Eminem stellt mit "Curtain Call" Chart-Rekord auf

Eminems Best-of-Album "Curtain Call: The Hits" stellt mit zehn Jahren in den Top 200 der Billboard-Charts einen krassen Rekord auf. Es ist damit das erste und bislang einzige Hiphop-Album, das die Zehnjahresmarke geknackt hat. 

Eminems "Curtain Call" schreibt Geschichte

Es scheint, als seien alle Eminem-Cancel-Versuche der Gen Z auf TikTok vergeblich gewesen. Trotz aller Mühen, Em wegen seiner Lyrics in Verruf zu bringen, bleibt „"Curtain Call: The Hits" im zehnten Jahr in Folge fester Bestandteil der Billboard Top 200. Auf dem Album befinden sich viele seiner Top-10-Singles wie “The Real Slim Shady,” “Without Me,” “Cleanin’ Out My Closet,” “Just Lose It” und “Lose Yourself”, die offenbar selbst 2021 noch nicht ihren Appeal verloren haben, so sehr sich das manche TikToker*innen auch zu wünschen scheinen. Apropos TikTok: Die Plattform macht ironischerweise gerade Ems "FACK", das sich ebenfalls auf dem Album befindet, wieder groß. Und mit dabei ist garantiert auch der ein oder andere Gen-Zler, der den Sound ganz ohne weitere Hintergedanken benutzt.  

"Curtain Call": Erstes Hiphop-Album, das die Zehnjahresmarke durchbricht

Das Album wurde im Dezember 2005 und damit noch binnen der CD-Ära veröffentlicht. Innerhalb der ersten drei Releasewochen wurden damals über eine Million Tonträger verkauft. Dass "Curtain Call" sich aber so lange in den Top 200 der Album-Charts halten konnte, wirkt nachvollziehbar. Eminem ist nämlich einer der wenigen Künstler aus dieser Zeit, die immer noch sehr hohe Streaming-Zahlen zu verzeichnen haben.

Als einziges Hiphop-Album befindet sich "Curtain Call" zurzeit auf Platz #6 der überwiegend rocklastigen Longplays, die in den Charts den längsten Bestand hatten. Noch davor befinden sich Pink Floyd’s "The Dark Side of the Moon" mit 958 Wochen, Bob Marley and the Wailers’ "Legend" mit 669 Wochen, Journeys "Greatest Hits" mit 659 Wochen und zwei Alben von Metallica mit 598 Wochen. Den sechsten Platz teilt sich Ems "Curtain Call" aktuell mit Guns N Roses’ "Greatest Hits". Beide stehen gerade bei 520 Wochen, was Eminem allerdings noch überbieten kann, sofern sein Album weiterhin in den Top 200 bleiben sollte. 

Erst im letzten Monat stellte Em übrigens gemeinsam mit Nate Dogg einen Weltrekord auf. 

Eminem & Nate Dogg stellen Weltrekord mit "Till I Collapse" auf

Eminem erreicht mit seinem Song "Till I Collpase" einen Meilenstein. Der Hit-Track aus dem Klassiker-Album "The Eminem Show" ist in den frühen 2000er-Jahren erschienen und wurde von der Legende Nate Dogg mit einem Feature unterstützt. 19 Jahre später, seit Kurzem, gilt der Track nun als der meistgestreamte Song, der keine Single ist.

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Eminem, Drake & Co.: Diese Rapper verdienen am meisten

Eminem, Drake & Co.: Diese Rapper verdienen am meisten

Von Till Hesterbrink am 20.07.2021 - 13:35

So viel kann man als Rapper also tatsächlich verdienen: Mal wieder wurde von Billboard die Liste der bestbezahlten Musiker des Jahres veröffentlicht und darunter sind auch einige Hiphop-Artists zu finden. Auffällig für dieses Jahr sind natürlich vor allem die massiv eingebrochene Einnahmen durch Liveauftritte. Normalerweise lässt sich damit für Künstler das meiste Geld einnehmen. Die Auflistung beschränkt sich auf direkte Einnahmen mit der Musik. Side-Businesses werden nicht miteingerechnet.

