Anfang der Woche wurde Duane "Keefe D" Davis in Las Vegas wegen des Mordes an 2Pac aus dem Jahr 1996 verurteilt. Die Geschworenen haben einstimmig entschieden, dass dass Davis den Mord an der Rap-Legende orchestriert habe. In dem ersten Interview nach dem Schuldspruch hat sich Davis jetzt zu dem Urteil geäußert.
"Ich mache mir keine Sorgen": Duane Davis beteuert seine Unschuld
Im Gespräch mit The Hollywood Reporter erklärt Duane Davis, dass er sich trotz der Verurteilung "keine Sorgen" mache. Er geht stattdessen fest davon aus, dass er wegen seiner geplanten Berufung zumindest zeitweise wieder auf freien Fuß komme. "Die [Berufung] haben wir schon beantragt, bevor der Prozess überhaupt angefangen hat", erklärt Davis im Interview. Man habe seine Bürgerrechte verletzt und die aussagenden Polizisten hätten während des Verfahrens über ihn gelogen: "Ein unschuldiger Mann sitzt wegen denen im Gefängnis". Außerdem habe es ihm missfallen, dass 2Pacs Familie während des Prozesses in der Nähe der Geschworenen gesessen hat.
"Mir hat es nicht gefallen, wie die Staatsanwälte sie immer wieder in den Hinterraum brachten, in dem sich die Geschworenen befanden. Das kam mir voreingenommen vor."
Aktuell besteht der 63-Jährige darauf, dass er am Tag des Attentats auf 2Pac überhaupt nicht in Las Vegas gewesen sei. Nach Angaben des Hollywood Reporter gibt es tatsächlich weder Quittungen, Telefonaufzeichnungen noch Augenzeugenberichte, die bestätigen, dass Davis an diesem Tag dort war – aber ein Alibi kann er ebenfalls nicht vorweisen. Er selbst behauptet, in dieser Nacht mit einem Freund in einer Bar gewesen zu sein. Außerdem behauptet Davis, erst wenige Tage später von dem Attentat auf 2Pac erfahren zu haben. Er weist zudem weiterhin jegliche Beteiligung an dem Buch, in dem er sich mit der Tat brüstet, von sich ab.
"Ich habe das Buch nie geschrieben. Der Autor hat mir gesagt, ich solle zehn Geschichten über mein Leben erzählen und ein paar Fotos besorgen. Ich habe das Buch weder gelesen, noch einmal durchgesehen oder sonst irgendetwas damit gemacht. Auf dem Cover haben sie nicht einmal meinen Namen richtig geschrieben. Ich wollte einfach nur etwas Geld für meine Familie verdienen."
2Pacs damaliger Labelboss Suge Knight, der bei dem Attentat ebenfalls angeschossen wurde, wisse laut Davis, dass er an dem Tag nicht in Las Vegas war. "Er soll die Wahrheit sagen", fordert Duane Davis im Interview. 2023 gab Suge Knight in einem TMZ-Interview tatsächlich an, dass die Behörden sich bei Duane Davis geirrt hätten und er unschuldig sei. Knight, neben Davis der einzige noch lebende Zeuge des 2Pac-Mordes, stand eigentlich auf der Liste der potenziellen Zeugen für den Prozess. Der damalige Death Row Records-Chef wurde jedoch während des Verfahrens nicht in den Zeugenstand gerufen.
Im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung drohen Duane Davis mindestens 40 Jahre Gefängnis. Das Strafmaß soll im Oktober bekannt gegeben werden. Mehr zum Urteil könnt ihr hier lesen:
Du kannst dir Hiphop.de-Artikel nun bevorzugt in der Google-Suche anzeigen lassen.