Enemy diskutiert mit AfD-Politiker über Chancengleichheit bei der Bildung

Als Nachwuchs-Azzlack Enemy vor zehn Tagen neben einem relativ fröhlichen AfD-Bundestagsabgeordneten posierte, fragte man sich, was genau es damit auf sich hatte. Jetzt sind wir schlauer: Der "Arztlack" hat für das Funk-Format Informr mit Markus Frohnmaier diskutiert. Im ersten Teil des Gesprächs geht es um Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem, um vermeintliche Vorurteile, die Lehrer ihren Schülern gegenüber haben sollen, und um die unterschiedlichen familiären Voraussetzungen für Bildung sowie deren Folgen.

Auch wenn die Diskussion in ihrer Kürze relativ oberflächlich bleibt, ist das Aufeinandertreffen nominell natürlich eine interessante Kombination. Markus Frohnmaier, der Seenotretter im Mittelmeer als "regelrechte Schlepper" diffamiert und die Rente an die Staatsbürgerschaft eines Menschen koppeln will, wird als "Nachwuchsstar" der rechten AfD gehandelt.

INFORMR

"Wenn du Hartz IV-Kind bist, wirst du Hartz IV-Vater!": Rapper Enemy (Generation Azzlack) streitet mit AfD-Politiker Markus Frohnmaier - AfD über Chancengleichheit. Was meint ihr: "Einmal Bauer,...

Azzlack Motherfuck @afd.bund

21.3k Likes, 1,235 Comments - E N E M Y (@enemy_offiziell) on Instagram: "Azzlack Motherfuck @afd.bund"

In der letzten Folge von Azzlackz vs. AfD gaben Celo & Abdi Erika Steinbach Kontra:

Celo & Abdi on Twitter

@SteinbachErika Liebe Frau Steinbach, wir möchten mit unserer Lyrik niemanden zur Gewalt aufrufen, jedoch liegt es in unserer Pflicht die Jugendlichen gegen jede faschistische Bewegung aufzuklären, damit sich die Geschichte nicht wiederholt wie vor 85Jahren !#KurtTucholskyMääässssisch

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Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Von Michael Rubach am 18.10.2020 - 13:21

Diddy mischt fortan mit seiner eigenen Partei im politischen Geschehen Amerikas mit. Wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat er die "Our Black Party" ins Leben gerufen. Eine Verbesserung der Lebensrealität der Schwarzen Community ist dabei das erklärte Ziel.

"Die Mission ist es, eine Plattform zu schaffen, um eine politische Agenda voranzutreiben, die auf die Bedürfnisse der Schwarzen eingeht."

Diddy umreißt das Partei-Programm

Auf Twitter nennt Diddy den Launch der Partei "eines der kühnsten Dinge", die er jemals getan habe. Er arbeite dabei unter anderem mit jungen Schwarzen Aktivist*innen zusammen. Es sei bei "Our Black Party" letztlich egal, ob man auf der demokratischen oder republikanischen Seite des politischen Spektrums stehe. Was zählt: Die Lebensqualität der Schwarzen Bevölkerung müsse "dramatisch verbessert" werden, wie es auf der Website der Partei heißt.

Das Programm der "Our Black Party" formuliert verschiedene Forderungen: Das Ende der Finanzierung der Polizei ("Defunding The Police"), ein garantiertes Einkommen für alle und die Legalisierung von Marihuana sind nur ein paar Punkte auf der Agenda. Weitere Infos gibt es auf ourblackparty.org. Die aktuelle Lage in den Staaten schätzt der Hiphop-Mogul darüber hinaus ziemlich dramatisch ein.

Diddy vs. Donald Trump: Kurz vorm Bürgerkrieg?

Oberste Priorität habe für Diddy zunächst, die Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten zu verhindern. "Er muss gehen", twittert der Bad Boy Records-Gründer. Die amerikanische Bevölkerung dürfe "diesem Mann nicht erlauben, dass dieser weiter versuche zu spalten". Diddy prognostiziert, dass die verhärteten Fronten in den USA sonst zu kriegsähnlichen Zuständen führen könnten.

Trump habe die "Dinge zu weit getrieben". Um die Situation bewältigen zu können, wünscht sich Diddy den demokratischen Kandidaten Joe Biden im Weißen Haus. Es sei an der Zeit, dass sich die Schwarze Community vereine. Mit der frisch gegründeten Partei soll dieses Vorhaben offenbar angegangen werden.

Diddys Engagement wird hier und da öffentlich hinterfragt. Die Sängerin Aubrey O'Day zieht seine Aussagen in Zweifel. Das ehemalige Mitglied der von Diddy gecasteten RnB-Gruppe Danity Kane deutete via Twitter an, dass Diddy und Trump eigentlich gute Freunde sein würden.

Weitere Einblicke in seine politischen Vorstellungen gewährt Diddy in einem aktuellen Interview bei Revolt TV.


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