Top 17: Eminem verrät seine Lieblingsrapper

Fragt man Rapfans nach ihrem Lieblingsrapper, ist die Chance groß, bei Einigen auf einen gewissen Marshall Mathers zu treffen. Eminem gilt für viele als die Spitze des Eisbergs, was Rapmusik angeht. Doch welche Rapper sind für die Legende aus Detroit ebenfalls im Olymp der ganz Großen anzutreffen? Die Frage beantwortete Eminem gestern in einem Tweet.

Eminems Lieblingsrapper

Insgesamt nennt Eminem siebzehn Rapper ohne bestimmte Reihenfolge:

Lil Wayne

Der "Young Money"-Gründer dürfte wohl den allermeisten Rapfans ein Begriff sein. Kaum ein anderer Künstler hat den Test der Zeit so gut überstanden wie der 37-Jährige aus Louisiana. Sowohl als Rapper als auch als Labelchef feierte Weezy krasse Erfolge und hat sich damit zurecht einen Platz auf Eminems Liste gesichert.

2Pac & The Notorious B.I.G.

Über Tupac Shakur und Biggie müssen keine Worte verloren werden. Wer auf diesem Artikel gelandet ist, kennt die beiden MCs, ihre Stärken, Eigenheiten und ihren Legendenstatus ganz genau.

Royce Da 5'9"

Als zweite Hälfte von Bad Meets Evil und Eminems Labelsigning hat es Royce ebenfalls auf die Liste geschafft. Ehemals waren die beiden noch Beef-Kontrahenten, mittlerweile sind die Rapper aus Detroit Partner und gute Freunde. 2014 nahmen sie sogar gemeinsam ein Album auf – "Hell: The Sequel".

Jay-Z

22 Grammy-Awards sprechen eigentlich für sich, kein Rapper hat mehr als Shawn Carter. Der mittlerweile 50-jährige Rapper aus Brooklyn und Ehemann von Beyoncé hat es ebenfalls unter Eminems Lieblinge geschafft. Auf dessen Album "The Blueprint" findet sich mit "Renegade" die bis jetzt einzige Kollaboration der beiden Superstars.

Redman

Der Rapper aus New Jersey hat es gleich zweimal auf Eminems Liste geschafft und auch wenn diese keine Reihenfolge beinhaltet: Eminem hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass Redman zu seinen absoluten Favoriten gehört. Bekanntheit über die Rapwelt hinaus erlangte Redman vor allem durch seine Kollaboration mit Wu-Tangs‘ Method Man. Zusammen drehten die beiden den Film "How High" und kreierten mit "Da Rockwilder" einen der legendärsten Tracks der Hiphop-Geschichte.

Treach

Treach ist der erste Rapper in Eminems Aufzählung, der möglicherweise nicht jedem direkt ein Begriff ist. Sobald man jedoch weiß, welcher Crew der 49-Jährige angehört, sollte sich das jedoch ändern. Der Rapper ist der Frotmann von Naughty by Nature, der legendären Gruppe aus New Jersey. Obwohl deren letztes Studioalbum schon fast zehn Jahre zurückliegt, hat das Trio über zwei Millionen monatliche Hörer auf Spotify, weil mit "O.P.P" und "Hip Hop Hooray" zwei unwiderrufliche Classics zu ihrer Diskografie zählen..

Kool G Rap

Der Künstler aus Queens gilt durch seine Technik und seine Lyrics über kriminelle Legenden wie Al Capone als Pionier sowie Wegbereiter und Inspiration für nachfolgende Rapgenerationen.

Crooked I

Crooked I oder King Crook ist, wie Royce Da 5'9", ein ehemaliges Mitglied der Rapgruppe Slaughterhouse, die bei Eminems Label Shady Records unter Vertrag stand. Zuletzt konnte man den 41-Jährigen dieses Jahr auf Eminems "Music To Be Murdered By" hören. Dort war er auf dem Track "I Will" vertreten.

LL Cool J

Ein weiterer Rapper aus dem letzten Jahrtausend, der es unter Eminems Lieblingsrapper geschafft hat. Der 52-jährige Künstler aus Queens ist ein absolutes Multitalent und mittlerweile nicht nur Musiker, sondern auch ein Hollywood-Schauspieler. Als Rapper holte er insgesamt neunmal Platin und war einer der ganz großen Künstler der 90er. Seine Musik wird bis heute gefeiert: Songs wie "Mama Said Knock You Out" oder "Doin It" haben auch im Streaming-Zeitalter, über 20 Jahre nach Release, nicht ihre Anziehungskraft verloren und kommen jeweils auf über 50 Millionen Spotify-Aufrufe.

