richtig krasser Moment für mich, wieder zu releasen, auch wenn es über jemanden war – es war über einen Bruder. Und es hat sich auch richtig angefühlt." 

In einem anderen Rahmen als einem Feature mit Nu wäre das unter Umständen nicht so leicht gewesen. Eine Single des Bantu Nation Members hat der Rapperin anscheinend eine Art Safe Space geboten, in dem sie sich nicht von ihrem ehemaligen Management angreifbar gefühlt hat:

"Und ich wusste: Ok, wenn jemand Probleme hat ... ist ja Nus Single, meld dich bei Nu, verstehst du. Das war auf jeden Fall für mich ein sehr schöner Befreiungsschlag." 

Die komplette Folge kannst du dir hier auf Apple Music anhören:

HYPED Radio: Eunique zu Gast bei Aria Nejati

Hör dir hier die aktuelle Folge der Radioshow auf Apple Music an!

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"Ganz anders durchdrehen": Wie Cro international angreifen will
Cro

"Ganz anders durchdrehen": Wie Cro international angreifen will

Von Michael Rubach am 15.06.2021 - 12:41

Die Veröffentlichung von Cros Doppelalbums "trip" liegt gerade mal ein paar Wochen zurück. Nach knapp zehn Jahren im Geschäft, etlichen Hit-Singles und unübersichtlich vielen Auszeichnungen schaut er im Interview mit Aria Nejati (hier direkt zu HYPED Radio) nichtsdestotrotz bereits in die Zukunft. Cro bastelt an Moves, mit denen er seine Musik auf die internationale Bühne bringen kann. Doch auch ein Blick in den Rückspiegel ist drin: Was war da eigentlich los mit den Gerüchten um ein angebliches Karriereende?

Cro über seine internationalen Pläne

Auf Cros aktuellem Album befinden sich keine internationalen Features. Auf dem Vorgänger "tru." sah das noch deutlich anders aus. Beispielsweise mit Wyclef Jean und Ivy Sole ist der gebürtige Schwabe Kollabos abseits der Deutschrap-Bubble eingegangen. Cro geht davon aus, dass man in der heutigen Zeit "weltweit locker" etwas "reißen" könne. Den internationalen Markt betrachtet er dennoch mit einer guten Portion Respekt. Das verdeutlicht er samt Fußballmetapher.

"Für dieses Album ist es erst mal wieder auf die Ersatzbank gerutscht, aber da jetzt wieder Platz ist, nehme ich das auf jeden Fall wieder auf. Und ich habe halt auch immer wieder dieses Gefühl, man kann weltweit locker reißen gerade dank Internet und Zeiten, in denen es super schnell geht. Und trotzdem ist es halt echt noch mal ein anderes Spielfeld. Wenn ich hier in Deutschland super krass bin, in dem was ich mache - also wirklich ein Stürmer in der Mannschaft - bin ich vielleicht weltweit nur hinten links gerade. Da muss man noch ein bisschen mehr reinhauen, glaube ich, mit allem.

Für einen Positionswechsel (um in dem Bild zu bleiben) hat Cro unterschiedliche Ansätze. Zum einen könnte er sich vorstellen, "mit einer anderen Maske und einem anderen Sound und ganz anders durchdrehen." Zum anderen bestünde auch die Möglichkeit eines Undercover-Projekts. Songs habe er bereits in der Hinterhand.

"Ich habe wie gesagt echt gut vorproduziert und schon Dinger am Start und jetzt ist nur die Frage, unter welchen Konstrukten und wie und wo es losgeht. Ich habe irgendwie Bock, es so zu machen, dass keiner weiß, dass ich es bin erst mal."

Cro über sein mögliches Karriereende & die Sache mit der Maske

Ist "trip" womöglich das letzte Album des Künstlers Cro? Diesen Eindruck konnten Fans zumindest gewinnen, wenn sie vor kurz vor Release im Internet unterwegs waren. Gerüchte um ein angebliches Karriereende gab es reichlich zu lesen. Es macht jedoch nicht den Anschein, als würde der Deutschrapstar demnächst selbst einen Schlussstrich unter seine musikalische Laufbahn ziehen wollen.

"Und dann war ich auch so, okay, jetzt könnte das Ende sein, wer weiß? Ich weiß es ja selber noch nicht, ob das das letzte Album war, wer weiß? Du könntest morgen vom Bus überfahren werden, deswegen war es ja gar nicht gelogen."

Auch eine fast schon obligatorische Frage begleitet das künstlerische Schaffen von Cro. Wird er sich irgendwann zu erkennen geben? Kurzfristig ist damit eher nicht zu rechnen:

"Nein, eigentlich nicht. Eigentlich habe ich noch gar nicht das Bedürfnis danach, die Maske fallen zu lassen. Wüsste nicht warum. Nur für dieses Ding, dass man erkannt wird. Nein, immer noch nicht. [...] Also natürlich stellt man sich das vor und überlegt: Wäre jetzt der Moment, was würde passieren? Aber nein, es wurde noch nie irgendwie wirklich spruchreif."

Cro behält sich jedoch vor, mit einer "Monsterwelle" alles aufzulösen. Er habe schließlich reichlich Videomaterial aus dem vergangenen Jahrzehnt rumliegen, dass ihn ohne Maske zeigen würde. Er spiele gerne mit dieser Unklarheit um sein Aussehen. Sein Umgang mit dem Thema zeigte sich auch in der Kampagne für "trip". Die vorige Version der Pandamaske wurde zu Grabe getragen. Die neue Platte hat dafür gleich zwei neue Masken und unterschiedliche Soundwelten hervorgebracht.


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