Jay Z und  "4:44": Es herrscht Gewissheit – zumindest ein bisschen

Wie wir gestern berichteten, schien die ganze Welt Auge auf eine Kampagne zum neuen Album von Jay Z zu machen. Das Internet war sich schnell einig, dass es sich bei 4:44 um das nächste große Projekt des New Yorker Urgesteins handeln müsste.

Während der NBA-Finals zwischen den Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers kam nun ein wenig Licht ins Dunkle. Dort wurde ein Trailer gezeigt, der eher auf einen Boxfilm hindeutet als auf ein Album des Roc Nation-Gründers.

Da es sich jedoch offenbar um einen Film handelt, der in Partnerschaft mit Sprint exklusiv auf Tidal zu begutachten sein wird (siehe Ende des Trailers), ist nicht jede Hoffnung verloren. Schließlich ist Jay Z bekanntermaßen eng mit dem Streaming-Dienst verknüpft. Es könnte sich also genauso gut um Promo für das erste Musikvideo des neuen Albums drehen. Die Vorstellung ist nicht total absurd, dass der Rapper nach Jahren der Ruhepause mit einem Kurzfilm anstelle eines gewöhnlichen Musikclips zurück ins Game kommt. Oder es ist wirklich "nur" ein Boxfilm.

Die Internetmeute ist berechtigterweise verwirrt. Da hilft nur warten. Kommt Zeit, kommt Jay Z oder vielleicht auch nicht.

Spekulationen über ein anstehendes Release von Jay Z gab es bereits 2016:

Jay Z: Neues Projekt in Planung?

Jay Z scheint sich wohl wieder ins Business einmischen zu wollen. In den vergangenen Jahren war es um die Ikone ruhiger geworden und bisher warten wir auch noch immer auf einen Nachfolger von Magna Carta Holy Grail. Im Jahr 2016 meldete sich Jigga endlich mit dem ein oder anderen Track zurück.

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Wu-Tang Clans 2. Generation: Söhne von Method Man, ODB & Co werden zur Rap-Crew

Wu-Tang Clans 2. Generation: Söhne von Method Man, ODB & Co werden zur Rap-Crew

Von Clark Senger am 14.11.2019 - 18:03

"Wu-Tang is for the children" – Daran ließ Ol' Dirty Bastard durch seine kuriose Rede bei den Grammys 1998 keine Zweifel. Dass es sich bei dem legendären Zitat um mehr als einen Slogan handelt, beweisen jetzt die Söhne einiger Wu-Tang-Clan-Mitglieder. Sie haben sich zusammengeschlossen, um unter dem Crew-Namen 2nd Generation Wu das Vermächtnis ihrer Väter fortzuführen.

Die zweite Generation des Wu-Tang Clans

Namentlich sind es Intell (U-Gods Sohn), Pxwer (Method Mans Sohn), Sun God (Ghostface Killahs Sohn) und Young Dirty Bastard (dreimal dürft ihr raten, wer sein Vater war), die mit "7.O.D." kürzlich ihre erste Single veröffentlicht haben. Jeder der vier MCs rappt einen Verse, Pxwer übernimmt zusätzlich die Hook:

"God made everything around me / forget about the money / none of it is real y'all"

Der erste Song arbeitet viel mit Anspielungen auf Klassiker der ersten Generation. Die Hook bezieht sich mit Sample und Lyrics auf "C.R.E.A.M.", Pxwers Einstieg ist an Inspectah Decks erste Line auf dem Song angelehnt und in YDBs Part wird kurz das ikonische Piano-Sample aus ODBs "Shimmy Shimmy Ya" angeteast.

Als Einstieg ganz nett für die neue Crew, aber den kompromisslosen Hunger, die unausweichliche Energie und die Innovationskraft ihrer Dads in den frühen 90ern lassen die vier beim Debüt noch vermissen. Es würde auch fast an ein Wunder grenzen, wenn die zweite Generation die Erfolge und die Attitude der ersten einfach so wiederholen könnte. Tatsächlich ist das auch nicht der Plan von Yung Meth, Yung U-God und Co, wie Intell gegenüber SIlive erklärt.

"Beim Aufwachsen hatte ich immer die Einstellung: 'Ich bin, wer ich bin, und mein Vater ist, wer er ist.' [...] Wir haben alle unseren eigenen, einzigartigen Sound und wir sind bereit, ihn gemeinsam zu teilen."

("Growing up, I’ve always had the mindset of 'I am who I am, my father is who he is.' [...] We all have our own unique sound and we’re ready to share that together.")

Natürlich wollen die Jungs ihren eigenen Weg gehen. Ein Musikvideo zu "7.O.D." soll noch 2019 erscheinen und ein gemeinsames Album ist für die "nahe Zukunft" geplant. Ein ambitioniertes Unterfangen. Auf Grundlage der ersten Single lässt sich nicht unbedingt der ganz große Erfolg prognostizieren – 2nd Generation Wu klingt eher nach Nischenrap für Fans, die mit den aktuellen Strömungen der Szene nicht viel anfangen können.

Aber um die bunten Scheine geht es dem Quartett offenbar ohnehin nicht. Vergiss das Geld, none of it is real y'all!


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