Nas

Nasir bin Olu Dara Jones oder Nas fehlt wahrscheinlich auf den wenigsten Top 10-Listen, wenn es um Rapper geht. Mit "Illmatic" lieferte der Rapper aus Brooklyn 1994 ein absolutes Evergreen der Hiphop-Geschichte. Bis heute wird Nas als einer der größten Lyriker und Poeten des Genres gefeiert, selbst wenn seine Diskographie nicht immer konsequent überzeugen konnte.

Joyner Lucas

Die wahrscheinlich größte Überraschung auf einer wenig überraschenden Liste ist Joyner Lucas. Der Rapper aus Worcester (wie die Soße) gilt als eines der absoluten Wunderkinder des Raps und war 2018 auf Eminems Album "Kamikaze" vertreten. Mit "I'm Not Racist" lieferte der Künstler eins der ganz großen Werke der letzten Jahre, das bis heute kein Stück an Relevanz verloren hat; und auch deutsche Rapper begeisterten konnte.

Kendrick Lamar

Das Oldschool-Rapper Fans von Kendrick Lamar sind, zeichnete sich schon 2011 ab, als Snoop Dogg die Fackel des Westcoast-Raps an ihn weitergab. Seitdem ist der Rapper aus Compton zu einem absoluten Weltstar geworden. Trotz des weltweiten Erfolgs hat der 32-Jährige seine Heimat nie vergessen und ist besonders für seinen politischen Aktivismus bekannt. Sein Song "Alright" wurde bereits kurz nach Veröffentlichung zu einer inoffiziellen Hymne der Black Lives Matter-Bewegung und ist im Zuge der aktuellen Proteste um den Mord an George Floyd relevant wie nie.

J.Cole

Der einzige Künstler der in den letzten 25 Jahren ohne Features auf einem Album Platin gegangen ist. Jermaine Cole zählt spätestens seit seinem Album "2014 Forrest Hills Drive" zu den größten Rappern seiner Generation. Cole zeigt sich in seinen Lyrics smart, bestimmt und äußerst empathisch. Er selbst sieht sich als "Middle Child", als Vermittler zwischen zwei (Rap)Generationen, der morgens mit Jigga frühstückt, abends mit Kodak Black telefoniert und am nächsten Tag auf einer Couch seinen Konflikt mit Lil Pump aus der Welt schafft.

André 3000

Die eine Hälfte von Outkast ist in so gut wie jeder Diskussion um die besten Rapper aller Zeiten vertreten. Welthits wie "Hey Ya!" und "Ms. Jackson" zeigen sowohl seine Skills als Lyriker als auch als musikalischer Querdenker, der den Blick schon immer eher auf die Zukunft als auf imaginäre Genregrenzen gerichtet hat.

Rakim

Niemand rappt wie Rakim, das müsste mittlerweile auch jedem Deutschrap-Fan klar sein. Der mittlerweile 52 Jahre alte Rapper aus Long Island gilt zusammen mit seinem damaligen Partner Eric B. als eines der legendärsten Duos der Rapgeschichte. Ihr Debütalbum "Paid In Full" aus dem Jahr 1987 führt bis heute einige Listen der besten Rapalben an.

Big Daddy Kane

Der letzte auf Eminems Liste der Größten ist Big Daddy Kane. Der 51-jährige Rapper aus New York hat sich mittlerweile zwar zur Ruhe gesetzt, seinen Legendenstatus hat er trotzdem nicht verloren. Eminem selbst nennt ihn in seinem Buch "The Way I Am" aus dem Jahr 2008 als maßgeblichen Einfluss für seine Art zu rappen.

 

Where is the love? Kein Rapper unter 30

Das sind sie also: Eminems Lieblingsrapper. Bei genauerer Betrachtung wird schnell deutlich, dass Marshall Mathers, trotz seines Juice WRLD Features im letzten Jahr, nicht viel für die neue Generation an Rappern übrighat. Keiner der genannten Künstler ist unter 30 Jahren alt und bis auf Kendrick, Cole und Joyner Lucas ist auch niemand jünger als 40.

Außerdem interessant ist, dass Eminem 2002 auf seinem Song "Till I Collapse" noch Jadakiss und Kurupt als zwei weitere seiner Lieblingsrapper nannte.

"I got a list, here's the order of my list that it's in

It goes Reggie, Jay-Z, 2Pac and Biggie

André from OutKast, Jada, Kurupt, Nas, and then me"

Die beiden sind mittlerweile jedoch von der Liste geflogen. Ansonsten scheint sich Slim Shadys Geschmack in den letzten 18 Jahren nicht sonderlich geändert zu haben.

