Da hat Drake, der alte Marketing-Fuchs, ordentlich abgeräumt mit seinem Überraschungs-Release von If You're Reading This It's Too Late. Neben beachtlichen 497.602 verkauften Einheiten in der ersten Woche konnte Drizzy nun bei Spotify seinen eigenen Streaming-Rekord brechen. 

2013 kam sein Album Nothing Was The Same innerhalb der ersten Woche auf 15.8 Millionen Streams. IYRTITL toppt diese Zahl um 1.5 Millionen Streams und kommt auf 17.3 Millionen.

Mit 6.8 Millionen Streams allein am Samstag hält das Projekt jetzt auch den Rekord für die meisten Album-Streams an einem Tag. 

Den Artikel zum Überraschungsalbum findest du hier.

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Kommentare

Warum Marketing-Fuchs? Was genau hat er gemacht in Sachen Marketing und was war daran besonders? Würde mich sehr interessieren und hoffe auf Meldungen.

...
er hat gar keine Werbung / Promo gemacht, sondern das Ding einfach ohne Weiteres rausgehauen. Konntest du in jeder Schlagzeile, Hip Hop Zeitung, Internetplatform, usw.. nicht übersehen, denke deshalb wurde das hier nicht nochmal erwähnt.

Danke für die Antwort, das konnte ich bereits lesen. Ich frage mich nur was daran so besonders ist, wurde doch schon von mehreren Künstlern erfolgreich so durchgeführt.

Heute ist die neue Promo keine Promo. Richtig erkannt. Die die eine entsprechende (kaufende) Fanbase haben, können das machen. Man sagt einigen Künstlern nach dass sie vermutlich nicht so "einschlagenden" Erfolg mit einer Platte gehabt hätten wenn sie sie nicht einfach so rausgehauen hätten.
Ist doch durchaus ein "besonderer" Werbemove! Bin gespannt wer der erste Deutsche sein wird....der dann damit auch noch Erfolg hat!

Bushido und Shindy haben doch bereits die Taktik angeschnitten? Ich mein schau dir deren letzte Promophase zu CCN3 und FBGM an. Bushido hat nur ein paar Interviews und ein Track rausgehen, wobei der Track ohne Video war.

Ich verstehe was du meinst, wobei die beiden keine Vorreiter sind. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Deutsche Künstler die Alben ohne Videos und Promo rausgebracht haben. Wobei ich sagen muss, um auf dein Beispiel einzugehen, Bushido vermutlich weitaus mehr verkaufen würde wenn er mal richtig die Werbetrommel rühren würde. Ja ich weiß, er verkauft so auch mit CCNIII 60' in der ersten Woche, allerdings denke ich dass es hier trotzdem eher kontraproduktiv ist.
Aber ohne auch nur eine Ankündigung - das gab es noch nie in D. Nichts - Boom - Da.

Interessantes Thema. Es ist definitiv ein mutiger Schritt. Was ich mich aber frage, wenn er das Album raushaut und auch auf Soundcloud zum Stream veröffentlicht ist es doch bereits vorher bekannt und nicht erst wenn er schreibt "If you read this it's too late" - versteht ihr was ich meine?

"If you read this it's too late" - ist das Cover.
Und nein, es war eben nicht vorher bekannt.
Und ich glaube nicht dass es so mutig ist - zumindest nicht in seiner Position. Mit fast 40 Millionen Fans auf Facebook ist das durchaus machbar. Da kann man dann mal posten: "Ach ja, hab heute übrigens mein Album rausgehauen. Hier der iTunes link:...." und BOOM in einer Woche wird das Ding 500.000 mal verkauft.

Du liest ein Buch, ich lease ein Benz.

Ich denke der Grund, warum er das im Nachhinein als Album veröffentlich und aus Soundcloud rausgenommen hat liegt daran, dass er dadurch sein 4. Album über Cash Money veröffentlicht und dadurch das nächste Album Views from the 6 unabhängig von Cash Money rausbringen kann. Es wurde ja vorher oft gesagt dass Künstler dort ihr Geld selten bekommen haben. Oder er will einfach nur Lil Wayne folgen und gemeinsam mit ihm aussteigen.

Zusammenfassend in Bezug auf meinen ersten Kommentar: kein Marketing-Fuchs!

Vielleicht war der Schlag von Diddy doch heftiger wie vermutet ;)

Zusammenfassend in Bezug auf deinen ersten Kommentar: DOCH Marketingfuchs!

Deine Meinung dazu?

