Kölner Rapper Dr. Knarf nach Explosion weiter in Lebensgefahr

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus am Montag schweben der Kölner Rapper Dr. Knarf und sein 35-jähriger Freund weiter in Lebensgefahr. Dies erklärte uns ein Sprecher der Polizei Köln, der die Formulierung des Express, die Überlebenschancen seien gering, zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt.

In der Berichterstattung des Express und seines überregionalen Äquivalents war die Rede von einem "Drogenlabor" und Substanzen, die zur Herstellung von Ecstasy und Amphetaminen benutzt würden. Darauf reagierten viele Nutzer im Internet mit geschmacklosen und völlig unangebrachten Kommentaren.

Soweit wir die Situation einschätzen können, sieht man auf Dr. Knarfs Instagram-Profil lediglich Codein-Hustensaft sowie Utensilien und Substanzen, die zur Herstellung und zum Konsum von Cannabis-Extrakt ("Dab") verwendet werden.

Bei Fachportalen wie Leafly wird vor den Gefahren bei der Produktion gewarnt. Aufgrund einiger Explosionen werde inzwischen über Cannabis schon mit einer ähnlichen Terminologie wie bei Meth gesprochen.

Der Sprecher der Polizei Köln konnte uns hier aktuell keine neuen Auskünfte geben, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.

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Kommentare

was?

Das Bild, auf dem man einen Karton voller Flaschen sieht, zeigt keinen Hustensaft, sondern Isopropanol der Firma Fischar. Dieses wird desöfteren zum extrahieren von Cannabis Konzentraten verwendet..

Dann schau mal richtig hin. Das ist Lean kein Iso. 1. sieht das Etikett von Fischar anders aus und ist auch auf deutsch nicht englisch. 2. schreibt Knarf ja selbst in den Hashtags dass es lean ist. Und 3. wofür sollte er soviel Iso benötigen, wenn er BHO mit einem closed loop system herstellt und Butangas verwendet?

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Post Malone nach beängstigenden Clips: Wirklich clean & gesund?

Post Malone nach beängstigenden Clips: Wirklich clean & gesund?

Von Clark Senger am 09.03.2020 - 16:34

Seit ein paar Tagen kursieren Clips von Post Malone im Netz, die einigen Fans Angst um den Rapper und Sänger eingejagt haben. Die Reaktionen auf die Videos beschäftigen sich viel mit Vermutungen über seinen Gesundheitszustand und Drogenkonsum.

Post Malone: Videos beunruhigen seine Fans

Dass Posty sich bei seinen Performances ordentlich reinhaut und auch mit crazy Mimik aufwartet, ist jedem bewusst, der schon einen Gig des 24-Jährigen besucht hat. Bei einem aktuellen Konzert drängte sich aber mehr als zuvor die Frage auf, ob das noch Performance ist oder doch ein Anzeichen dafür, dass er high auf was auch immer über die Bühne stolpert:

Klar, der mehrfach mit Platin prämierte Song "I Fall Apart" lebt auch von seiner Dramatik. Und ja, Posty hat für das eine oder andere Musikvideo auch schon Ausflüge in die Welt der Schauspielerei gewagt. Es gibt allerdings Symptome, die spontan nicht allzu leicht zu imitieren sich. Wacklige Beine, ein leerer Blick oder wirre Gestik zum Beispiel.

Die Sorgen um seine Person hat der Musiker selbst auch wahrgenommen und bei einem Konzert darauf reagiert. Er sagt, ihm ginge es fantastisch und er nehme keine Drogen:

Man möchte ihm gerne glauben. Die durch Drogen verursachten und wohl durch mentale Probleme herbeigeführten Tode junger Talente aus der Rapwelt sind noch frisch: Mac Miller, Juice WRLD, Lil Peep. Wohl keiner von ihnen hätte eine Woche vor seinem Tod auf einer Bühne vor 10.000 Menschen zugegeben, dringend Hilfe zu brauchen. Was nicht heißen soll, dass Post Malone lügt.

Man muss sein Statement aber hinterfragen. Gegenüber GQ sagte er über die drei genannten Fälle, er selbst hätte das sein können. Heißt: Er hat oder hatte zwar auch Probleme mit Drogen, ist sich dessen aber bewusst.

Post Malone angeblich clean & bei bester Gesundheit

Wie auch er selbst, bedankt sich sein Dad bei den Fans für ihre Liebe und ihre aufrichtigen Sorgen. Er führt einen gleichzeitig singenden und Gitarre spielenden Posty als Gegenbeispiel zum Video oben an. Der positive Eindruck muss dabei ebenso kritisch beäugt werden wie ein Zusammenschnitt, der ohne größeren Kontext mehrere beunruhigende Bilder aneinander reiht. Jeder kann 2020 etwas so aussehen lassen, wie er will.

Danach zieht Old Malone zudem ein gutes Fazit aus dem Trubel um seinen Sohn. Unter dem Motto "Think global, act local" empfiehlt er jedem von uns, erst einmal in unserem unmittelbaren Umfeld zu prüfen, ob jemand offenbar Hilfe braucht. Denjenigen könnten wir tatsächlich auch eher helfen als Post Malone, um ehrlich zu sein.

Und auch wenn gerade die jüngsten und wildesten Rapper nach wie vor einen Großteil ihrer Zeit über Drogen referieren, scheinen die tragischen Fälle der letzten Zeit langsam zu einem Umdenken zu führen. Immer mehr Künstler und (ehemalige) Konsumenten sprechen sich gegen Drogen aus und gehen als Vorbild voran.

Also: Seid aufmerksam und hilfsbereit! Infos zu Suchtproblemen, Drogen und Alkohol bekommt man zum Beispiel bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Anonym und rund um die Uhr kann man sich zudem an die Sucht-und-Drogen-Hotline (01805/313031) wenden.

Zu viele Tote: Immer mehr Rapper sprechen sich gegen Drogen aus

Rap hat ein Drogenproblem. Das ist natürlich nichts Neues, macht sich momentan aber vielleicht besonders bemerkbar. Auf der einen Seite stehen viele begnadete Künstler*innen, die viel zu früh sterben und Texte, in denen der Konsum thematisiert oder glorifiziert wird.


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