Das erste Mal seit 1986: Vinyls verkaufen sich besser als CDs

Der Retrotrend boomt: Wie in den Neunzigern sieht man überall Leute in Trainingsanzügen und an ihren Füßen tot geglaubte Fila-Sneaker. Die Liebe für Retro-Stuff spiegelt sich aber nicht nur in der Mode wider. Auch in der Distribution von Musik beweisen die Zahlen, dass Retro der **** ist.

Statistiken: Vinyl kann CD 2019 überholen

Wie die Recording Industry Associaten of America (RIAA) berichtet, ziehen die Verkäufe von Vinyls ordentlich an. In den ersten sechs Monaten in 2019 erwirtschaftete die Musikindustrie 224,1 Millionen USD mit dem Verkauf von Schallplatten. Die Einnahmen stiegen in dem Zeitraum um 12,9 % an. Der Verkauf von CDs brachte der Industrie 247.9 Millionen USD und stagnierte mehr oder weniger. Sollte dieser Trend so weitergehen, könnten Vinyls das erste Mal seit 1986 mehr Umsatz generieren als CDs.

Die Umsatzzahlen von Vinyls zeigen seit Jahren eine deutliche Tendenz nach oben, wie wir bereits 2013 berichteten. Laut statista gehen die Verkaufszahlen in Deutschland seit 2010 ebenso bergauf und halten sich seit 2016 relativ stabil.

Natürlich sind die physischen Verkäufe insgesamt nur ein Bruchteil der gesamten Einnahmen der Industrie. Die Dominanz digitaler Distribution wird immer offensichtlicher – nicht umsonst sprechen wir von der Streaming-Ära. Bezahlte Streaming-Abos bilden 62 % der gesamten Umsätze der Musikindustrie.

Ein Cover im Großformat, das man sich sogar an die Wand hängen kann, sieht aber auch ziemlich geil aus. Der Kauf einer Vinyl ist gleichzeitig eine Möglichkeit für die Fans, den Artist noch mehr zu supporten. Auch Aktionen wie der Record Store Day machen jährlich auf das Medium aufmerksam und motivieren Fans, dem lokalen Vinyl-Schuppen einen Besuch abzustatten. Eine solche Liebe erfährt das Medium CD nicht. Vielleicht hatte Kanye schon 2016 recht und der Tod des Mediums CD ist bereits besiegelt.

"Nie wieder!": Die CD ist laut Kanye West tot

Wenn Kanye West deklarierte die CD für tot.

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Producer Rahim Erbil: Der 5-Jahres-Plan, Schicksalsschläge & die Arbeit in der Werbebranche – Macher

Producer Rahim Erbil: Der 5-Jahres-Plan, Schicksalsschläge & die Arbeit in der Werbebranche – Macher

Von HHRedaktion am 27.10.2019 - 15:37

Produzent Rahim Erbil dürfte den meisten durch seine Reactions zu diversen Musik- und vor allem Deutschrap-Videos bekannt sein. Seinen ungewöhnlichen Weg in die Musikbranche kennen wohl nur die wenigsten.

Obwohl Rahim bereits seit Kindheitstagen diverse Instrumente beherrschte und sich Producing beibrachte, sah es lange Zeit nach einer anderen beruflichen Perspektive aus – inklusive drei abgebrochener Studiengänge. Im Gespräch mit Jonas schildert Rahim emotional, wie der Tod seiner Mutter einen Wendepunkt für ihn darstellte. Zudem spricht er darüber, was es mit dem bislang voll aufgegangenen 5-Jahres-Plan auf sich hat und wie er eher zufällig in der Werbebranche landete – und liefert Einblicke in einen sonst kaum bekannten Teil der Musik- und Audioindustrie. 

Und wie sieht es mit künftigen Artist-Zusammenarbeiten aus? Über all diese Themen spricht Rahim in der neuesten Folge „Macher“ in seinem Spaceship-Studio in Köln, das zugleich die Base seiner Agentur Campera Media darstellt.


Producer Rahim Erbil: Der 5-Jahres-Plan, Schicksalsschläge & die Arbeit in der Werbebranche – Macher

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