In einem neuen Interview mit der New York Times gibt Dr. Dre zu, bei der Produktion neuer Musik auf KI zu setzen. Außerdem behauptet er, dass weitaus mehr Produzenten KI nutzen, ohne es zuzugeben. Generell sei er der Meinung, dass nur Leute, die "Probleme damit haben, zu kreieren" die Technologie als Bedrohung sehen würden.
Dr. Dre produziert jetzt mit KI
Eigentlich ist Dr. Dres langjähriger Geschäftspartner und Interscope Records-Gründer Jimmy Iovine die Person, die interviewt wird. Angesprochen auf das Thema KI antwortet er, dass er "sehr pro KI in der Musikkreation" sei und darin auch keine Nachteile erkennen könne. Lediglich die Öffentlichkeitsarbeit der Firmen hinter der Technologie lasse zu wünschen übrig, so Iovine. Genau in diesem Moment stößt Dr. Dre zu dem Gespräch dazu und wird von Jimmy Iovine, als der Typ, den man zu dem Thema befragen müsse, vorgestellt.
Dr. Dre hat offenbar sehr gefestigte Meinungen zu künstlicher Intelligenz:
"Es ist ein neues Werkzeug für die Kreativität. Manche Menschen haben Angst davor, Neues zu lernen. Ich begrüße es. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was daraus wird."
Wer sich dem verweigere, sei in Dres Augen gleichzusetzen mit den Menschen, die sich anfangs gegen Drum Machines und Synthesizer gewehrt hätten. Deswegen nutze er KI aktiv bei der Produktion seiner neuen Musik, "als Hilfsmittel, um zu sehen, was das Programm mit dem, was ich gerade gemacht habe, anstellen würde." Zudem behauptet er, dass es vielen so gehen würde. Nur seien er und Timbaland einige der wenigen, die offen mit dem Thema umgehen würden:
"Die benutzen es, die wollen es nur nicht zugeben."
Unterdessen stößt KI-generierte Musik auf immer mehr Widerstand. Sowohl in der Industrie als auch in der Hörerschaft. So hat Spotify kürzlich angekündigt, dass KI-Musik künftig mit einem speziellen Hinweis auf der Plattform ausgewiesen wird und nicht mehr in Playlisten oder Vorschlägen landen wird. Tygas neuestes Projekt, "$TARFACE", für das er extra einen neuen Künstlernamen gewählt hat, bescherte ihm kürzlich historisch schlechte Bewertungen und Verkaufszahlen. Zuvor hatte er offengelegt, Teile des Albums mit KI generiert zu haben. Es bleibt also abzuwarten, ob sich Dr. Dres Einschätzung, dass KI ein Tool ist, das sich etablieren wird, auf lange Sicht bewahrheitet.
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