Eno reagiert auf "Deutschrap ist fresher denn je"-Memes

Das unbarmherzige Internet hat Eno schon öfter mal ins Zentrum von Spott gerückt ("Berlin, was geht ab?"). Mit der vom Twitter-User Clo1444 gestarteten Reihe "Deutschap ist fresher denn je" ist das Ganze jedoch in eine neue Dimension vorgestoßen. Eno gilt seitdem als Inbegriff von Deutschrap-Sound, der sich stark an bereits veröffentlichten Songs orientiert. Nun hat sich Eno in seiner Insta-Story zu seinem wenig schmeichelhaften viralen Ruhm geäußert.

"Deutschrap ist fresher denn je": Eno erklärt sich

Die besagten Clips von Clo1444 enden immer gleich: Wir sehen Eno, wie er im fahrenden Auto erzählt, dass Deutschrap Amerikas Mutter gef*ckt habe und einfach fresher denn je sei. Im Vorhinein wird ein Deutschrapsong mit einem anderen Track abgeglichen. Die Pointe ist schnell zusammengefasst: Deutschrap wirkt dabei nicht fresh, sondern reichlich uninspiriert.

Eno führt nun aus, dass er mit seiner Aussage nicht auf das kreative Level im Deutschrap abgezielt habe. Vielmehr sei es ihm darum gegangen, zum Ausdruck zu bringen, dass Deutschrap auf einer neuen Stufe angekommen sei. Die US-Vorbilder will er auch nicht abgewertet wissen.

"Die Shisha-Bars, die Clubs [...] alle sind auf Deutschrap. Ich meine damit, Deutschrap ist so fresh mittlerweile, dass mehr Deutschrap gehört wird als Ami-Musik. Ich sag doch nicht, dass Ami-Musik scheiße ist."



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Eno reagiert auf den Hate gegen seine Person

Den persönlichen Hate gegen sich kontert Eno zunächst mit einem Verweis auf seine Lebensumstände. Er sei inzwischen Millionär und ihm sowie seiner Familie gehe es sehr gut. An die "Hiphop-Polizei", die seinen Output besonders kritisch betrachtet, richtet er ebenfalls ein paar Worte. So stellt er die Frage in den Raum, ob die Songs, die offenkundig auf dem Werk anderer Artists aufbauen, entscheidend für seine Karriere gewesen seien. Daraufhin zählt er einige Tracks auf, die für ihn nicht in die Kategorie Hommage fallen. Über erfolgreiche Tracks wie beispielsweise "Mercedes" oder "Ferrari" würde aktuell niemand reden.

Alle, die gegen ihn haten, bezeichnet er als "Mitläufer", "Neider" und "unzufriedene Menschen". Bisher habe Enos Fokus zudem nicht auf der Musik gelegen. Die Rapkarriere laufe eher nebenher.

"Seid froh, dass ich mich bis heute nicht richtig mit Musik beschäftige. Das ist alles eine Sache, die mache ich nebenbei."

Eno plant, seine Herangehensweise zu ändern. Er habe zukünftig vor, sich mehr mit der Materie zu befassen. Er verspricht, sich regelrecht in die Musik "reinsteigern" zu wollen. Es werde ein "abnormales Album" entstehen.

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Starke Props von Xatar: "Könnte sein, dass sie die Krasseste ist"

Starke Props von Xatar: "Könnte sein, dass sie die Krasseste ist"

Von Renée Diehl am 06.03.2021 - 12:32

Gerade war Xatar beim Berliner Radiosender JamFM zu Gast und durfte in einer Runde „Deal Or No Deal“ mit Moderator Tobi Lee seine Meinung zu drei Deutschrap Newcomern abgeben. Dabei gibt's insbesondere für die weiblichen MCs viel Lob. Der Baba aller Babas verteilt ordentlich Props an die Frauen im Game und vor allem die Newcomerin Layla kann sich darüber freuen, dass sie laut Xatar womöglich „die Krasseste ist“. 

„Eine Sache muss man den Female Rappern lassen. Die Prozentzahl derer, die wirklich gut sind, ist einfach viel höher als bei den Männern. Das war auch in Amerika immer so. Female Rapper in Deutschland sind auf jeden Fall (fast) alle krass. Aber ich muss sagen, bei Layla könnte es sein, dass sie die Krasseste ist.“ 

Layla: Aus dem Nichts in die Playlists

Bereits 2020 erschien die Münsteranerin wie aus dem Nichts auf der Bildfläche: Ohne Label oder Vertrieb landete einer ihrer Songs sowohl in der „Deutschrap Brandneu“ Playlist von Spotify, als auch im „Deutschrap Radar" bei Apple Music. Damals schon haben wir mit der Musikerin über ihre musikalische Vision gesprochen:

„Zu ihren Zielen gehört es, Leuten in Deutschland, die bislang für ihren Musikgeschmack über den Atlantik schauen müssen, eine Alternative zu bieten. Aus diesem Anspruch heraus leiten sich auch die Pläne für die Zukunft ab. Layla wünscht sich mehr Frauen und mehr Authentizität in der Musikwelt.“

Layla liefert, was Deutschrap gefehlt hat

Der Weg aus dem Schoß des Freundeskreises ins Rampenlicht ist 2020 kürzer als je zuvor. Wo die Industrie nur noch hinterherlaufen kann ...

Für Xatar ist es ein „Deal“

Das Potenzial, das hinter solchen Ambitionen steckt, hat auch Xatar erkannt, der die Rapperin darüber hinaus schon im Studio erlebt hat:  

„Wie sie schreibt und wie sie abgeht – das ist hardcore.“

Während Xatar bei JamFM noch auf ihren Song „Hustla“ aus dem März 2020 reagiert, hat Layla gerade gestern – und damit genau wie „Hustla“ im letzten Jahr im Vorfeld zum Weltfrauentag am 8. März – ihre neue Single „Creamy“ rausgehauen. Video und Text sind feinster Feminismus der vierten Welle à la "My Body, My Choice": Mit Leichtigkeit spielt die Künstlerin mit ihrer Sexyness und zeigt somit weiterhin ihr Können. Für Xatar jedenfalls ist es ein „Deal“. 

Layla - Creamy [Video]

Bei Layla ist "alles creamy". Im Video zu ihrem gleichnamigen Song "Creamy" gibt's die Rapperin in einer rosa Backstube zwischen jeder Menge sexy Backwaren zu sehen - und das ist hier durchaus buchstäblich gemeint.


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