PA Sports prangert in der aktuellen Folge des "Made in Germany"-Podcasts Rassismus in der Veranstaltungsbranche an. Der CEO von Life is Pain berichtet seinem Co-Host Fard darüber, wie er bei etwaigen Tour-Vorbereitungen verstärkt auf geschlossene Türen stößt. Unabhängig davon ist auch die angekündigte Tour von LiP-Rapper Kianush Änderungen unterworfen.
"Einfach gecancelt": PA Sports spricht über Umgang mit Yakary
Laut PA Sports würden diverse Konzerthallen in Deutschland aktuell "Politik" betreiben. Als Beispiel führt der LiP-Boss seinen Künstler Yakary an. Hamburger Locations, die Platz für 1.000 bis 2.500 Personen bieten, ließen den Rapper nicht auftreten – obwohl Yakary bis heute dort nie auf der Bühne stand. Und sich demnach auch nicht daneben benommen haben könnte.
"Der ist einfach gecancelt, der darf da nicht rein. Der war noch nie da."
Auch PA selbst sei von solchen Entscheidungen betroffen. So habe er 2022 "entspannt" in einer etwas kleineren Hamburger Location gespielt. "Alles war nice! Nice!", erinnert sich der Essener. Jetzt sei ihm jedoch mitgeteilt worden, dass dort keine weiteren Auftritte von ihm hinzukämen.
Ähnliches gelte für eine Halle in Stuttgart. Dort sei 2022 das gesamte Labelroster von Life is Pain aufgetreten. Ein "Kollege aus Mallorca" habe sich vor Ort in einer Situation auf verbaler Ebene "etwas asozial" gegenüber einer Frau verhalten. Vor diesem Hintergrund seien Kianush und PA fortan nicht mehr willkommen. Für den LiP-Boss einfach nur "geisteskrank". Die "White Boys" seines Labels (Jamule und Fourty) hätte man hingegen nicht ausgeschlossen.
"Es ist doch einfach nur Rassismus! Das ist doch diskriminierend."
PA verstehe nicht, wie Menschen, die sich als links begreifen, solche Verhaltensweisen an den Tag legen können. Ungefähr ab Minute 19:00 reden Fard und PA Sports über das Thema:
Kianush verschiebt seine Tour
Nicht nur PA hat seinen Pain mit dem Live-Business. Auch die Solotour von Kianush wird nicht in der geplanten Form stattfinden. Wie der Münsteraner auf Instagram schreibt, muss das Ganze verschoben werden. Der LiP-Rapper habe "neue Musik, neue Ideen", die er mit seinen Fans teilen möchte. Er benötige daher noch mehr Zeit, um "das wirklich so rüberzubringen, wie es sein muss". Die neu angesetzten Termine fallen in den Mai 2025. Hamburg und auch Stuttgart sind dabei.
Du kannst dir Hiphop.de-Artikel nun bevorzugt in der Google-Suche anzeigen lassen.