Fast 3 Jahre nach schwerem Unfall: Dr. Knarf mit ergreifender Video-Botschaft

Fast drei Jahre nach seinem verheerenden Unfall begibt sich der Kölner Rapper Dr. Knarf wieder in die Öffentlichkeit. In einem kurzen Facebook-Video informiert er über den Stand der Dinge und tritt zugleich sämtlichen Spekulationen über seinen Gesundheitszustand entgegen.

Dr. Knarf zeigt sich gezeichnet & kämpferisch

"Was geht ab, das hier ist Dr. Knarf" - was erstmal wirkt, wie ein gewöhnlicher Auftakt zu einem Social-Media-Video ist bei Dr. Knarf weitaus mehr als das. Anfang 2017 wurde der Kölner Rapper bei einer Explosion in seinem Tonstudio schwer verletzt und schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Der Unfall hat sichtbare Schäden hinterlassen: Dr. Knarf ist halbseitig gelähmt. Außerdem musste infolge starker Schwellungen des Gehirns der Knochendeckel herausgenommen werden.

"Ja, ich hab' gebrannt – über 40 % der Haut verbrannt. Das war aber eigentlich nicht so schlimm wie das, was danach gekommen ist, weil ich dann drei Monate im Koma lag, in der Zeit vier Schlaganfälle hatte und dann danach gelähmt aufgewacht bin."

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Wie der Express 2018 schrieb, seien damals "Flaschen mit einem Butangas-Gemisch" explodiert, die der "Herstellung von Drogen" gedient haben sollen. Konkret wurde in der Berichterstattung ein "Cannabis-Extrakt" angeführt. In lokalen und überregionalen Medien war auch von einem "Drogen-Labor" die Rede.

Es hieß zudem, dass Dr. Knarf beide Hände verloren habe. Ein Zeuge hatte diese Information fälschlicherweise verbreitet. Mit dem Hashtag "putyourhandsup" demonstriert der Rapper, dass ihm trotz seiner langen Leidenszeit der Humor nicht abhandengekommen ist. In Bezug auf den Unfall erweckt Dr. Knarf einen schuldbewussten Eindruck:

"Eins ist klar, dass ich natürlich jede Menge Fehler gemacht hab' auf dem Weg, die letztendlich zu dem Unfall geführt haben."

Da aktuell noch ein Strafverfahren laufe, wolle er sich jedoch nicht weiter zum Hergang äußern. Trotz der Ereignisse und der irreparablen körperlichen Schäden plant Dr. Knarf, weiterhin als Musiker und Rapper aktiv zu sein. Für 2020 kündigt er sein Album "Prometheus" an.

In der griechischen Mythologie bringt Prometheus gegen den Willen des Göttervaters Zeus das Feuer zu den Menschen. Zur Strafe für sein Handeln wird Prometheus angekettet und regelmäßig von einem Adler heimgesucht, der Teile seiner Leber frisst, welche sich stets erneuert. Schließlich erfährt Prometheus Gnade und erlangt seine Freiheit zurück.

Dr.Knarf (HKC)

Dr.Knarf (HKC) updated their cover photo.

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5 Erkenntnisse aus 2Pacs bisher unveröffentlichtem MTV-Interview
MTV

5 Erkenntnisse aus 2Pacs bisher unveröffentlichtem MTV-Interview

Von Michael Rubach am 18.09.2019 - 11:37

MTV hat ganz tief im Archiv gewühlt und ein bisher nie veröffentlichtes Interview mit 2Pac online gestellt. Die Aufnahmen stammen aus dem Oktober 1995. Es ist das erste offizielle Interview von 2Pac, nachdem er zuvor wegen sexueller Belästigung verurteilt wurde und mehrere Monate im Gefängnis verbrachte.

Die damalige MTV-Reporterin Tabitha Soren begleitet die Hiphop-Ikone auf einem Spaziergang entlang des berühmten Venice Beach Boardwalk in Kalifornien. Der 1996 verstorbene Rapper spricht dort über prägende Abschnitte seines Lebens und enthüllt, welche Pläne er noch gehabt hätte.