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Kool Savas erklärt auf Twitter, wie man gekaufte Spotify-Streams erkennt

Kool Savas erklärt auf Twitter, wie man gekaufte Spotify-Streams erkennt

Von Till Hesterbrink am 06.09.2020 - 17:19

Kool Savas nutzte den Sonntag äußerst produktiv und gab auf Twitter allen Interessierten eine kleine Lehrstunde zum Thema gekaufte Spotify-Streams. Der King of Rap veröffentlichte seine eigenen Spotify-Zahlen und verglich seine Chartposition mit der von anderen Rappern. Er vermutet außerdem, dass Labels mit dieser Methode Geld waschen.

Kool Savas: "Jeder Künstler weiß, dass das Blödsinn ist"

Savas bot seinen Followern auf Twitter heute an, die Masche um gekaufte Streams und manipulierte Chartpositionen "analytisch und klar" zu erklären. Dieses Angebot stieß auf regen Andrang, sodass Essah seinen Worten Taten folgen ließ und weiter ausführte.

Ein deutlicher Beweis für gekaufte Streams sei wohl, dass viele Künstler, die in der ersten Woche in den Top 10 der Single-Charts landen, in der folgenden Woche gerade mal in den Top 100 vertreten sind. Ein so rasanter Abstieg sei unrealistisch.

Schaut man sich die Single-Charts der letzten Woche an, so ist der einzige Top 10 Song, der diese Woche nicht mal mehr in den Top 100 vertreten ist "Morgens pauken" von den Ärzten. Dieser Track stieg auf dem dritten Platz der Charts ein und ist nun in der Folgewoche nicht mehr vertreten.

Der legendäre Hacker Kai aus der "Y-Kollektiv"-Dokumentation über gekaufte Streams spiele bei der Manipulation allerdings keine Rolle mehr. Das Ganze fände mittlerweile auf einem größeren Level statt und mehrere Personen würden daran verdienen. Außerdem behauptet Savas, dass durch diese Aktionen Geld gewaschen würde.

Dabei lässt SAV unklar, wie genau diese Geldwäsche aussehen soll. Mit der Bezeichnung ist schließlich eigentlich gemeint, dass illegal erwirtschafteter Gewinn in den legalen Wirtschaftsmarkt eingeschläust wird. Wenn nun Labels oder Manager für einen bestimmten Betrag Streams kaufen und eben diesen Betrag dann wiederum von Spotify für die vermeintlichen Premium-Streams ausgezahlt bekommen, wurde schließlich noch kein Geld gewaschen. Viel eher handelt es sich hierbei um ein Geld-Karussell, bei welchem für die Käufer keine wirklichen Kosten entstehen.

Im Folgenden führt Kool S seine eigenen Streaming-Zahlen an und stellt infrage, wie es sein kann, dass er mit insgesamt knapp acht Millionen Streams maximal Platz 24 der Singlecharts erreicht habe. Andere Künstler hätten bloß einen Bruchteil dieser Streams und würden in den Top 10 landen. Damit legt Savas wohl nah, dass Künstler sich auf einen Schlag eine große Menge an Streams kaufen, um einmalig zu charten. In der darauffolgenden Zeit wachse die Anzahl der All-Time-Streams jedoch kaum noch, sodass die Artists am Ende trotz besserem Charteinstieg weniger Streams vorweisen können.

Wenn man die einzelnen Plattformen miteinander vergleichen würde, dann gäbe es dort ebenfalls zu signifikante Unterschiede. Wenn Künstler auf Spotify zehn Millionen Hörer hätten aber auf Apple Music bloß 50 Tausend, dann wären das "lustige Ereignisse". Savas selbst habe ein normales Verhältnis von acht Millionen Streams auf Spotify und ungefähr 500 Tausend auf Apple Music.

Der Rapper Richter meldet sich ebenfalls zu Wort und behauptet, er kenne Personen, die ein Programm für Fake-Streams entwickelt hätten. Bei diesem sei es fast nicht möglich, die gekauften Streams als Fake zu enttarnen. Die Bots hätten so etwas Ähnliches, wie eigene Persönlichkeiten.

Labels mit vielen Künstlern würden sich diese Programme angeblich auch selbst kaufen und dann eigenhändig Streams faken. Durch die ausgezahlten Tantiemen von Spotify würde so auf lange Sicht viel Gewinn gemacht.

Kool Savas: "Ihr manipuliert nicht nur eure, sondern auch die Karrieren anderer"

Der Grund für seine Erläuterungen zu dem Thema sei aber laut Savas nicht, dass ihn die Machenschaften der Streamkäufer wirtschaftlich groß treffen würden. Viel mehr ginge es ihm darum, dass es moralisch verwerflich sei, jungen und hart arbeitenden Künstlern diese Plätze wegzunehmen.

Zuletzt kündigt Savas wohl eher spaßhaft an, wahrscheinlich bald auf mysteriöse Art und Weise zu verschwinden, nachdem er die illegalen Stream-Käufe thematisiert habe.

Bleibt wohl nur zu hoffen, dass Rooz ihn vor der Klick-Mafia erwischt.


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