Eine kurze Umfrage zum Schluss

Wir würden uns riesig freuen, wenn du uns ein paar Fragen beantworten könntest. Die Umfrage kann in wenigen Minuten ausgefüllt werden und all deine Angaben werden uns anonym übertragen.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Alle Jay-Z Parts 2021 gerankt

Alle Jay-Z Parts 2021 gerankt

Von Michael Rubach am 06.09.2021 - 21:05

Als Business-Mogul hat man so seine Verpflichtungen. Auch 2021 macht sich Jay-Z musikalisch eher rar. Sein letztes Soloalbum "4:44" ist vor über vier Jahren erschienen. Als abgehängt gilt die New Yorker Legende aber noch lange nicht. Ganz im Gegenteil: Hova taucht gezielt auf den bisher größten Releases des Jahres auf. So ein Part von Jay-Z ist ungeachtet aller Trends und Veränderungen weiterhin ein Ereignis. Zeit für ein inoffizielles Ranking seiner in diesem Jahr offiziell releasten Verses (Stand: 6. September 2021)!

5. DMX ft. Jay-Z & Nas – Bath Salts

Eine Kombination, die früher undenkbar gewesen wäre und die 2021 gleich zweimal bereithält: Jay-Z und Nas auf einem Track. Das posthume DMX-Album "Exodus" bringt zu wilden Sirenen-Sounds die beiden New Yorker Raplegenden auf "Bath Salts" zusammen. Der finale Verse kommt schließlich von DMX selbst. Auf Reddit wird dieser Song nicht ganz ohne Grund als "frankenstein collaboration song" bezeichnet.

Hier wurden die Track-Elemente zusammengeflickt. So stammen Nas' Vocals teilweise aus der "Life Is Good"-Ära um 2012. Der dazugehörige Track "Street Shit" schaffte es seinerzeit allerdings nicht aufs Album. Jay-Zs Beitrag zu "Bath Salts" lag ebenfalls schon länger rum. 2017 bei einem Beat-Battle zwischen Just Blaze und Swizz Beatz gab es den Hova-Verse bereits zu hören. Aus welcher Zeit er genau stammt, ist ungewiss.

Swizz Beatz ließ in einem Interview mit der GQ verlauten, dass Jay-Z mit dem Einsatz von seinem Part zufrieden gewesen sei. Referenzen zu Halle Berrys Filmrolle als Catwoman (2004) verstärken jedoch den Eindruck einer angestaubten Respektsbekundung an DMX.

"I'm feeling like a baron, all I need is a castle / Be my Halle Berry, all you need is a catsuit / All I need is Heaven, I don't want the hassle / God bless the child that can hold his own, achoo"

Das Recyceln von Parts wurde zumindest konsequent durchgezogen. Wer sich "Spit That Shit" von DMX aus dem unglücklichen Release "Redemption Of The Beast" (2015) anhört, wird dort den Verse entdecken, der letztlich auf "Bath Salts" gelandet ist.

4. Nipsey Hussle ft. Jay-Z – What It Feels Like

Für den Soundtrack des Oscar nominierten Films "Judas And The Black Messiah" kam eine weitere posthume Kollabo zustande. Jay-Z tritt auf "What It Feels Like" zusammen mit dem 2019 erschossenen Nipsey Hussle in Erscheinung. Zeitlebens war die Beziehung von gegenseitigem Respekt geprägt. 2013 kaufte Jay-Z mal eben 100 Einheiten von Nipseys Mixtape "Crenshaw". Im Zuge der Kampagne Proud To Pay kamen nur 1000 physische Exemplare für den Preis von jeweils 100 Dollar in den Umlauf.

Der Beat für den gemeinsamen Track "What It Feels Like" stammt aus jener Zeit und wurde mehrfach verändert. Das hat das Producer-Duo Mike & Keys der GQ verraten. Der Verse von Nipsey Hussle ist ebenfalls bereits vor geraumer Zeit entstanden. Jay-Z wurde schließlich durch die Arbeit von "Judas And The Black Messiah"-Regisseur Shaka King auf den Plan gerufen. Der zuständige Produzent Ryan Coogler hätte den Rapstar auf den Film aufmerksam gemacht.

Dann ging es offenbar schnell. In "ein bis zwei Tagen" will Jay-Z (jetzt auf Apple Music streamen) "What It Feels Like" fertiggestellt haben. Neben den eigenen Business-Moves im Cannabisgeschäft betrachtet der US-Rapper darauf auch die politischen Unruhen in Amerika rund um den Stum auf das Kapitol. In "Judas And The Black Messiah" geht es schließlich um die Black Panther Party und die Ermordung des US-Bürgerrechtlers Fred Hampton am 4. Dezember 1969. Ein gewisser Jay-Z kam genau an diesem Tag zur Welt.

