Eminem disst Drake auf "Kamikaze" nicht, sagt Paul Rosenberg

Eminem teilt auf seinem neuen, über Nacht veröffentlichten "Kamikaze"-Album in alle möglichen Richtungen aus. Unter anderem werden darauf Lil Yachty, Lil Pump, Charlamagne Tha God, Tyler, the Creator und viele andere namentlich gedisst. Es gibt auch einige Zeilen, die sich so interpretieren lassen, als seien sie gegen Drake gerichtet. Jetzt springt allerdings Eminems Manager Paul Rosenberg in die Bresche und erklärt, Drake werde von Eminem nicht gedisst.

Er schreibt auf Twitter eindeutig, dass Eminem nicht Drake disst, von dem Gedanken solle man sich verabschieden.

"He isn't dissing Drake. Dead that."

Paul Rosenberg on Twitter

He isn't dissing Drake. Dead that.

Die Zeilen, die überhaupt erst die Idee aufkommen ließen, sind folgende. Sie stammen aus dem Titelsong des Albums, "Kamikaze":

"You got some views, but you're still below me 

Mine are higher, so when you compare our views, you get overlooked 

And I don't say the hook unless I wrote the hook 

And now I'm just freestylin' in the vocal booth 

And you know I've always spoke the truth 

You lyin' through your teeth so much, you broke a tooth 

And it ain't somethin' I need a phone to do 

When I say I can't wait 'til I get ahold of you 

And I don't know what I'm s'posed to do 

Line up the rappers, take my pic like a photo shoot"

Das lässt sich durchaus so interpretieren, als würde Eminem hier Drakes Verkaufs-, Streaming- und Klickzahlen mit seinen eigenen Vergleichen. Insbesondere, da Drake auch noch ein Album namens "Views" veröffentlicht hat, würde das gut passen. 

Arbeitet Eminem an einem Disstrack gegen Drake?

Große Namen wie etwa Drake oder sogar Eminem fallen im Zusammenhang mit...

Außerdem wurde Drake schon mehrfach angekreidet, dass er bei angeblichen Freestyles auf sein Smartphone geschaut hat, um den Text abzulesen. Wobei das natürlich auch auf unzählige andere Rapper zutrifft und zuletzt bei Drake eigentlich nicht mehr der Fall war.

Ebenfalls gegen einen Drake-Diss spricht, dass Eminem auf "Kamikaze" nun wirklich kein Blatt vor den Mund nimmt. Soll heißen: Hätte er Drake dissen wollen, hätte er ihn höchstwahrscheinlich einfach beim Namen genannt. Wie die ganzen anderen Rapper, bei denen er das getan hat.

Was sagst du dazu? Glaubst du, die Zeilen richten sich an Drake? Hat Paul Rosenberg Recht oder betreibt er vielleicht einfach nur Schadensbegrenzung?

Hier findest du die Disses auf "Kamikaze" im Überblick, hier gibt es auch schon einen Großteil der Reaktionen darauf.

Der Name ist Programm: Eminem rantet auf "Kamikaze" aus der King-Perspektive

"I feel like I wanna punch the world in the f*ckin' face right now"...

Eminem im "Kamikaze"-Modus: Die Reaktionen auf den Diss-Rundumschlag

Eminem will mit "Kamikaze" seinen Kritikern das Maul stopfen. All jenen den Wind aus den Segeln nehmen, denen "Revival" nicht gefallen hat. Er droppt das Album einfach ohne Ankündigung über Nacht, holt zum großen Rundumschlag aus und verteilt lyrische Backpfeifen.

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Kommentare

Natürlich nicht. Deswegen benutzt er bei Not Alike auch fast 1:1 den Beat von "Look Alive", woll?

in ner anderen line spielt er viel mehr darauf an.. auf "fall" = The fans waited for this moment like that feature when I stole the show (ha), sorry if I took forever (haha) --> spielt auf den track "forever" an.. eminem war da als letzter auf dem track und halt sie alle rasiert (und auch auf dem track heimlich gedisst "wondering if i should spit this slow - f*ck no")

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Maestro vs. Asche & Kollegah: Der Keller disst zurück

Maestro vs. Asche & Kollegah: Der Keller disst zurück

Von Michael Rubach am 13.01.2021 - 12:45

Der Beef zwischen Mois und Asche hat eine musikalische Fortsetzung bekommen: Keller-Member Maestro veröffentlichte mit "Nur noch Asche" einen zehnminütigen Disstrack, der als Antwort auf Asches Song "HIStory" (hier eine Zusammenfassung checken) zu verstehen ist. Dabei gerät nicht nur das verbliebene Alpha Music-Signing ins Fadenkreuz von Maestro, sondern auch dessen Labelboss Kollegah.

