Kölner Rapper Dr. Knarf nach Explosion weiter in Lebensgefahr

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus am Montag schweben der Kölner Rapper Dr. Knarf und sein 35-jähriger Freund weiter in Lebensgefahr. Dies erklärte uns ein Sprecher der Polizei Köln, der die Formulierung des Express, die Überlebenschancen seien gering, zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt.

In der Berichterstattung des Express und seines überregionalen Äquivalents war die Rede von einem "Drogenlabor" und Substanzen, die zur Herstellung von Ecstasy und Amphetaminen benutzt würden. Darauf reagierten viele Nutzer im Internet mit geschmacklosen und völlig unangebrachten Kommentaren.

Soweit wir die Situation einschätzen können, sieht man auf Dr. Knarfs Instagram-Profil lediglich Codein-Hustensaft sowie Utensilien und Substanzen, die zur Herstellung und zum Konsum von Cannabis-Extrakt ("Dab") verwendet werden.

Bei Fachportalen wie Leafly wird vor den Gefahren bei der Produktion gewarnt. Aufgrund einiger Explosionen werde inzwischen über Cannabis schon mit einer ähnlichen Terminologie wie bei Meth gesprochen.

Der Sprecher der Polizei Köln konnte uns hier aktuell keine neuen Auskünfte geben, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.

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Kommentare

was?

Das Bild, auf dem man einen Karton voller Flaschen sieht, zeigt keinen Hustensaft, sondern Isopropanol der Firma Fischar. Dieses wird desöfteren zum extrahieren von Cannabis Konzentraten verwendet..

Dann schau mal richtig hin. Das ist Lean kein Iso. 1. sieht das Etikett von Fischar anders aus und ist auch auf deutsch nicht englisch. 2. schreibt Knarf ja selbst in den Hashtags dass es lean ist. Und 3. wofür sollte er soviel Iso benötigen, wenn er BHO mit einem closed loop system herstellt und Butangas verwendet?

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Juice WRLDs Fotograf räumt mit Mythen um dessen Tod auf

Juice WRLDs Fotograf räumt mit Mythen um dessen Tod auf

Von Till Hesterbrink am 12.05.2021 - 14:44

Juice WRLD starb Ende 2019 an einer Überdosis, nachdem er zu viele Pillen geschluckt hatte. Nun sprach sein Fotograf und enger Freund Chris Long auf Twitter über den verhängnisvollen Tag und wie das Ganze abgelaufen sein soll. Er war an dem Tag mit im Flugzeug und hatte den Besitz einer Waffe für den Rapper auf sich genommen. Glaubt man ihm, dann räumt er in seinen Tweets mit der Behauptung auf, Juice WRLD hätte die Pillen im Flugzeug geschluckt, um sie vor der am Flughafen wartenden Polizei und dem FBI zu verstecken.

Juice WRLD stirbt an Überdosis Pillen

Wie Chris Long erklärt, sei es Juice WRLD nicht darum gegangen, die Pillen vor der Polizei zu verstecken. Die Beamten wären ihnen egal gewesen, immerhin hätten sie die Pillen auch einfach im Klo runterspülen können. Laut Long sei Juice WRLD einfach äußerst abhängig von Oxycodon und Codein gewesen. Zwar hätten er und die anderen Freunde des Künstlers versucht, ihn in seiner Sucht zu bremsen, doch Juice hätte immer versteckt, wie viele Pille er wirklich nehmen würde.

Er hätte außerdem nichts bei der Landung zu befürchten gehabt. Zwar war eine geladene Waffe an Bord, doch Long habe diese in seine Tasche gepackt und hätte die Strafe somit auf sich genommen. Er sei ein registrierter Waffenbesitzer und bis dato noch nicht vorbestraft. Er wäre also wohl glimpflich davongekommen.

Auch habe er den geplanten Entzug nicht machen wollen, damit er clean würde, sondern um seine Toleranz gegenüber den Substanzen zu senken.

Long habe immer Angst vor schlechten und gestreckten Pillen gehabt und darum versucht, alles, was Juice WRLD an Pillen nahm, zuvor mit Teststreifen zu überprüfen. Am Ende habe er dennoch einem seiner besten Freunde beim Sterben in die Augen sehen müssen, ohne etwas für ihn tun zu können.

Juice WRLD war zum Zeitpunkt seines Todes gerade einmal 21 Jahre alt. Kurz nach seinem Tod sprachen sich unglaublich viele Rapper gegen übermäßigen Drogenkonsum aus. Darunter auch einige Deutschrapper:

Zu viele Tote: Immer mehr Rapper sprechen sich gegen Drogen aus

Rap hat ein Drogenproblem. Das ist natürlich nichts Neues, macht sich momentan aber vielleicht besonders bemerkbar. Auf der einen Seite stehen viele begnadete Künstler*innen, die viel zu früh sterben und Texte, in denen der Konsum thematisiert oder glorifiziert wird.


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