DJ Khaled will Billboard-Charts verklagen, weil er die #1 verpasst hat

DJ Khaled hat für sein Album "Father Of Asahd" jede Menge Superlativen aufgefahren – trotzdem konnte er in der ersten Verkaufswoche nicht die #1 in den Billboard-Charts erreichen. Dass es nicht DJ Khaleds Anspruch ist, auf Platz #2, hinter Tyler, The Creators  Album "Igor" zu landen, steht außer Frage. Laut dem Portal Page Six plant er nun, eine Klage gegen diese Wertung einzureichen.

DJ Khaled fühlt sich offenbar um die #1 betrogen

DJ Khaled und sein Team werfen Billboard laut des Berichts von Page Six vor, um die 100.000 Verkäufe des Albums nicht anerkannt zu haben. Diese seien Teil eines Bundles gewesen, das in Zusammenarbeit mit einem Energy-Drink-Hersteller angeboten wurde. Solch eine amerikanische Variante der hierzulande so beliebten Deluxe-Box habe Billboard zunächst als chartrelevant akzeptiert – später jedoch nicht in die betreffende Woche einfließen lassen. Gemäß Billboard seien "Unregelmäßigkeiten in den Daten" festgestellt worden.

Page Six bezieht sich auf exklusive Informationen, die nahelegen, dass DJ Khaleds Anwälte sich bereits in einem Brief, an den Senior Vice President von Billboard gewandt haben. Das Portal zitiert zudem eine Quelle aus dem Umfeld von DJ Khaled. Diese legt das Vorgehen von Billboard als Ungleichbehandlung aus. Entsprechende Bundle-Verkäufe von Tyler, The Creator seien demnach vollständig berücksichtigt worden.

Da Tyler nach Angaben von Billboard in seiner Debütwoche umgerechnet 165.000 Einheiten absetzen konnte und DJ Khaled mit 137.000 Einheiten dahinter landete, lässt sich die nicht sonderlich steile These aufstellen, dass DJ Khaled mit seinen Bundle-Verkäufen wahrscheinlich auf der #1 gechartet wäre. Für 2020 plant Billboard das amerikanische Chart-System neu zu justieren, um den Veränderungen im Markt Rechnung zu tragen. DJ Khaled dürfte das kaum beruhigen.

chart data on Twitter

Report: Billboard reviewing album/merch bundle rules, new policy expected in 2020 (via Page Six)

Kein Major Key: DJ Khaled macht seinem Ärger Luft

Nachdem klar war, dass die mit Superstars gespickte "Father of Asahd"-Platte nicht auf der Spitzenposition einsteigen würde, sei DJ Khaled mit einer Entourage wütend in das Gebäude seines Labels Epic gestürmt. Dort habe er rumgeschrien und den Verantwortlichen vorgeworfen, nichts vom Streaming-Geschäft zu verstehen. Die Quelle, auf die sich Page Six beruft, ergänzt außerdem zu der Chart-Wertung:

"Khaled war frustriert, dass sein Label sich nicht mehr für ihn und die Wertung seiner Bundle-Verkäufe eingesetzt hat."

Auf Instragram verbreitet DJ Khaled hingegen auf den ersten Blick nur positive Vibes. Frust über den Chart-Einstieg ist dort nicht erkennbar. Stattdessen feiert DJ Khaled einen weiteren historischen Gewinn.

Ein gelöschtes Instagram-Video verdeutlicht jedoch, dass DJ Khaled tatsächlich kaum etwas mit seinem zweiten Platz anfangen kann.

Dwayne Ducky on Twitter

I tried to tell y'all DJ Khaled felt a type of way about losing to Tyler when he posted then deleted this on IG https://t.co/MNTjqSuoMt

Für Sony Music dürfte Khaleds entgangenes Nummer-1-Album übrigens verschmerzbar sein. Sowohl das Label von Khaled als auch das Label von Tyler sind an Sony angeschlossen.

Das Ganze erinnert ein wenig an das Verhalten von Nicki Minaj, die letztes Jahr ebenfalls nicht akzeptieren konnte, dass ihr Album "Queen" die #1 verpasst hat. Ironischerweise warf sie Travis Scott vor, durch Bundle-Verkäufe eine weitere Nummer-1-Woche mit "Astroworld" ergaunert zu haben.

3 Gründe, warum Nicki Minaj momentan die wütendste Frau im Showgeschäft ist

Nicki Minaj hadert mit der Resonanz auf ihr Album " Queen". Nahezu täglich äußert sich die Rapperin über ihre Social Media-Kanäle zu den Gründen für den (für ihre Verhältnisse schwachen) Einstieg auf Position #2 der Billboard-Charts. Dazu kommen noch wütende Nachrichten gegen die Medien und gegen Kollegen aus der Szene.