"I arrived on the day Fred Hampton got mur—, hol' up / Assassinated, just to clarify further"

3. Drake ft. Jay-Z – Love All

Mit welcher Wertschätzung Drake seinem ungleich älteren Kollegen Jay-Z entgegentritt, zeigte die Promokampagne kurz vor dem Release von "Certified Lover Boy". Durch eine riesige Werbeleinwand wurden die Bürger*innen von New York auf ein Feature des "Goats" (Greates Of All Time) eingestimmt.

Mit Sample aus dem Intro von Biggies "Ready To Die" steigt Drizzy auf "Love All" ein. Jay-Z wird der rote Teppich ausgerollt. Und so gibt es dieses Mal auch keine unmotiviert wirkende Kollabo à la "Pound Cake" ("Cake, cake-cake, cake-cake, cake"), sondern betont lässige Ansichten eines New Yorker Paten.

Wer möchte, kann Jay-Zs Meinung zu Beef im Internet als Kommentar zur Situation zwischen Kanye West und Drake verstehen. Allerdings deutet laut Genius wohl vieles daraufhin, dass der Track bereits 2019 entstanden ist.

"All that back and forth on the internet / N*gga, we don't tennis that, y'all gotta do something, yeah"

2. DJ Khaled ft. Nas, Jay-Z und James Fauntleroy – Sorry Not Sorry

Lauter, schriller, DJ Khaled. Wie die Kollabo von Nas und Jay-Z im Rahmen der Album-Veröffentlichung von "Khaled Khaled" angepriesen wurde, unterschied sich deutlich von der Promo bei "Bath Salts". In einem Interview mit Lil Baby für das XXL Magazin gab DJ Khaled an, dass er den Track und das dazugehörige Video "für die Kultur" auf den Weg gebracht habe. Dass zwei Künstler dieser Größenordnung nach einem Beef wieder miteinander klarkommen, sei außerdem motivierend und inspirierend.

Der Part von Jay-Z hat eine überschaubare Länge. Dafür klingt jede Line fast schon unverschämt mühelos. Mit Adlibs von Ehefrau von Beyoncé gibt es Innenansichten in das Leben eines Milliardärs. Mit Erhabenheit und viel Raffinesse informiert der 51-Jährige über seine Finanzen und Investments.

"Sorry, that's another B / Haters still ain't recover from the other B / Mm, that's a double B / Nah, that's a triple B, can't forget 'bout the other Bey (Hey)"

Die neue US-Rap-Generation feiert den Money-Talk. Auch Kollege Nas gibt Props.

Lil Baby, Polo G & Nas begeistert von Jay-Zs Performance auf "Sorry Not Sorry"

1. Kanye West ft. Jay-Z – Jail

Die Ausmaße der Promophase für "Donda" waren selbst für Kanye West ungewöhnlich. Verschiebung, Listening-Party, Verschiebung, Listening-Party – es schien kein Ende in Sicht. Doch Yeezys undurchschaubare Pläne sind aufgegangen. Mit seinem zehnten Studioalbum hat er in den Staaten die beste erste Verkaufswoche des Jahres hingelegt (Drakes "Certified Lover Boy" wird hier jedoch voraussichtlich nochmal einen draufsetzen).

An Kanyes aktuellem Erfolg dürfte auch Jay-Z seinen Anteil haben. Ye und Hov kommen nach dem "Donda"-Intro nämlich direkt zur Sache. Auf "Jail" regiert der unterhaltsame Größenwahn. "Made in the image of god, that’s a selfie", rappt Jay-Z dort. Auf Augenhöhe mit "Moses and Jesus" bringen Hova und Yeezus kurzerhand noch einen möglichen Nachfolger ihres Kollaboalbums "Watch The Throne" (2011) ins Spiel. Mehr geht kaum.

"Told 'em stop all of that red cap, we goin' home / Not me with all of these sins, casting stones / This might be the return of The Throne / Hova and Yeezus like Moses and Jesus"

Darüber hinaus beendet Jay-Zs Auftritt ganz nebenbei all die Spekulationen um das angekratzte Verhältnis der beiden Superstars. Das kann gerne auch so bleiben. Gegen einen zweiten Teil von "Watch The Throne" hätte sicherlich die wenigsten etwas einzuwänden.

Kanyes "Donda" hat bei uns innerhalb der Redaktion für gespaltene Meinungen gesorgt:

Review: Kanye Wests "Donda" ist ein absolut stabiles Album

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut wie alle sagen


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!