2Pac war als Dealer nicht geeignet

2Pac geht im Gespräch offen mit der Crack-Abhängigkeit seiner Mutter Afeni Shakur um. Es sei eine harte Zeit gewesen, die allerdings nichts an dem Verhältnis zu seiner Mutter geändert habe:

"Ich liebe meine Mutter, sie ist alles für mich. Ich liebe all ihre Fehler."

Er selbst habe sich nie etwas aus Crack gemacht. Für den Hustle als Dealer sei er zudem nicht geeignet gewesen. Lediglich zwei Wochen habe er Drogen verkauft. Gegen Ende des Interviews distanziert sich Pac darüber hinaus von einem Leben als Gangster und der damit verbundenen "Thug Life Mentality".

2Pac hatte vor der Musikkarriere 2 Jobs

Bevor er sich der Rapgruppe Digital Underground anschloss, arbeitete 2Pac seiner eigenen Aussage nach nur in zwei Jobs. Demnach war er in einem Pizza-Laden und in einem Supermarkt tätig. Während der Arbeitszeit habe er jedoch Texte geschrieben, sodass er relativ schnell wieder gefeuert wurde. Digital Underground Frontmann Shock G sei von Pacs Rapskills nach nur einer Session überzeugt gewesen. Die Zeit mit der Band ordnet 2Pac als eine der besten seines Lebens ein.

Death Row Records gehört jetzt einem Spielwarenhersteller

Gangstarap trifft My Little Pony? 2Pac als Furby? Snoop Dogg als legendäre Kreatur in Magic? Seit neuestem sind das zumindest rein rechtlich mögliche Konstellationen, die auf uns zukommen könnten. Der Spielwaren- und Entertainment-Gigant Hasbro soll nämlich für rund 4 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Entertainment One gekauft haben, zu dessen Portfolio mit rund 35.000 Filmen und 45.000 Musiktiteln auch die Werke des legendären Westcoast-Labels Death Row Records zählen.

2Pac wusste nicht, wer sein biologischer Vater war

Ebenso erzählt Pac, unter welchen Umständen er das erste Mal auf seinen vermeintlich biologischen Vater traf. Es sei im Krankenhaus gewesen. 2Pac wurde medizinisch betreut, nachdem er 1994 durch 5 Schüsse verwundet wurde. Ein Mann, der eine große Ähnlichkeit zu ihm aufwies, habe ihn besucht und behauptet, sein Erzeuger zu sein. Allerdings habe es nie einen Bluttest gegeben, sodass sich 2Pac nie vollständig sicher sein konnte, ob der Mann tatsächlich sein Vater war.

2Pac wollte ein Buch schreiben

Das Interview ist ungefähr ein Jahr vor dem Tod von 2Pac entstanden. Gegenüber der Reporterin eröffnet Pac dabei auch seine Zukunftspläne, die folglich nicht mehr in die Tat umzusetzen waren. Er sagt, dass er an einem Buch arbeiten möchte, um "alles zu erzählen". Auf diese Art würde er den "Schmerz" verarbeiten können, den er als Kind erlitten habe.

2Pac & Mike Tyson planten, Gemeindezentren in den Ghettos zu bauen

Die Geschichte von 2Pac ist eng mit Mike Tyson verbunden. Schließlich sah sich Pac einen Boxkampf seines Freundes an dem Tag an, an welchem er seine todbringenden Schussverletzungen erlitt. Mit dem Boxer hatte 2Pac offensichtlich vor, Gemeindezentren in den Ghettos von Amerika zu errichten.

Neben der Auseinandersetzung mit eher ernsten Themen enthält das Video auch immer wieder auflockernde Sequenzen. So probiert 2Pac eine Batman-Sonnenbrille auf, lässt sich nahezu beiläufig tätowieren und erfüllt viele Autogrammwünsche. Das Material fügt der Legacy der Westcoast-Ikone ein weiteres Puzzlestück hinzu.

Erste Details zu neuer 2Pac-Doku veröffentlicht

Im Rahmen einer Pressetour von FX Networks sind erste inhaltliche Details über die bevorstehende 2Pac-Doku des "The Defiant Ones" Regisseurs Allen Hughes veröffentlicht worden. Das vorher noch unbetitelte Projekt wird "Outlaw: The Saga of Afeni and Tupac Shakur" heißen und auf dem eingangs erwähnten Pay-TV-Sender zu sehen sein.


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