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Spotify: Capital Bra & Loredana dominieren die Streaming-Charts 2020

Spotify: Capital Bra & Loredana dominieren die Streaming-Charts 2020

Von David Molke am 01.12.2020 - 16:42

Spotify stellt schon jetzt einen ersten Jahresrückblick für 2020 zur Verfügung. Capital Bra, Samra, Loredana und Apache 207 gehören zu den erfolgreichsten Artists, wie auch die Streaming-Charts von Spotify zeigen. Weltweit betrachtet Belegt Bad Bunny den 1. Platz sowohl bei den meistgestreamten Künstler*innen als auch bei den Alben.

Spotify 2020: Diese Hiphop-Artists wurden in Deutschland am meisten gestreamt

Capital Bra & Loredana vorne: Dieses Jahr ist offenbar niemand an Loredana und Capital Bra oder Apache 207 vorbeigekommen. Zumindest nicht, wenn es um Streaming auf Spotify in Deutschland geht. Der Jahresrückblick 2020 zeigt keine allzu großen Überraschungen.

Hier findet ihr die einzelnen Listen in der Übersicht. Spotify führt in der Pressemitteilung Künstler und Künstlerinnen getrennt auf.

Top 5 der meistgestreamten deutschen Hip-Hop Künstlerinnen auf Spotify in Deutschland

  1. 1. Loredana
  2. 2. Juju
  3. 3. Shirin David
  4. 4. CÉLINE
  5. 5. Katja Krasavice

Top 5 der meistgestreamten deutschen Hip-Hop Künstler auf Spotify in Deutschland

  1. 1. Capital Bra
  2. 2. Apache 207
  3. 3. Samra
  4. 4. Bonez MC
  5. 5. Ufo361

Wie sieht es weltweit aus? Global betrachtet können Apache, Loredana, Capital Bra, Samra, Shirin David und Juju nicht mithalten. International räumt dieses Jahr vor allem Bad Bunny ab. Aber er ist mit 8,3 Milliarden Streams nicht nur der erfolgreichste Artist und Rapper, sondern hat gleichzeitig mit "YHLQMDLG" auch das meistgestreamte Album am Start.

Direkt hinter Bad Bunny kommen Drake und J Balvin. An vierter Stelle der meistgestreamten Artists weltweit steht Juice WRLD und dahinter kommt The Weeknd.

Billie Eilish bleibt die erfolgreichste weibliche Künstlerin auf Spotify, und zwar zum zweiten Mal in Folge. Ihr sind Taylor Swift, Ariana Grande, Dua Lipa und Halsey auf den Fersen.

Bad Bunny schreibt mit Playboy-Cover Geschichte

Latin-Trap und Reggaeton sind vor allem in spanischsprachigen Ländern maximal large. Mit Bad Bunny hat einer der größten Künstler auf diesem Feld nun einen historischen Move vollbracht. Er ziert ganz allein das aktuelle Cover der US-Ausgabe des Playboy...

Spotify-Jahresrückblick 2020: "Roller" war der erfolgreichste Song des Jahres

Während Capital Bra insgesamt der meistgestreamte Hiphop-Künstler auf Spotify in Deutschland war, liegt Apache 207 mit seinem Song "Roller" bei den meistgestreamten Hiphop-Tracks auf Spotigy in Deutschland vorn.

Direkt dahinter kommt "Airwaves" von Pashanim und dann gleich noch zweimal Apache 207. Joker Bra mischt in den Top 5 ebenfalls noch mit.

Top 10 der meistgestreamten Hip-Hop-Songs auf Spotify in Deutschland

  1. 1. "Roller" von Apache 207
  2. 2. "Airwaves" von Pashanim
  3. 3. "Fame" von Apache 207
  4. 4. "Bläulich" von Apache 207
  5. 5. "Baby" von Joker Bra
  6. 6. "Kein Wort" von Juju, Loredana & Miksu/Macloud
  7. 7. "In meinem Benz" von AK AUSSERKONTROLLE & Bonez MC
  8. 8. "Emotions" von Ufo361
  9. 9. "200 km/h" von Apache 207
  10. 10."WEISSER RAUCH" von FOURTY

Nur Spotify! Hier geht es ausschließlich um die Zahlen und Auswertungen, die Spotify zur Verfügung stellt. Das heißt, dass das natürlich kein allumfassendes Bild der Streaming-Landschaft zeichnen kann, sondern eben nur auf diese Plattform beschränkt ist. Apple Music oder die Zugriffszahlen von YouTube bleiben hier außen vor.

Welche Songs habt ihr 2020 am meisten gehört?


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