"Nur noch Asche": Maestro sucht das Battle mit Asche

Eine Line in Asches Track "HIStory" hat Maestro offenbar besonders sauer aufgestoßen. Er bezeichnet dort das direkte Umfeld von Mois als "Ratten im Keller". Zudem fällt einige Zeilen später die Formulierung "Hundesöhne". Das und die enge Verbindung zu Mois bieten für Maestro ausreichend Angriffsfläche. Er unterteilt seinen Diss in vier Kapitel. Zunächst sind erneut die nebulöse Herkunft von Asche sowie angebliche Schönheits-OPs die vorherrschenden Themen.

Im zweiten Part des Tracks geht Maestro auf raptechnische Defizite ein, die er bei seinem Battlegegner ausgemacht hat. Asche sei ein "Blender", der "so wie ein Meme" rappe. Die Zuhörerschaft würde zudem nicht kapieren, wie "unbegabt" das Kollegah-Signing daherkomme.

"Du bist jahrelang im Netz, 'ne Dekade im Geschäft / Habt ihr alle nicht gemerkt, Mann, wie scheiße Asche rappt?"

Maestro macht auch Kollegah Vorwürfe

Für seinen dritten längeren Part lässt Maestro einen Beat auffahren, der sehr klar an "Das Urteil" von Kool Savas (prod. Melbeatz) angelehnt ist. Hier rappt er über den brüderlichen Zusammenhalt mit Mois und vergleicht diese Verbindung mit der Beziehung von Asche und Kollegah. Diese scheint für Maestro eher oberflächlicher Natur zu sein. Auch wirft Maestro speziell Kollegah vor, Mois in einer schwierigen Phase nicht ausreichend unterstützt zu haben. Die Frau des Keller-Anführers hätte im neunten Monat ihrer Schwangerschaft ohne Versicherung und Pass dagestanden. Kollegah soll ihr eine Anstellung zugesagt haben, aber wortbrüchig geworden sein. Schließlich kommt Maestro auf eine Zeit zu sprechen, in der er für Kollegah gearbeitet habe.

So berichtet Maestro, dass er sich um die Videos für den YouTube-Channel von Felix Blume gekümmert habe. Der Kanal wurde von Kollegah im Frühjahr 2019 ins Leben gerufen und sollte seinen Fans den Menschen hinter dem Rapstar näher bringen. Dieses Vorhaben verbuchte Kollegah offenbar relativ schnell als gescheitertes Experiment. Der Kanal ist seit längerem nicht mehr auffindbar. Maestro erzählt, dass er für seinen Einsatz bei dem Projekt keinen Dank erhalten habe.

"Felix Blume machte Videos, ich hab' das meiste abgedreht / Schnitt die ganzen Videos, er hat an meinem Sack geklebt"

Schon im vorigen Part von "Nur noch Asche" teast der Kellermember an, dass Felix ihm sein Hak genommen habe.

Asches Privatleben: Maestro gibt vor, Details zu kennen

Zum Finale geht Maestro auf die private Ebene. Er schildert einleitend kurz seinen eigenen Werdegang, der von harter Arbeit geprägt gewesen sei. Daraufhin blickt er auf Asche und will dessen "Karriere beenden". Dafür switcht er in den "Rage-Mode".

"Mann, ich pack' die ganz, ganz miesen Storys grade aus / Ich glaub', Asche war nie Asche, Digga, nein, er war nur Staub"

Diese Storys beziehen sich dann unter anderem auf s*xuelle Vorlieben und angebliches Wissen darüber, was in Asches Beziehungsleben so abgeht. Aber es ist Battlerap: Was hier Wahrheit ist und was einfach nur vorgetragen wird, um dem Kontrahenten möglichst weh zu tun, bleibt im Dunkeln.

Generell lebt durch den offenen Schlagabtausch zwischen dem Team von Mois und Asche mal wieder eine fast vergessene Facette von Rapbeef auf. Statt ausschließlich über Emojis und Insta-Storys zu kommunizieren, bringen die Protagonisten Punchlines und neue Musik. Auch Sentino releaste kurzerhand einen Disstrack gegen Asche.

Sentino reagiert mit Disstrack auf Asches Seitenhieb: "Aschenputtel"

Der Beef zwischen Asche und Mois hält weite Teile der Deutschrap-Welt in Atem. Dabei gibt es auch Kollateralschaden wie Seitenhiebe gegen Sentino. Der hat nicht nur mit Video-Ansagen reagiert, sondern auch noch einen Disstrack gegen Asche aus dem Ärmel geschüttelt, der Aschenputtel heißt.


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