Eminem, Drake & Post Malone: Die bestbezahlten Musiker 2020

Den ersten Platz der Liste belegt dieses Jahr niemand Geringeres als Taylor Swift. Die 31-jährige Country-Sängerin sichert sich mit einem Umsatz von fast 24 Millionen Dollar den Spitzenplatz der Liste. Dich hinter ihr findet sich allerdings bereits der erste Künstler, den man dem Hiphop-Gerne zuordnen kann: Post Malone (jetzt auf Apple Music streamen). Der konnte im letzten Jahr satte 23 Millionen Dollar umsetzen. Dies liegt vor allem daran, dass Posty kurz vor dem Hoch der Corona-Pandemie noch eine Tour gespielt hatte. Das letzte Konzert dieser fand am 12. März statt.

Der erste wirkliche Rap-Künstler auf der Liste ist Drake, der mit knapp 14 Millionen Dollar den sechsten Platz belegt. Seine Haupteinnahmequelle ist Streaming. Wie bereits im Jahr zuvor ist Drizzy mit ca. 8 Milliarden Plays der meistgestreamte Artist des Jahres.

Auf dem neunten Platz findet sich YoungBoy Never Broke Again. Der (Quasi-)Schwiegersohn von Floyd Mayweather konnte vor allem durch Streams seiner Videos ordentlich Einnahmen erzielen. 11,9 Millionen Dollar, um genau zu sein. Er ist der Künstler, dessen Videos am meisten im letzten Jahr abgespielt wurden. Ihm dicht auf den Fersen ist Lil Baby, mit 11,7 Millionen Dollar.

Ganz knapp an der Top 10 schliddert The Weeknd mit seinen 10,4 Millionen vorbei, der im letzten Jahr sein Album "After Hours" samt dem unglaublich erfolgreichen Hit "Blinding Lights" veröffentlichte.

Auf Platz 14 ist Eminem, der im letzten Jahr gleich zwei Alben rausgehauen hat. "Music To Be Murdered By" und die zugehörige Deluxe-Version, die als "B-Seite" bezeichnet wurde. Damit landete Em' auf Platz fünf aller digitalen Verkäufe. Insgesamt konnte Eminem im Corona-Jahr 9,7 Millionen Dollar einnehmen.

Und auf Platz 15 findet sich dann Lil Uzi Vert, der ebenfalls zwei Alben veröffentlichte. "Eternal Atake" und "Lil Uzi Vert vs. The World 2" bescherten dem 26-Jährigen eine riesige Nummer an Streams. So viele, dass er insgesamt 18 Tracks auf einen Schlag in den Top 100 vorweisen konnte. Damit ist er erst der dritte Künstler jemals, dem dies gelingt. Einnehmen konnte er 2020 9,4 Millionen Dollar.

Musikeinnahmen in 2020

Billboard vergleicht die Zahlen zudem mit den letzten Jahren. So wird deutlich, was für einen Einfluss die Corona-Pandemie auf die Musikindustrie hatte. Taylor Swift war zuletzt 2018 Teil der Liste. Damals hatte sie allerdings auch Einnahmen von insgesamt fast 100 Millionen Dollar. Insgesamt sind die Einnahmen der Musikindustrie im letzten Jahr um fast eine Milliarde Dollar zurückgegangen.

Besonders die fehlenden Einnahmen aus Konzerten werden deutlich, die sonst bis zu 80 % der Einnahmen der Top 40 Künstler dargestellt hatte. Diese gingen von den letztjährigen 779 Millionen Dollar auf lediglich 79 Millionen Dollar zurück.

Verkäufe von physischer und digitaler Musik erfuhren hingegen einen Zuwachs um 39 % und machen insgesamt 59 Millionen Dollar aus. Trotzdem ist die Zukunft natürlich Streaming. Die einzelnen Künstler konnten insgesamt 193 Millionen Dollar durch Streams einnehmen, das ist eine Steigerung um knapp 82 % im Vergleich zu letztem Jahr. Und der Trend geht weiter nach oben.

Hier könnt ihr euch die ganze Liste anschauen.

Drake ist der Künstler des Jahrzehnts


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